• Airens STROBO gelesen von Deef - alle Lesungstermine hier
Apr
29
2008
5

Grand Theft Auto IV: Releaseday

Das PS3-GTA4-Bundle - Foto von Deef

Nach vier erfolglosen Kaufversuchen in verschiedenen Münchner Läden trete ich an den Verkaufstresen von Gamestop im PEP:

“Hallo. Habt Ihr…”
“Ja.”
“Und habt Ihr es auch als…”
“Bundle, ja.”
“Nehm ich.”
“Klar.”

Ich bin ein Fanboy, ein Releasedayzocker. Yes! Holy Killerspiel, I got you and I’m ready to party!

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Apr
27
2008
4

Protokoll eines Samstags

Party - Foto von Deef
Party in Meister Eders Werkstatt – Foto von Deef
 

Nur ein bisschen verschlafen. Schnelles Frühstück bei Häagen-Dazs am Hauptbahnhof. Um die Geschmacksintensität des New-York-Cheese-Cake mit Himbeersauce zu beschreiben, müsste man ein neues Wort erfinden. Diabetiker fallen schon ins Koma, wenn sie nur dran schnuppern. Ich nehme die S5 und komme noch rechtzeitig zum Wii- und Xbox-Zocken mit Freunden in Gilching. In einem Spiel versuchen wir zu dritt eine Stadt von Terroristen zu befreien. Wir sehen sowas von kein Land. Jedesmal wenn einer von uns den virtuellen Tod erleidet, zitieren wir die kaputtesten Berliner Comics. Weia, Weia, Stulle. Au Backe, Didi.

Warte danach auf dem Bahnsteig auf die S-Bahn, die mich zurück in die Zivilisation bringt. Augustiner in der Hand, Kippe im Mund, Stöpsel im Ohr, Electro im Kopf, Sonne im Gesicht. weiterlesen »

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Apr
24
2008
3

Gespräch mit Dealer

“Momant amal, i geh kurz ans Telefon”, sagt er und hebt ab.

“Ja?… JA, SERVUS MICKIE, dasdus überhaupts noch lebst!… Ja? Ja, i tät was nehmen. Ja, eigentlich bräucht ich sogar ganz dringend was… Des war gut’s letzte Mal. Aber des Psychodelische geht net so gut weg, wie des was richtig rockt… Na wie immer. Des können wir stückweise abrechnen oder per Kilo. Je nachdem wie gut das die Ware is…. Also schau amal und dann bringstes vorbei, gell?… Ja, merci, servus!”

Der Plattendealer dreht sich wieder zu mir und sagt: “Jaja, der Mickie, der grast immer die Flohmärkte ab. Und was hast Du anzubieten?”

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Apr
18
2008
6

Immer das gutschie-gutschie mit die Viecher

Mir ist dieses Rumgeknute und -geflocke um Eisbären und sonstiges kurzzeitig süß aussehendes Raubtierkroppzeug zutiefst zuwider. Klar mag ich auch Tiere. Aber doch bitte nicht die animalischen Pendants zu den No-Angels, die von den Zoo-Event-Managern wie schnelllebige Popstars vermarktet werden.

Wenn ich als Kind im Zoologischen Garten zu Berlin war, dann faszinierten mich zwei Dinge: das Nachttierhaus, von dem ich immer dachte, Graf Zahl wohne hier. Und der Schaukasten neben dem Seelöwenbecken, in dem die Gegenstände gezeigt wurden, die man verstorbenen Wassersäugern aus den Mägen geholt hatte: Matchbox-Autos, Schlüssel, Taschenmesser, Glasscherben…

Mutti musste mich immer wieder hinführen – ich verweigerte den Streichelzoo. Auch heute geh ich abseits des Mainstrams und favorisiere die Underdogs. So wie das richtig schön hässliche Leipziger Schuppen-(what the fuck?!)-Tier. Gesehen bei Heldenstadt. Das wäre doch ein lässiger Nachfolger für Voi Nam, den kleinen, von Erfolg und Fernsehkarriere verwöhnten und deshalb sicher total arroganten Leipziger Elefanten.

