Aug
25
2006
3

Leipzig

Leipzig. Foto von Deef.

Bisweilen ist die Gefühlskonserve ein redundantes Medium. Wieder geht mir das Herz auf, als ich in die Stadt komme, die immer gut zu mir ist. An allen Ecken lauern Erinnerungen. An einigen anderen gibt es Neues zu entdecken. Z.B. wurde soeben mitten in der Stadt das tonnenschwere Marx-Relief am Unihauptgebäude abmontiert. Wie ich sah, klafft jetzt ein großes Nichts in der Fassade. Ich staunte kurz und lief weiter glücklich durch die Stadt, mit geröteten Wangen und geweiteten Pupillen…

Geschrieben von Deef in: Akte Deef | Tags: |
Aug
25
2006
0

Per Anhalter durch die Galaxis

Ein Nachtrag zum Review dank der Hinweise hier und hier: Die Titelmusik des Films, die schon bei Zuschauern der BBC-TV-Serie aus den 80ern pandimensionale Ultra-Verzückung hervorrief, heißt “Journey of the Sorcerer”. Das Original ist zu finden auf dem Album “One of These Nights” von den (halt Dich fest!) Eagles. Sollte ich jemals die Existenzberechtigung der Eagles in Abrede gestellt haben – ich nehme alles zurück.

Geschrieben von Deef in: Filme und Serien | Tags: , , , |
Aug
14
2006
3

Captain, Sie haben da einen Tentakel am Kinn…

Manche Fortsetzungen sind so vorhersehbar übel, dass ich sie gar nicht erst sehe. Zum Beispiel EISKALTE ENGEL 2, AMERICAN PSYCHO 2, SPEED 2, THE FAST AND THE FURIOS 2. Aber ab und an fällt man völlig unerwartet rein und sieht in Erwartung eines würdigen Nachfolgers (Neusprech “Sequel“) Hirnbluten verursachenden Müll. Die Top Drei, solch unerwartet schlechter Fortsetzungen:
Platz Drei: ALIEN 3 und 4
Platz Zwei: MATRIX 2 und 3

Und neu auf Platz Eins der unerwartet schlechten Filmfortsetzungen:
FLUCH DER KARIBIK 2.

Der Film überraschte mich mit konfuser Handlung ohne Spannung und Dialogwitz, gepaart mit einer Überdosis Motion-Capture-Effekten (der Oberbösewicht hat ein Gesicht, das aussieht wie der zum Leben erweckte Abfall aus der Klinik für plastische Chirurgie). Er langweilte derart, dass ich mir fast wünschte, statt Teil zwei dieses Fluchs Teil drei von RAMBO, ROCKY, TERMINATOR oder einem anderen Schwachsinn zu sehen…

Geschrieben von Deef in: Filme und Serien | Tags: , |
Aug
10
2006
9

Requiem for a dream

Gottogott, es wird alles immer schlimmer, wenn Drogen im Spiel sind. In den 80ern erzählte mir das Christiane F., bzw. die Verfilmung ihres Absturzes im Kollektiv der Kinder vom Bahnhof Zoo. Ein durchaus sehenswerter Film trotz Bohei und Bowie (höhö). Das Sozialdrama wurde mir in der 10. klasse im Religionsunterricht kredenzt. Zeigefinger hoch und Motto: “schau, was aus Dir wird, wenn Du einer Einstiegsdroge (“Mariaundhanna?”) zu nahe kommst.

Von Spaß war da nie die Rede. Dass es den im Drogensumpf offensichtlich ohne Ende gibt, lernte ich erst Mitte der 90er in TRAINSPOTTING. Recht spät? Ja sorry, ich war ein gutgläubiges Kind und ein braver Teenager. Stichwort Modellflugzeuge von REVELL. Jedenfalls eröffnete der Film eine völlig neue Perspektive. Was an Irvine Welshs phantasitischer Romanvorlage, aber auch an Danny Boyles kreativen Regieideen lag.

Aber jetzt ist die Party vorbei (eigentlich schon seit 2000), denn REQUIEM FOR A DREAM mischt mother’s little helper mit Smack. Mit einer Melancholie wie in 21 GRAMM, der Ausweglosigkeit von MAGNOLIA und den Schnitten aus SNATCH wird hier eine Drugstory erzählt, in der es nur Verlierer gibt. Ein passender Zufall, dass der Hauptdarsteller Jared Leto in kleinen Rollen auch in FIGHT CLUB und AMERICAN PSYCHO zu sehen war. Die weibliche Hauptrolle, Jennifer Connelly, spielte dagegen vor 20 Jahren als Sarah die “Reise ins Labyrinth”, wo sie vom bösewichtigen David Bowie bekriegt wurde. Was ist noch zu sagen?

Erstens: REQUIEM FOR A DREAM ist hochgradig empfehlenswert.
Zweitens: Danke für diesen Filmtipp, Marc.
Drittens: Öfter als man denkt, hat Bowie seine Finger drin.
Viertens: Drittens tut nichts zur Sache.

Geschrieben von Deef in: Filme und Serien | Tags: , |
Aug
02
2006
1

Deutschland, Deine Kinder sind arm. Äh… reich!

Das schöne (aber verwirrende) am Journalismus ist, man kann je nach Auswahl und Interpretation der Quellen erzählen, was man will. Beispiel gefällig?

- SPON 28. Juli: Jedes sechste Kind lebt in Armut
- SPON 1. August: Kinder sind so reich wie nie

Dass ich SPON noch lese, lässt sich auch nur noch mit meinem Hang für Trash stilvoll begründen…

Geschrieben von Deef in: Der ganze Rest | Tags: , |

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