Gottogott, es wird alles immer schlimmer, wenn Drogen im Spiel sind. In den 80ern erzählte mir das Christiane F., bzw. die Verfilmung ihres Absturzes im Kollektiv der Kinder vom Bahnhof Zoo. Ein durchaus sehenswerter Film trotz Bohei und Bowie (höhö). Das Sozialdrama wurde mir in der 10. klasse im Religionsunterricht kredenzt. Zeigefinger hoch und Motto: “schau, was aus Dir wird, wenn Du einer Einstiegsdroge (“Mariaundhanna?”) zu nahe kommst.
Von Spaß war da nie die Rede. Dass es den im Drogensumpf offensichtlich ohne Ende gibt, lernte ich erst Mitte der 90er in TRAINSPOTTING. Recht spät? Ja sorry, ich war ein gutgläubiges Kind und ein braver Teenager. Stichwort Modellflugzeuge von REVELL. Jedenfalls eröffnete der Film eine völlig neue Perspektive. Was an Irvine Welshs phantasitischer Romanvorlage, aber auch an Danny Boyles kreativen Regieideen lag.
Aber jetzt ist die Party vorbei (eigentlich schon seit 2000), denn REQUIEM FOR A DREAM mischt mother’s little helper mit Smack. Mit einer Melancholie wie in 21 GRAMM, der Ausweglosigkeit von MAGNOLIA und den Schnitten aus SNATCH wird hier eine Drugstory erzählt, in der es nur Verlierer gibt. Ein passender Zufall, dass der Hauptdarsteller Jared Leto in kleinen Rollen auch in FIGHT CLUB und AMERICAN PSYCHO zu sehen war. Die weibliche Hauptrolle, Jennifer Connelly, spielte dagegen vor 20 Jahren als Sarah die “Reise ins Labyrinth”, wo sie vom bösewichtigen David Bowie bekriegt wurde. Was ist noch zu sagen?
Erstens: REQUIEM FOR A DREAM ist hochgradig empfehlenswert.
Zweitens: Danke für diesen Filmtipp, Marc.
Drittens: Öfter als man denkt, hat Bowie seine Finger drin.
Viertens: Drittens tut nichts zur Sache.