Mai
15
2011
1

Der Vergrämer berichtet aus der Anstalt

Werbetexter, Autor, Vorleser: Jan-Uwe Fitz macht viel und vieles erfolgreich: Fast 30.000 Follower versammelt er als @Vergraemer bei Twitter, seine regelmäßigen Jour Fitz-Lesungen mit Autoren und Webpersönlichkeiten sind bestens besucht. Jetzt hat er mit “Entschuldigen Sie meine Störung” seinen ersten Roman vorgestellt und liest daraus am 31. Mai 2011 in München.

Das sagt der Dumont Verlag über das Buch:

Jan-Uwe Fitz’ Erzähler ist völlig gestört, und das muss anders werden. Verfolgen Sie seinen Weg in die Anstalt und wieder zurück – auf ein paar Verfolger mehr kommt es bei einem Paranoiker ohnehin nicht an. Erfahren Sie alles über eine Welt, in der die Irren regieren – auf beiden Seiten. Stimmen Sie ab, wenn es wieder heißt: »Deutschland sucht den Super-Depri«!

Jan-Uwe Fitz war tatsächlich in einer Nervenklinik. Nur so konnte er den Anstaltsroman schreiben, den diese Zeit verdient. ›Entschuldigen Sie meine Störung‹ ist ein wahnsinnig komisches Antidepressivum. Lassen Sie sich von Fitz die Tassen einzeln aus dem Schrank räumen!

Partnerlink:

Jan-Uwe Fitz liest aus “Entschuldigen Sie meine Störung”
Dienstag, 31. Mai 2011 ab 20 Uhr, Eintritt: 6,-€
Bar Niederlassung, Buttermelcher Str.6. München, 089/32600307
Vormerken bei Facebook

Geschrieben von Deef in: Lesungen | Tags: , , , , , , |
Mai
12
2011
0

Friseursalonnamen aus der Hölle – Part 60

KreHAARtiv in Bochum - Foto © Katti

KreHAARtiv in Bochum – Foto © Katti

Geschrieben von Deef in: Fotos und Videos | Tags: , , , |
Mai
10
2011
6

Sieben “Osama-Optionen” der USA

Dynamit an einer Münchner Hauswand - Foto von Deef

Man kann die tödliche Aktion gegen Osama bin Laden unter verschiedensten Gesichtspunkten betrachten: politischen, menschenrechtlichen, spieltheoretischen usw. Viele fragen sich, was darf Staatsräson oder was muss sie dürfen?

Ich finde noch eine andere Überlegung interessant: Welche Optionen hatten die USA und wie wären diese Szenarien von Fürsprechern und Kritikern bewertet worden? Was geschah und sechs weitere Gedankenspiele: weiterlesen »

Mai
10
2011
2

Die wirkliche Welt

Stencil Street Art in München - Foto von Deef

“Wir haben ihn in unser wunderschönes Wellnessressort auf Kuba eingeladen, aber dann hat er meinem Kollegen die Waffe entrissen und sich…” // “Duht Sie störe, dass i’ im Abteil telefonier?” “Im Prinzip nein. Nur Ihr Dialekt. Weisch?!” // “In was für einem Regierungssystem leben Sie?” “Demokratie” “Und was trendet bei Ihnen?” “Vorratsdaten. Zensur. Jugendarrest. Vergeltung…” //  “Eine Zeitung, der Herr?” “Gewiss. Haben Sie SZ? FAZ? Tagesspiegel? Taz?” “Nur die Welt Kompakt.” “Moment, Sie sagten doch Zeitung oder?” // “He! Zugführer! Wo issn hier die nerdste Klasse?” “Haben Sie denn die Nerdcard 50?” “Logan, Alter!” // “Und wie findest du Twitter so?” “Obwohl es dem traditionellen deutschen Lebensmotto ‘Fresse halten, Steuern zahlen’ widerspricht, ganz gut” // “Genieße Deine Zeit.” “Da ist nichts, wofür der Gott der Biomechaniker dich in den Himmel lassen würde.” // “LEUTE, SCHNELL! Ein abwertendes Adjektiv für einen Style!” “Flott.” “Frech.” “Pfiffig.” “Gott, Ihr müsst immer gleich übertreiben…” // “Männer sind so grausam. Jetzt wird den Frauen auch noch von den Schwulen der Look ‘Fielmann-Brillen-Lesbe’ weggenommen.” // “In welchem Film hättest du gern mitgespielt?” “Eiskalte Engel.” “Welche Rolle?” “Alle.” // “Wann kauft Twitter eigentlich Myspace?” “Wen?” // “Die nehm ich mal unter die Hupe.” // “Wie war der PoetrySlam?” “Gut wie immer. Rapper reimten, Schreihälse schimpften + am Ende gewann ein Deutsch-LK-Mädchen mit nem Emogedicht” // “This is like Gilligan’s Island meets Ground Hog Day. In hell.” // “Sei froh, dass du mich noch nicht geil erlebt hast” “Bin ich. Du Monster. Ich liebe dich.” “Ach, als ob so eine männliche Nympho-Bi-Schlampe wie Du wüsste, was das für ein Wort ist! Haste in Deiner GALA gelesen, was?” //  “Was für eine Welt ist das?” “Die Wirkliche.”

Geschrieben von Deef in: Der ganze Rest | Tags: |
Mai
05
2011
19

Ein Herz für Selbstdarsteller

Stencil Street Art in München - Foto von Deef

Sie sind in den Medien, auf Konferenzen und im überall Netz: zur Marke gewordene Internetpersönlichkeiten. Ihre heftigsten Kritiker werfen ihnen Eitelkeit und Geltungssucht vor. Ist das berechtigt? Und wenn: na und?

Es gab diese Zeit, da lernten Kinder erst laufen und sprechen, dann still sitzen und den Mund halten. Als ich Ende der 70er im Kindergarten und Anfang der 80er in der Grundschule war, begann sich eine bessere Erziehung durchzusetzen: Kinder wurden neuerdings nach ihrer Meinung gefragt und sollten sich kreativ austoben. 30 Jahre danach sind die Kinder dieser und späterer Jahrgänge erwachsen und ein Teil von ihnen schreibt das Internet voll. Ein paar davon sind mit ihren Veröffentlichungen so erfolgreich geworden, dass man sie auch offline kennt.

Kreative Selbstvermarkter haben sich von der Medienkonsumentencouch erhoben. Jedes 68er-Lehrerkollegium und Bert Brecht, der sich schon vor über 80 Jahren Bürger als sendende Medien wünschte, würden sich freuen. Manche andere sind dagegen genervt und wütend. So ist z.B. unter einem jetzt.de-Artikel über Internetmenschen der Kommentar zu lesen, das seien „irrelevante Zivilversager“, die nur „Selbstbeweihräucherung“ betrieben. weiterlesen »

Mai
03
2011
0

Overstylte Friseursalonnamen – Part 59

Ecoist in Köln - Foto © Annika

Ecoist in Köln – Foto © Annika

Geschrieben von Deef in: Fotos und Videos | Tags: , , |

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