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	<title>Kommentare zu: Axolotl Roadkill: Ein Gespräch über Reaktionen</title>
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	<description>Hörbücher, Lesungen und Spieltrieb</description>
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		<title>Von: nahascha</title>
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		<dc:creator>nahascha</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Feb 2010 13:35:53 +0000</pubDate>
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		<description>gez-helene-kultur-heineken-fernsehen-hegemann-techno-berghain-strobo-koks-schmidt-gruppenzwang-airen-arschlochkinder
nun ist jeder reich bedient worden, in welcher hinsicht auch immer.
vielleicht hilft diese ganze show dabei, bewusst zu machen, dass der titelheld vom aussterben bedroht ist. wohl in freier wildbahn.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>gez-helene-kultur-heineken-fernsehen-hegemann-techno-berghain-strobo-koks-schmidt-gruppenzwang-airen-arschlochkinder<br />
nun ist jeder reich bedient worden, in welcher hinsicht auch immer.<br />
vielleicht hilft diese ganze show dabei, bewusst zu machen, dass der titelheld vom aussterben bedroht ist. wohl in freier wildbahn.</p>
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	<item>
		<title>Von: CopyCat</title>
		<link>http://www.gefuehlskonserve.de/axolotl-roadkill-ein-gespraech-ueber-reaktionen-09022010.html/comment-page-1#comment-7031</link>
		<dc:creator>CopyCat</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Feb 2010 09:50:11 +0000</pubDate>
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		<description>nervt es mich.

Die Aussagen aller Mitglieder der Piraten-Partei hier sind noch mehr zum Kotzen, als der dreiste Diebstahl des geistigen Eigentums samt optimaler nachfolgender Kommerzialisierung.

Es ist so dermaßen inspirierend, das Plagiat relativieren zu wollen, dass ich gerade dabei bin, Goethe abzuschreiben und es unter Goedhe verkaufen zu wollen. Sieht jetzt ganz anders aus oder?

Hier mal die Stellen in der FAZ, um die es geht, samt Interview des Schriftstellers. Es verdient keine zweite Chance, das abgebrühte Pseudo-Kreativ-Ding, das sich ja erwiesenermaßen Strobo auch noch gekauft hat. Der Papa hat es bestellt. Aus der Kleinen sollte ja mal was werden.

http://www.faz.net/s/RubD3A1C56FC2F14794AA21336F72054101/Doc~E88A9CA72ADE445F390437D064F10C598~ATpl~Ecommon~Scontent.html</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>nervt es mich.</p>
<p>Die Aussagen aller Mitglieder der Piraten-Partei hier sind noch mehr zum Kotzen, als der dreiste Diebstahl des geistigen Eigentums samt optimaler nachfolgender Kommerzialisierung.</p>
<p>Es ist so dermaßen inspirierend, das Plagiat relativieren zu wollen, dass ich gerade dabei bin, Goethe abzuschreiben und es unter Goedhe verkaufen zu wollen. Sieht jetzt ganz anders aus oder?</p>
<p>Hier mal die Stellen in der FAZ, um die es geht, samt Interview des Schriftstellers. Es verdient keine zweite Chance, das abgebrühte Pseudo-Kreativ-Ding, das sich ja erwiesenermaßen Strobo auch noch gekauft hat. Der Papa hat es bestellt. Aus der Kleinen sollte ja mal was werden.</p>
<p><a href="http://www.faz.net/s/RubD3A1C56FC2F14794AA21336F72054101/Doc~E88A9CA72ADE445F390437D064F10C598~ATpl~Ecommon~Scontent.html" rel="nofollow">http://www.faz.net/s/RubD3A1C56FC2F14794AA21336F72054101/Doc~E88A9CA72ADE445F390437D064F10C598~ATpl~Ecommon~Scontent.html</a></p>
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	<item>
		<title>Von: Bellavista</title>
		<link>http://www.gefuehlskonserve.de/axolotl-roadkill-ein-gespraech-ueber-reaktionen-09022010.html/comment-page-1#comment-7003</link>
		<dc:creator>Bellavista</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Feb 2010 22:54:02 +0000</pubDate>
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		<description>Originalität gibt’s sowieso nicht, nur Echtheit.