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Apr
17
2008
6

Widerliches Glück

“Du hörst nur ‘B5 aktuell’? Sooo siehst duuu auch aus.” // “All inklusive Urlaub nervt. Da muss man die Kohle durch den ganzen Frei-Alk wieder reinsaufen.” // “Ich schlafe schon wieder mit einem Ex. Zu meiner Verteidigung: bei Exfreunden weiß man immerhin, was man bekommt.” // “Das ist das Tolle an Zeitreisen. Man fängt was an, kommt Jahre später wieder und alles ist fertig.”// “Die müssen mal richtig rund gemacht werden. Totaler Einlauf. Dafür brauche ich dich.” // “Mir geht’s NICHT super. Ich wurde verlassen, bin überarbeitet, chronisch unterfickt und alle Freunde sind verliebt und haben keine Zeit für mich.” // “Ich bin am Wochenende in München, um Freunde zu treffen, die keine Zeit hatten, an meinem Geburtstag meine Wohnung zu verwüsten.” // “Was bist du? GLÜCKLICH?!… Das ist ja widerlich!”

Bei den Aussagen in der Kategorie Dialogfetzen ist es der Phantasie des Lesers überlassen, sich die Szenen und Personen, die zu dem Sätzen passen, vorzustellen. Sofern nicht anders vermerkt, bleibt es völlig offen, ob Deef der Angesprochene, der Sprecher, der unbeteiligte Zuhörer oder dreister Erfinder dieser Sprüche ist.

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Apr
16
2008
5

Street Kings

L.A. Confidential spielt im Polizeisumpf vom Los Angeles der 50er Jahre und ist hochgradigst besetzt. Einer der besten Hollywoodfilme der 90er. Ein zeitloses Meisterwerk.

Street Kings spielt im heutigen Polizeisumpf von Los Angeles, ist – wenn man Keanu Reeves und Forest Whitaker mag – ordentlich besetzt, aber absolut grauenhaft. Ein oberflächlicher, vorhersehbarer, unspannender, von drögen Ballerszenen beherrschter Abklatsch. Reine Zeitverschwendung auch nur ein weiteres Wort darauf zu verschwenden.

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Apr
14
2008
11

Nachtlinie mit Josef Hader

Josef Harder - Foto von Marc
Josef Harder – Foto (c) Marc

Ich kannte Josef Hader aus den Wolf-Haas-Verfilmungen “Komm süßer Tod” und “Silentium”, in denen er die perfekte Besetzung für den Migräne-Detektiv Simon Brenner gibt. Aber der 56 46jährige aus Österrreich ist vor allem ein erfolgreicher Kabarettist, der mit seinem Programm “Hader muss weg” gerade von Bühne zu Bühne tingelt.

Von diesem Programm und dem nächsten Wolf-Haas-Film “Der Knochenmann” erzählt er in der Talksendung “Nachtlinie” vom Bayerischen Rundfunk. Das besondere daran: Moderator Andreas Bönte interviewt seine Gäste stets in einer Trambahn, die durchs nächtliche München rattert. Es ist sehenswert, ich war bei der Aufzeichnung dabei.

Nachtlinie im Bayerischen Dritten, Donnerstag, 17.04.2008, 23:40 Uhr

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Apr
14
2008
6

Mario Kart Wii

Mario Kart Wii - Foto von Deef

Das Wichtigste zuerst: Das neue Mario Kart ist ein Muss für jeden Wii-Besitzer. weiterlesen »

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Apr
14
2008
2

Über das allgemeine Beschwichtigungsgeschwätz gegenüber Homophobie

Schon ein paar Wochen alt, aber immernoch sehr richtig: Jan Feddersen in der taz [via].

“Voll schwul” – “ist doch schwul” – “schwul, ey”, das sind die Floskeln, mit denen jeder bedacht wird, der den machohaften Wahrnehmungen dieser Straßenjungmänner nicht nahe kommt. (…) Wer glaubt, es sei nicht so gemeint, will den hassenden Inhalt nicht sehen und verkleidet Verständnis für die armen Jungs in sozialpädagogische Rhetorik. Im wahren Leben ist es alles eben so gemeint. Und würde die Vokabel nicht schwul, sondern jüdisch lauten, wäre das Geschrei groß.

