Vor zehn Jahren hatte ich die Ehre, mit dem hier beschriebenen Herrn eine Radioshow zu moderieren. Lange nicht gesehen, gestern wiedergetroffen, gefreut wie Bolle. Hab ihm heute ein Worst-of-Mix der gemeinsamen Arbeit gemailt, das ich Euch nicht vorenthalten will. Achtung: contains lots of Pfälzisch and bad humor.
- Mrz
29
2008Mrz
29
2008Rentner in Rosenheim, Aufzüge in Saarbrücken, Kunst in Berlin
“Rosenheim war mittlerweile offenbar total tot. Ich kannte niemanden. Die jungen Gesichter waren alle neu, im Zentrum am Brunnen eine Totenstille, aus den Modehäusern und Dekorationsstuben kam nur noch ein hartnäckiges Aufrechterhalten, ein pastellfarbener Abklang, die Kälte hatte gewonnen, die Rentner das Regiment uebernommen.” // “Ich für meinen Teil verteidige lieber die chemischen Gerüche gegen den Terror des Natur-Gestanks und beantworte damit auch gerne vorab bereits die Frage, ob ich als Schwuler vielleicht einfach keinen Sinn für weibliche Düfte habe: Nein, ich finde auch stinkende Männer einfach nur zum Kotzen!” // “Dass die Tiere erst sterben mussten, um ein sinnliches Gefühl bei uns hervorzurufen, sei es auch ganz unschuldig taktil, ist absolut in Kauf zu nehmen.” // “Aber leider ist bei der groß angekündigten Vewandlung eines Provinzbahnhofes in einen Eurobahnhof (die ICEs von und nach Paris halten hier) wieder nur ein Provinzbahnhof herausgekommen. Dafür aber einer mit Aufzügen.” // “Die profansten Graffiti werden fotografiert – hier in Berlin ist schließlich alles und jeder irgendwie Kunst und wer das nicht so sieht, wäre eben doch besser nach München gegangen.”
Mrz
28
2008Ich spar 55 Cent und wir alle Milliarden

“…und sicher finanziert” – Foto © Lars TrebingVor ein paar Tagen habe ich vom Münchner Kreisverwaltungsreferat ein Briefchen bekommen. Ich könnte da an einem Bürgerentscheid teilnehmen. Ginge darum, zu erfahren, ob ich zustimme, dass die Stadt München alle Möglichkeiten ausschöpfe, einen geplanten Hightech-Zug zu verhindern, der sehr teuer, verkehrstechnisch sehr fragwürdig und sehr laut vom Hauptbahnhof zum Flughafen fahren würde.
Heute hab ich von meinem noch nicht abgeschickten Antwortschreiben die Briefmarke entfernt. Das Porto kann ich mir sparen, denn der veraltete (1934 patentierte) Rohrkrepierer Transrapid wird nicht gebaut. Das freut. Noch mehr gefreut hätte mich, wenn Beckstein und Huber an der ungeliebten Stoiber-Erblast festgehalten und darüber die absolute Mehrheit bei der kommenden Landtagswahl verloren hätten. Das wär mir 55 Cent wert gewesen. Mindestens.
Mrz
25
2008Schöner stehen in der 1. Klasse

Ein Glück haben die das mit den Stehplätzen erwähnt.
Ich hätte mich sonst glatt reingestellt.Mrz
23
2008Vielleicht doch lieber nach Ibiza
Hey Deefster,
war letztes Jahr auf der Loveparade und wir können dieses Jahr auch gerne hingehen, falls ich da nicht irgendwo im Urlaub bin. Ist aber mehr peinlicher Partykarneval als angenehmer Tanzevent und besonders das Ruhrgebiet dient als Anziehungspunkt für jegliches Gesockse, welches Scooter als Techno und Dr. Motte als Papa ansieht. Da sieht man die Leute, vor denen ich Angst habe und wegen denen ich elektronische Musik solange verteufelte. Auch die berüchtigten Leuchtwesten und rosa Fellstiefel gibt’s da noch. Zum Besaufen reicht’s aber und wenn man sich an den richtigen Wagen hängt, ist selbst die Musik angenehm…
Mrz
23
2008Wir warteten schon mit Haldol und Segufix
“Du willst dir die Mandeln rausholen lassen? Ich hab oft Patienten frisch nach der OP auf Station. Ist komisch, am Geruch vom Atem merkt man schon, ob sie gleich Blut spucken oder nicht.” // “Ich habe eben erst deine SMS gelesen. Du Schlampe!” // “Ich unterstelle dir einfach bei allem, was du sagst, fiese Hintergedanken.” // “Ich werde nie verstehen, warum ein Teil der Schwulen diese Proletenpartymusik toll findet.” // “Ja, wenn du das möchtest, kann ich ihr nochmal sagen, dass du die unumschränkte Herrin meiner Hose bist.” // “Sie war vollkommen normal und kooperativ. Aber nachts ging’s dann los. Wahn, Angst, keiner konnte sie beruhigen. Sie floh zu Fuß zur Polizei. Doch die – von uns telefonisch informiert – brachte sie postwendend zurück. Wir warteten schon mit Haldol und Segufix.”
Mrz
23
2008I’m dreaming of a white Easter
Mrz
22
2008A Zen snack above the clouds

Hier sehen wir den Abendessen-Bausatz von Adria Airways, Sloweniens schnuckeliger Fluglinie. Nach einer Rationalisierungsmaßnahme ist mittlerweile auch das Getränk (Leitungswasser im Joghurtbecher) mit im In-Flight-Meal-Package, was den Getränkewagen spart.
Jedesmal wenn ich das (zumindest teilweise) esse, vesuche ich mich mit dem Spruch aus der Schachtel in Stimmung zu bringen: “A Zen snack above the clouds. My journey is my window on the world. My desire is my attitude towards the world. My passion is not of this world. My yearning is the whole world. I wish myself a bon appétit!”
Bei Spiegel Wissen erfahre ich, dass japanische Samurai “mit Zen lernten, nicht mehr am Leben zu hängen und dem Tod furchtlos zu begegnen”. Funktioniert bei mir irgendwie nicht.
Mrz
20
2008Die Top-3 der Falschbezeichnungen
3.) “Glückskonserve”
2.) “Gefühlskrüppelkonserve”
1.) “Gefühlskanone”
Update (25.03.09): Auch schön: “Gefühlloskonserve”.
Mrz
19
2008Ein langweiliger Tag. Bis Gott anrief.
Hallo?
Deef, hier ist Gott.
Wer?
Du glaubst nicht an mich, ich weiß. Wie kann ich dir beweisen, dass ich es bin?
Ich hätte gerne drei Wünsche frei.
Wir sind nicht in einem Märchen.
Wenn Gott anruft, sind wir’s.
Ich will dich aber nicht mit Wünschen bestechen, sondern dir einen Beweis meiner Existenz liefern.
Wie wär’s mit Weltfrieden? weiterlesen »Reklame:
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