- Helene Hegemann

Authencity is invaluable, Originality is non-existent.
- Jim Jarmusch

Click this: http://markmalazarte.com/jarmusch/

So langsam nimmt es absurde Züge an.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Originalität gibt’s sowieso nicht, nur Echtheit.<br />
- Helene Hegemann</p>
<p>Authencity is invaluable, Originality is non-existent.<br />
- Jim Jarmusch</p>
<p>Click this: <a href="http://markmalazarte.com/jarmusch/" rel="nofollow">http://markmalazarte.com/jarmusch/</a></p>
<p>So langsam nimmt es absurde Züge an.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: chSchlesinger</title>
		<link>http://www.gefuehlskonserve.de/axolotl-roadkill-ein-gespraech-ueber-reaktionen-09022010.html/comment-page-1#comment-6994</link>
		<dc:creator>chSchlesinger</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Feb 2010 19:17:37 +0000</pubDate>
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		<description>Roald Dahl hatte die Vision eines automatischen Grammatisators. Ein Programm, das aus wenigen Vorgaben einen Roman produziert. &quot;Jugendlich, rotzig, drogensüchtig&quot;, schon fließen Sätze über den Monitor, hunderte, tausende.
Gespeist wird der Grammatisator mit allem, was jemals auf dem Buchmarkt erschienen ist. Ein Königreich geistigen Eigentums, aus welchem der Grammatisator Millionen Phrasen extrahiert. Lückentexte, die sich beliebig füllen lassen. Wobei der Grammatisator erkennt, dass ein wichsender Jesus Christus wenig Sinn ergibt, mag er im Feuilleton auch für Begeisterung sorgen.
Helene Hegemann erscheint mir als fleischlicher Grammatisator, der jeden Tag mit Textmarkern melancholisch expressionistische Kunstwerke ausmalt. Noch zehn Jahre Realitätsflucht in ausgeprägte Lesesucht, und Helene Hegemann wird tausend Seiten &quot;Axolotl Roadkill&quot; montieren können, hundert Seiten Danksagung inklusive.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Roald Dahl hatte die Vision eines automatischen Grammatisators. Ein Programm, das aus wenigen Vorgaben einen Roman produziert. &#8220;Jugendlich, rotzig, drogensüchtig&#8221;, schon fließen Sätze über den Monitor, hunderte, tausende.<br />
Gespeist wird der Grammatisator mit allem, was jemals auf dem Buchmarkt erschienen ist. Ein Königreich geistigen Eigentums, aus welchem der Grammatisator Millionen Phrasen extrahiert. Lückentexte, die sich beliebig füllen lassen. Wobei der Grammatisator erkennt, dass ein wichsender Jesus Christus wenig Sinn ergibt, mag er im Feuilleton auch für Begeisterung sorgen.<br />
Helene Hegemann erscheint mir als fleischlicher Grammatisator, der jeden Tag mit Textmarkern melancholisch expressionistische Kunstwerke ausmalt. Noch zehn Jahre Realitätsflucht in ausgeprägte Lesesucht, und Helene Hegemann wird tausend Seiten &#8220;Axolotl Roadkill&#8221; montieren können, hundert Seiten Danksagung inklusive.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: oliver</title>
		<link>http://www.gefuehlskonserve.de/axolotl-roadkill-ein-gespraech-ueber-reaktionen-09022010.html/comment-page-1#comment-6976</link>
		<dc:creator>oliver</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Feb 2010 13:19:18 +0000</pubDate>
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		<description>ich verfolge den diskurs eher zufällig und klicke mich dabei durchs netz. spannend finde ich die frage was ist eigentlich die aufgabe oder besser die chance eines &quot;künstlers&quot;. sucht, zeigt oder plakatiert er die zustände der gesellschaft oder die zustände der gesellschaft innerhalb eines individuums oder die zustände die gesellschaft verursacht und übt er nicht in gewisser weise kritik von einem überhöhten standpunkt aus? also einem standpunkt der ausserhalb der normengruppen steht? 