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Apr
12
2008
17

Was man vom Makler nicht hören will

“Die Wohnung ist praktisch schon vergeben.”

“Können Sie sich die Miete überhaupt leisten?”

“Komisch, der Schlüssel passt ja gar nicht.”

“Wenn Sie die Anzeige aufmerksam gelesen hätten, wüssten Sie, dass die Wohnung Teppichboden hat.”

“Also die Vermieterin hätte lieber einen Festangestellten.”

“Das müssen Sie verstehen, dass – wenn überhaupt – Sie die Wohnung ab nächster Woche mieten müssen. Der Vermieter hat ja Kosten, gell.”

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Apr
10
2008
6

Abteilung modernes München

Bier to go - Foto von Deef

Hier gibt’s a Halbe “To go”.

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Apr
07
2008
6

Beim Pinkeln beobachtet

Klotür mit Guckloch - Foto von Deef

Bei dieser Lesung im Berliner Ori ist es passiert. Man las, lauschte, trank und nutzte die Möglichkeiten der Raumarchitektur. Ein Guckloch in der Tür des Unisex-WCs machte es möglich.  Bomec  schaute, Glam  verhinderte und ich  hatte einen so intensiven Rotflash, dass ich das Loch in der Tür gar nicht bemerkte… weiterlesen »

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Apr
07
2008
4

Das war die Re:publica 2008

Ein paar Worte zur Blogger/Internet/Digi-Lifestyle-Tagung Re-publica, derentwegen ich letzte Woche nach Berlin flog. Im Deutschland Radio Kultur hörte ich ein Interview, in dem sich der Moderator vor der Hörerschaft und dem interviewten Markus Beckedahl, einem der Re-publica-Organisatoren, lächerlich machte: “Ich hab ja gerade mal eben in Ihr Programm geschaut. Blogs contra echten Journalismus ist eines Ihrer Themen, wie ist denn da der Stand der Dinge?” Solange es solche Fragen gibt, ist es schon allein aus medienpädagogischen Aspekten sinnvoll, Re-publicas zu veranstalten. weiterlesen »

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Apr
06
2008
0

Nach der Heimkehr

Reise, Reise - Foto von Deef

Also ungeduscht ins Münchner Bett. Den Großstadt-Schmutz, das Haarfett und den Berghain-Schweiß hatte ich noch in Berlin fortgewaschen. Aber das Post-People-, Post-Party-Gefühl – pelzig, wie eine betäubte Lippe, aber unlokalisierbar in den Eingeweiden vergraben – kam mit unter die Decke, die ich jetzt hochziehe. Mein Großhirn soll mal bis zum Reboot ans vegetative Nervensystem übergeben. Gehirn-Feinwäsche. Und dann sehen, was bleibt. Merke ich mir, dass ich weniger zitieren wollte?

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Apr
02
2008
4

Wenn du einen BTM-Eintrag hast, machen wir Leibesvisitation

“Es reicht schon, wenn ICH schwierig bin.” // “Ich steh einfach auf so riiiiichtige Bitches: aufgestylt, Röckchen und gerne Osteuropa. Das geht mir viel mehr ab als diese deutschen Ökostudentinnen.” // “Meine Mutter hat erfahren, dass ich schwul bin, weil sie einen Koffer von mir ausgepackt hat, den ich am Flughafen zurücklassen musste. Da war ein Foto drin, auf dem ich mit einem Freund knutsche. Mein Vater sagte, sie hat drei Tage geweint.” // “Ich habe mir eben mit meinem Trockenrasierer beinahe die Kehle aufgeschlitzt. Es ist einfach lebensgefährlich, mir Elektrogeräte in die Hand zu geben.” // “Du hast zu mir gesagt, ‘du darfst mich küssen, aber verlieb dich bloß nicht in mich’. Es hört sich ein bißchen egoistisch an, aber ich finde es auch romantisch.” // “Wenn du einen BTM-Eintrag hast, machen wir Leibesvisitation. Dürfen wir zwar eigentlich nicht nur wegen dem Eintrag machen, aber dann hast du dich eben verdächtig verhalten oder deine Pupillen waren komisch. Irgendwie lässt sich das immer begründen.”

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