• Airens STROBO gelesen von Deef - alle Lesungstermine hier
Jan
22
2008
17

“Blogs sind hochgradig gegendert”

Interessante Studie [via] über geschlechtsspezifische Unterschiede in der Deutschen Blogosphäre. So habe ich die Ergebnisse verstanden:

  • Die meisten Weblogs werden von Frauen geschrieben. Bei den 13-17-jährigen sind sogar mehr als 80 Prozent der Blogs in Mädchenhand.
  • Die 100 am häufigsten verlinkten Blogs, die sogenannten A-Blogs, werden mit überwiegender Mehrheit von Männern geschrieben.
  • Mögliche Erklärung für diesen Unterschied ist der Inhalt, der in den A-Blogs viel mehr politisch und weniger privatpersönlich ist. These: mehr politische Diskussion statt Tagebuch = für mehr Leute interessant = mehr Links = mehr Erfolg.

Erinnert an den Straßenverkehr: Frauen fahren hinsichtlich StVO-Befolgung und Unfallstatistik besser Auto, Männer gewinnen die Formel 1.

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Jan
22
2008
4

Dialogfetzen Galore

“Wir sind ja schon ewig gute Freunde. Aber da ist etwas, das mich sehr beschäftigt hat und das ich Dir schon lange mal sagen wollte.” // “Woran merke ich, dass es wirkt?!” // “Ich erkenne ja die Fähigkeiten dieser Frau an. Für eine Tätigkeit beim MfS wäre sie wie geschaffen. Leider arbeitet sie aber beim Radio, die falsche Kuh.” // “Du hast meine Zahnbürste weggeschmissen?! Wir hatten uns beim letzten Mal doch gar nicht so heftig gestritten.” // “Silvester I had good old Coke. Hab aber trotzdem nicht bis morgens durchgehalten, weil ich gesoffen hab wie ein Loch.” // “Entschuldigung, meine Freundin würde Dich gerne kennenlernen – der Satz wäre auch ein guter Albumtitel.” // “Ich hab einen neuen Bikini. Aber ich glaube, er ist zu klein. Darf ich ihn Dir mal zeigen?” // “Unsere Manager haben letztes Jahr total das Gesicht verloren. Dieser blinde Glaube an den durchschlagenden Erfolg von Second Life… – einfach peinlich.” // “Du hast Dich von einer Frau breitschlagen lassen? Bist Du IRRE?! Immer ablehnen, verschieben, selber die Zügel in der Hand behalten. MERK DIR DAS!” // SMS um 03:20 “Lieber Deef, ich kann leider nicht zum Frühstück kommen. Ich hocke seit einer Stunde im Bad. Keine Details. Sorry.”

Geschrieben von Deef in: Der ganze Rest | Tags: |
Jan
21
2008
1

Tatort-Krimi als Hörspiel

Die Idee ist so gut, dass man sich fragt, warum die ARD sie erst 2008 hatte. Den Fernseh-Tatort gibt es seit 1970, aber erst 38 Jahre später schaffen es die öffentlich-rechtlichen Landesrundfunkanstalten eine gemeinsame Hörspiel-Krimireihe herzustellen. Ab sofort wird jeden Monat ein neuer Fall produziert und in den Kulturradioprogrammen ausgestrahlt. Einen einheitlichen Sendetermin wie beim Fernsehtatort im Ersten gibt es zwar nicht, aber den braucht man auch nicht, da man die Hörspiele hier downloaden kann.

Erfrischend wirkt, dass sich die Tatort-Hörspiele von den Fernsehproduktionen absetzen. So haben sie eigene Kommissare und stellen somit nicht bloß die Tonspur der Fernsehfälle dar. Der erste Fall “Der Emir” ist erwartungsgemäß professionell produziert und mit Baki Davrak, den man aus Fatih Akins “Auf der anderen Seite” kennt, ordentlich besetzt. Die Story enttäuscht leider mit mangelnder Spannung. Auch wurde die Chance vertan, hörbar zu machen, dass der Fall in Düsseldorf spielt. Aber das kann den Gesamteindruck nicht trüben: Der Radio-Tatort belebt alte Tugenden der Hörfunk-Kultur und des öffentlich-rechtlichen Rundfunks auf angenehme Weise wieder. Bitte mehr davon.