was zeigt uns der &quot;fall&quot; hegemann? jeder tut was er tun soll. die kritiker arbeiten an der oberfläche, das kapital verdient so oder so, wir haben wieder fest zu stellen: es gibt eine neue generation, die wie alle vorherigen ruhig wird, wenn die kohle stimmt, etc. etc.
also nichts neues und eine menge medienwirkung für frau hegemann. ....und die werbung sagt dazu: &quot;negativ schlagzeilen sind fast so gut wie mundpropagand, es kommt nur darauf an wie sie verwertet werden&quot;
...wäre es eine geschichte oder ein roman, dann wäre es ein akzeptabler plot, wenn sich am ende herausstellen würde: frau hegemann ist nur die handpuppe eines spielers.
alles in allem ein kleines bühnenstück passend zu beuys badewanne oder den readymades. 
...und nun googelt mal schön.
@ frau hegemann - gut gemacht, aber nutzlos. ;-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>ich verfolge den diskurs eher zufällig und klicke mich dabei durchs netz. spannend finde ich die frage was ist eigentlich die aufgabe oder besser die chance eines &#8220;künstlers&#8221;. sucht, zeigt oder plakatiert er die zustände der gesellschaft oder die zustände der gesellschaft innerhalb eines individuums oder die zustände die gesellschaft verursacht und übt er nicht in gewisser weise kritik von einem überhöhten standpunkt aus? also einem standpunkt der ausserhalb der normengruppen steht?<br />
was zeigt uns der &#8220;fall&#8221; hegemann? jeder tut was er tun soll. die kritiker arbeiten an der oberfläche, das kapital verdient so oder so, wir haben wieder fest zu stellen: es gibt eine neue generation, die wie alle vorherigen ruhig wird, wenn die kohle stimmt, etc. etc.<br />
also nichts neues und eine menge medienwirkung für frau hegemann. &#8230;.und die werbung sagt dazu: &#8220;negativ schlagzeilen sind fast so gut wie mundpropagand, es kommt nur darauf an wie sie verwertet werden&#8221;<br />
&#8230;wäre es eine geschichte oder ein roman, dann wäre es ein akzeptabler plot, wenn sich am ende herausstellen würde: frau hegemann ist nur die handpuppe eines spielers.<br />
alles in allem ein kleines bühnenstück passend zu beuys badewanne oder den readymades.<br />
&#8230;und nun googelt mal schön.<br />
@ frau hegemann &#8211; gut gemacht, aber nutzlos. ;-)</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Deutscher Winter</title>
		<link>http://www.gefuehlskonserve.de/axolotl-roadkill-ein-gespraech-ueber-reaktionen-09022010.html/comment-page-1#comment-6965</link>
		<dc:creator>Deutscher Winter</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Feb 2010 09:40:17 +0000</pubDate>
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		<description>(@ Bataille:)
&quot;Ästhetisch interessant&quot; - das trifft mein Verhältnis zu Hegemanns derzeit halbgelesenem Roman vielleicht auch ganz gut, aber auch durch die Begleitumstände; ich bin andererseits schon etwas angeödet, ich werde die &quot;geile Scheiße&quot; jedoch zuendelesen. &quot;Interessant&quot; ist, was man noch nicht genauer kennt; bei &quot;interessant&quot; bleibt man nicht stehen. Wäre &quot;ästhetisch interessant&quot; allerdings das letzte Wort, dann wäre es ein vergiftetes Lob. &quot;Interessant&quot; bezeichnet eine distanzierte Position und ein Zurückbleiben hinter dem, was man sich von Kunst erhofft. &quot;Interessant&quot; ist unverträglich etwa mit &quot;Faszination&quot;, eigentich deutet schon &quot;ästhetisch interessant&quot; eine widersprüchliche Empfindung an. Und hier denke ich an Wittgenstein: &quot;Was hübsch ist, kann nicht schön sein.&quot;
Interessant finde ich den Jargon, den ich teils so nicht kenne, teils vom Hören her wiedererkenne, aber so noch nicht gelesen habe. Vom Inhaltlichen her gerate ich nach einigen Seiten Hegemann in einen Bewußtseinszustand ähnlich wie nach einem Splatterfilm; auch kann ich ihren Sätzen, genauer: der Zusammensetzung nicht folgen, das Buch kommt mir sehr zusammengewürfelt vor und ohne große Formanstrengung (daß es nicht mit dem Vorwort losgeht, macht noch keine Form), also im Gegensatz zu ihrer Selbstbeschreibung: mir ist das zu &quot;hingerotzt&quot;, nicht &quot;angestrengt&quot; genug in einem bestimmten Sinn. Man muß sich schon etwas Mühe geben, wenn man auf Schönheit (oder auch: Echtheit) zielt, das Echte ist nicht von selber da. Eine besondere &quot;Kohärenz&quot;, &quot;Komposition&quot; habe ich bisher nicht bemerkt. Wenn das Buch nicht schön sein will, bleibt noch die Ästhetik des Erhabenen...

