

Morpheus hatte gute Erfahrungen damit gemacht, neue Crewmitglieder über ein kleines Quiz zur Mülltrennung zu casten. Nur bei Neo bezweifelte er, ob der sich mit Recycling wirklich gut auskennen würde und wich auf die Frage mit den Pillen aus.
Das Leben von Hildegard Knef oder zumindest den Teil von den 40ern bis in die 60er Jahre erzählt das Biopic Hilde. Heike Makatsch brilliert in der Hauptrolle und auch die anderen Parts sind gut besetzt und gespielt (in einer Nebenrolle Roger Cicero als Pianist). weiterlesen »
Im Moment geistert der sogenannte “Kölner Aufruf gegen Computergewalt” durch die Medien. Sein Inhalt ist hier als pdf und dort in der Aachener Zeitung nachzulesen. Der “Kölner Aufruf” ist in aggressivem Ton verfasst und wirft seinen Kritikern pauschal Korruption vor:
“Über 3500 empirische Untersuchungen belegen den Zusammenhang zwischen dem Konsum von Mediengewalt und gesteigerter Aggressivität. Wissenschaftler, die dies leugnen, machen sich zu Komplizen und sind Profiteure des militärisch-industriell-medialen Komplexes, denn deren Institute erhalten umfangreiche finanzielle Unterstützung der Games-Industrie.”
Prof. Dr. Norbert Neuß, der Vorsitzende der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK), weist die Vorwürfe zurück und kommentiert den “Kölner Aufruf”, siehe hier und dort.

In der “Killerspiel”-Debatte kommen die Fans von Videospielen kaum zu Wort. Um das zu ändern, schlage ich einen offenen Brief an Medien, Politik und Eltern vor. Ich lade jeden Videospielfan ein, den Text zu nehmen, wie gewünscht anzupassen und mit seinem Namen weiterzuverbreiten.
Vorschlag für einen offenen Brief von Videospielfans an Medien, Politik und Eltern zur “Killerspiel”-Debatte weiterlesen »

Kunst im Münchner Lyrikkabinett von Saul H. Margules
Missmutig nach hinten schauen, unbeirrt nach vorne schreiten und alles ohne Rückrat. Simpel, lakonisch, faszinierend.
“Meine Tochter hat eine Behinderung. Sie hat einen IQ von 140.” // “Iiiiih! Ich hab die Tastatur vollgeblutet!” // “Was ist das denn? Nahaufnahmen aus der Nasszelle?” // “Die Katze vermisst dich übrigens aufrichtiger als ich. Sie sitzt seit Tagen nur auf deiner Decke und haart sie voll.”// “Eine Frau die ‘Puller’ sagt, hat aber auch ne ‘Möse’.” // “Ich hatte mir jemand vorgestellt, der Mitte 20 ist und eine Britpopfrisur hat. Aber du siehst auch ganz nett aus.” // “Ne, mein Telefon geht, ich bin nur nicht rangegangen – weil ich schau fern. Außerdem dachte ich, es wäre meine Mutter.” // “Warum willst du tanzen? Um abzunehmen?” // “Was ich mache? Ich rauche eine Rückfallzigarette. NUR um zu wissen, warum ich aufgehört habe.” // “Wahre Schönheit kommt von innen. Sagen zumindest die Häßlichen.” // “Was ich studiere? Ähm… ich mache gerade mein Abi.” // “Die Erde ist eine Scheide.” // “Ich finde das steht Männern nicht. Sieht aus, wie nackter Regenwurm.” // “Meine linke Titte juckt … Und sag jetzt nicht ‘probiers mal mit Waschen’, du Nazi!” // “Soll ich deine Zahnbürste eigentlich wegschmeißen?”

Ich vermute, die Werbeagentur der Bahn setzt auf die Neugier der Menschen. So ein uuuunbändiges Verlangen, welches immer Auftritt, wenn man einen Brief der Bahn im Briefkasten findet. Der BAHN! Natürlich reißt man ihn sofort auf, um zu erfahren, was einem das beliebteste Transportunternehmen Deutschlands schickt. Neue Bahncard-Schnäppchen? Einen Gutschein für ein pappiges Mitropa-Brötchen? Schaffnerinnen-Titten-Bilder?
Ich vermute all das, weil ich heute einen werbeagenturmäßig voll durchoptimierten Brief der DB Fernverkehr AG erhielt. Ein leeres Blatt mit dem Hinweis “Erst ins Licht halten, dann im Dunkeln lesen”. Vor Neugier platzend machte ich die Faxen brav mit, Leuchttinte wurde leserlich und offenbarte einen Werbetext über…
…Nachtzüge. Ich bin sehr enttäuscht. In der Hinsicht sehr zuverlässig die Bahn.

Vor 50 Jahren wurde das Theater 44 in Schwabing gegründet, dieses Jahr schließt es. Das letzte Stück, welches im Keller der Hohenzollernstraße 20 von Horst A. Reichel inszeniert wird und heute Premiere feiert, ist Jean-Paul Sartres “Geschlossene Gesellschaft“.
Ein intensiver Einakter mit drei (un-)toten Protagonisten. Das Stück spielt nur in einem Raum, der die Hölle symbolisiert, die wir uns selbst bereiten. Ich habe die Generalprobe gesehen – empfehlenswert.
Der beste Beitrag zur aktuellen Killerspieldebatte kommt von der taz. Peng.
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