
“Ja?” “Servus, ich bin’s.” “Was hast’n? “Hab gerade die zweite Folge der vierten Staffel SOPRANOS gesehen. Ich muss Dir unbedingt erz…” “ERZÄHL MIR NICHTS!” “Och komm, nur ein klitzekleines Detail.” “Sag mir nur einen Namen.” “Adriana, die Freundin von Christopher….” “Nein” (lacht), sag nichts mehr. Ich hab die erste Folge der vierten Staffel SIX FEET UNTER gesehen. Ich sag Dir, Nate… was der durchmachen muss. Ich war den Tränen nah.” “Shit!” “Vielleicht findest Du die Folge doof, aber ich musste danach erst mal eine rauchen.” “Wenn’s Dich fertig macht, wird’s mir auch nahe gehen.” “Lass ma’ Schluss machen, ich steh gerade nackt mit einem Fuß in der Dusche.” “Ok, bis die Tage.” “Mach’s gut.”

Ich renne durch ein zerstörtes Dorf in der Normandie. Es rasselt laut und häßlich vor mir – Kugeln spritzen aufs Kopfsteinpflaster. Schnell hechte ich in eine Sandsackstellung. Meine Handgranate verfehlt das MG-Nest. Mit welcher Tastenkombination rufe ich nochmal “NEED BACKUP”, überlege ich und falle tot in den Staub. Ein Wehrmachts-Heckenschütze hat meinen Kopf zum Fleck an der Wand gemacht. Als passabler COUNTER STRIKEr bin ich selbstbewusst angetreten und entpuppe mich bei
Der 6. Oktober 1996 war ein zwielichtiger Herbsttag mit Aussicht auf Regen. An diesem Tag legte ich das Debutalbum von Alanis Morissette in meinen CD-Player und schaltete auf Dauerrepeat. Erst nach einem Monat hatte ich das Gejaule endgültig satt. Unfassbar, ich weiß. Nach dem NIRVANA-Schock trieb ich zwei, drei Jahre ziellos durch den Musikkosmos. Ich war weder vorher noch nachher ein großer Seal-Fan, aber sein Song “Crazy” von 1990 ist Top of the Synthiepop. Alanis hat sich heuer an einer Coverversion versucht. Und klingt autotuned wie Cher bei “Believe”. Gräßlich, sage ich in die Stille, die anhält bis iTunes