Daß sich Hegemann auf die Katogrie des &quot;Echten&quot; beruft, kommt mir unglaubwürdig vor. Das müßten doch die anderen sagen. Oder was ist das für ein Echtes, an dem man ein Schild aufstellt: Hier, das Echte.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>(@ Bataille:)<br />
&#8220;Ästhetisch interessant&#8221; &#8211; das trifft mein Verhältnis zu Hegemanns derzeit halbgelesenem Roman vielleicht auch ganz gut, aber auch durch die Begleitumstände; ich bin andererseits schon etwas angeödet, ich werde die &#8220;geile Scheiße&#8221; jedoch zuendelesen. &#8220;Interessant&#8221; ist, was man noch nicht genauer kennt; bei &#8220;interessant&#8221; bleibt man nicht stehen. Wäre &#8220;ästhetisch interessant&#8221; allerdings das letzte Wort, dann wäre es ein vergiftetes Lob. &#8220;Interessant&#8221; bezeichnet eine distanzierte Position und ein Zurückbleiben hinter dem, was man sich von Kunst erhofft. &#8220;Interessant&#8221; ist unverträglich etwa mit &#8220;Faszination&#8221;, eigentich deutet schon &#8220;ästhetisch interessant&#8221; eine widersprüchliche Empfindung an. Und hier denke ich an Wittgenstein: &#8220;Was hübsch ist, kann nicht schön sein.&#8221;<br />
Interessant finde ich den Jargon, den ich teils so nicht kenne, teils vom Hören her wiedererkenne, aber so noch nicht gelesen habe. Vom Inhaltlichen her gerate ich nach einigen Seiten Hegemann in einen Bewußtseinszustand ähnlich wie nach einem Splatterfilm; auch kann ich ihren Sätzen, genauer: der Zusammensetzung nicht folgen, das Buch kommt mir sehr zusammengewürfelt vor und ohne große Formanstrengung (daß es nicht mit dem Vorwort losgeht, macht noch keine Form), also im Gegensatz zu ihrer Selbstbeschreibung: mir ist das zu &#8220;hingerotzt&#8221;, nicht &#8220;angestrengt&#8221; genug in einem bestimmten Sinn. Man muß sich schon etwas Mühe geben, wenn man auf Schönheit (oder auch: Echtheit) zielt, das Echte ist nicht von selber da. Eine besondere &#8220;Kohärenz&#8221;, &#8220;Komposition&#8221; habe ich bisher nicht bemerkt. Wenn das Buch nicht schön sein will, bleibt noch die Ästhetik des Erhabenen&#8230;</p>
<p>Daß sich Hegemann auf die Katogrie des &#8220;Echten&#8221; beruft, kommt mir unglaubwürdig vor. Das müßten doch die anderen sagen. Oder was ist das für ein Echtes, an dem man ein Schild aufstellt: Hier, das Echte.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Georges Bataille</title>
		<link>http://www.gefuehlskonserve.de/axolotl-roadkill-ein-gespraech-ueber-reaktionen-09022010.html/comment-page-1#comment-6958</link>
		<dc:creator>Georges Bataille</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Feb 2010 00:27:40 +0000</pubDate>
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		<description>Nach etwas längerem Nachdenken und dem Ansehen eines Interviews mit ihr auf NDR denke ich nun folgendermaßen (Achtung, wirklich postmoderner Scheiß):
-Das Buch &quot;Axolotl Roadkill&quot; ist an sich bestimmt ästherisch interessant und interessanter als so mancher anderer Debutroman
-Ich mache keinem zum Vorwurf, nicht selbst ein extremes Leben geführt zu haben, auch ihr nicht.