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Jan
20
2008
8

Das Verbotene und die Kellnerin reizen

Wie in einigen anderen Bundesländern gilt seit dem 1. Januar 2008 in Bayern ein ausnahmsloses Rauchverbot für die Gastronomie. Münchner Kneipen wirken wie neugeboren auf mich. Die Luft ist frisch, die Sicht ist klar, kein stinkender Aschenbecher verdreckt die Tische. Es ist einfach wunderbar.

Aber ich bin nicht in Bayern, sondern sitze im Spizz am Leipziger Markplatz. Erst in zwei Wochen tritt in Sachsen das Rauchverbot in Kraft. Ich sehe zu, wie hier noch munter gequalmt wird und erinnere mich daran, wie ich in diesem Laden jahrelang meine Wochenendabende verbrachte. Hier habe ich gezecht, getanzt und betont lässig dagesessen und die Szenerie gescannt. Natürlich mit Kippe zwischen den Fingern. Ich bin seit sieben Jahren Nichtraucher und ich bin froh, Nichtraucher zu sein. Aber jetzt stehe ich auf und schnorre bei der hübschen Kellnerin eine Pall Mall.

Der erste Zug ist zum Anzünden, den zweiten ziehe ich runter bis in die Zehennägel und drei Sekunden später scheint sich der gefühlte Alkoholgehalt meines Blutes verdoppelt zu haben. Der Rauchkringel, den ich mit einem Zungenschlag gen Decke katapultiere, sieht mangels Training nicht ganz so perfekt aus wie früher. Ich schaue zu, wie er sich schnell auflöst und denke mir, dass ich gerade etwas tue, was z.B. in München mittlerweile verboten ist. Es ist psychologisch banal. Aber es macht Spaß.

Ich nehme noch einen tiefen Zug, drücke die Pall Mall in den Ascher und trinke mein Glas aus, um mir schnell den bitteren Nikotingeschmack aus dem Mund spülen. Ich will noch ein Bier bestellen, dreh mich um und wie hingezaubert steht die hübsche Kellnerin hinter mir.
“Ha! Du kommst genau richtig”, lache ich sie an.
“Ich weiß”, grinst sie zurück und schaut mir einen Moment zu lange in die Augen bevor sie meine Bestellung in ihren tragbaren Computer tippt.

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Jan
11
2008
7

Skifahren 100km vom Mittelmeer entfernt

Foto von Deef

Na? In welchem Land ist das wohl aufgenommen?

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Jan
08
2008
4

“Dein Eau de Cologne heißt Dillinger Stahl”

Vor einem halben Jahr habe ich hier die 50-Jahre-Saarland-Hymne “Das Wasser der Saar” erwähnt:

Das Wasser der Saar mit dem Wind aus Südwest
macht Tränen zu Gold und das Leben zum Fest.
Das Herz und die Seele und das Wasser der Saar -
heut und in tausend Jahrn.
(kompletter Text und Stream hier)

Bei allem guten Willen konnte ich nicht anders, als die Saarländer zu bedauern. Haben sie einen 1000-jährigen Herz- und Tränensong verdient? Nun hat sich dieser Tage Frank Felicetti, einer der beiden Schöpfer des Liedes per Kommentar gemeldet, was mich sehr freut. Er erzählt interessante Details über die Entstehung von “Das Wasser der Saar”, die man sich auf der Zunge zergehen lassen sollte. weiterlesen »

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Jan
08
2008
8

Großer Fernsehbruder Nummer Acht

“Mir gefällts hier. Ist größer als meine Wohnung” sagt Isi in der gerade gestarteten achten Staffel der Container-Show Big Brother. Der molligen Blonden sieht man die Tabledancerin nicht an. Aber Isi hat einen Mund zum Reden: “Ich bin schon ziemlich fertig nach den Auftritten. Und vollgeschmiert mit Schlagsahne, Kerzenwachs oder was so kommt”.

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Geschrieben von Deef in: Filme und Serien | Tags: , |

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