-Das Mädchen redet leider im Vergleich zu ihrem gut komponierten Text, der bestimmt auch mindestens 45 % Eigenkreationen beinhaltet, einfach nur Blödsinn und dass in einer Syntax und einem Jargon, den vielleicht 15jährige heute haben...
-Nach verlgeichenden Lektüreeindrücken (die gesamten Bücher durchzulesen, lässt mein Studium gerade nicht zu) sind es genau die Passagen von Airen, die das Buch &quot;sprachgewaltig&quot; bzw. faszinierend machen. Das ist auch kein Sampling oder Collageverfahren, das Buch ist dann doch so kohärent aufgebaut, dass das nicht stimmt. Ich befürchte, die gute Helene hat noch nicht einmal ein Buch von Kathy Acker oder William Burroughs gelesen. Sonst würde sie anders reden und denken.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nach etwas längerem Nachdenken und dem Ansehen eines Interviews mit ihr auf NDR denke ich nun folgendermaßen (Achtung, wirklich postmoderner Scheiß):<br />
-Das Buch &#8220;Axolotl Roadkill&#8221; ist an sich bestimmt ästherisch interessant und interessanter als so mancher anderer Debutroman<br />
-Ich mache keinem zum Vorwurf, nicht selbst ein extremes Leben geführt zu haben, auch ihr nicht.<br />
-Das Mädchen redet leider im Vergleich zu ihrem gut komponierten Text, der bestimmt auch mindestens 45 % Eigenkreationen beinhaltet, einfach nur Blödsinn und dass in einer Syntax und einem Jargon, den vielleicht 15jährige heute haben&#8230;<br />
-Nach verlgeichenden Lektüreeindrücken (die gesamten Bücher durchzulesen, lässt mein Studium gerade nicht zu) sind es genau die Passagen von Airen, die das Buch &#8220;sprachgewaltig&#8221; bzw. faszinierend machen. Das ist auch kein Sampling oder Collageverfahren, das Buch ist dann doch so kohärent aufgebaut, dass das nicht stimmt. Ich befürchte, die gute Helene hat noch nicht einmal ein Buch von Kathy Acker oder William Burroughs gelesen. Sonst würde sie anders reden und denken.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Deutscher Winter</title>
		<link>http://www.gefuehlskonserve.de/axolotl-roadkill-ein-gespraech-ueber-reaktionen-09022010.html/comment-page-1#comment-6953</link>
		<dc:creator>Deutscher Winter</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Feb 2010 21:45:34 +0000</pubDate>
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		<description>Daß sie erst 17 ist und was damit zusammenhängt und was nicht: Wäre der Roman echt, wäre er verbürgt durch Lebenserfahrung, in welcher Form auch immer transformiert und verändert, dann läge mit Axolotl Roadkill ein literarisches Zeitdokument vor, ein Stimmungs- und Haltungsbild der Nullerjahre aus Perspektive...undsoweiter. Das Alter, das Milieu, die Lebenswelt wären für die Bestimmung des Werts dieses Dokuments mitentscheidend.
Daß sie erst 17 ist, das mag teilweise auch zum nachsichtigen Verständnis ihrer moralischen Leichtfertigkeit, was das Kopieren, Abschreiben etc betrifft, ins Feld geführt werden.
Wo der Diskurs aber einer über Kunst ist, wo es, wie Maxim Biller schrieb, um &quot;unvergessliche Literatur&quot; gehen soll, sind 17 Jahre kein Argument für oder wider und keine Entschuldigung. Man bestaunt, was Mozart mit 12 Jahren, was Rimbaud mit 17 geschrieben hat, aber solche Werke gewinnen ihre Qualität ja gerade nicht durch das Alter des Autors. Man darf die harte Disjunktion wagen: Entweder etwas ist Kunst oder etwas ist keine Kunst. Wenn es Kunst ist, dann muß es einer Beurteilung ohne Ansehen der Person standhalten. Das Ästhetisch-Schöpferische, und gerade die Wunderkinder bestätigen es, ist, wie das Kunsturteil, transzendental und unabhängig vom Alter.
Diese Geschichte ist dagegen, wie schon gesagt wurde, vor allem ein Lehrstück über die Vermarktung, Käuflichkeit, Charakterschwäche oder mangelnde Urteilskraft eine ganzen Reihe von angesehenen Literaturkritikern angesehener Zeitungen; die Bestätigung vieler Wahrnehmungen, die ich lesend gemacht habe. Maßstäbe fehlen völlig in diesem &quot;unvergesslichen&quot; Geschwafel, und es ist fast beliebig, welchen Namen wirklich guter Literatur man nennt, um den Gegenstand augenblicklich zu Staub zerfallen zu lassen. Das Interessantere scheinen mir die rückblickenden Beurteilungen der Kritiken, der ästhetischen Urteile unserer Rezensenten. Ich frage mich beim Lesen in Axolotl ständig, ob man (&quot;über Geschmack läßt sich streiten&quot;) überhaupt zu solchen Urteilen kommen kann, ob sie vom Gegenstand her naheliegen, auch wo ich sie nicht teile, oder ob es doch eher Kalkül, Befangenheit, Feigheit, Sensationslust in Verachtung eines Publikums ist, von dem stillschweigend angenommen wird, daß es genau mit solchen Roman-Hypes zu jeder Jahreszeit betrogen werden will.
Ich werde mir Strobo bestellen, ich fühle mich dazu mittlerweile beinahe verpflichtet. Es wäre jedenfalls eine schöne Vorstellung, daß es eine wirklich qualitative Literatur geben könnte, die sich von dieser Art Literaturmarkt ebenso abgekehrt hat, wie sie ohnehin nicht in deren Radar fällt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Daß sie erst 17 ist und was damit zusammenhängt und was nicht: Wäre der Roman echt, wäre er verbürgt durch Lebenserfahrung, in welcher Form auch immer transformiert und verändert, dann läge mit Axolotl Roadkill ein literarisches Zeitdokument vor, ein Stimmungs- und Haltungsbild der Nullerjahre aus Perspektive&#8230;undsoweiter. Das Alter, das Milieu, die Lebenswelt wären für die Bestimmung des Werts dieses Dokuments mitentscheidend.<br />
Daß sie erst 17 ist, das mag teilweise auch zum nachsichtigen Verständnis ihrer moralischen Leichtfertigkeit, was das Kopieren, Abschreiben etc betrifft, ins Feld geführt werden.<br />
Wo der Diskurs aber einer über Kunst ist, wo es, wie Maxim Biller schrieb, um &#8220;unvergessliche Literatur&#8221; gehen soll, sind 17 Jahre kein Argument für oder wider und keine Entschuldigung. Man bestaunt, was Mozart mit 12 Jahren, was Rimbaud mit 17 geschrieben hat, aber solche Werke gewinnen ihre Qualität ja gerade nicht durch das Alter des Autors. Man darf die harte Disjunktion wagen: Entweder etwas ist Kunst oder etwas ist keine Kunst. Wenn es Kunst ist, dann muß es einer Beurteilung ohne Ansehen der Person standhalten. Das Ästhetisch-Schöpferische, und gerade die Wunderkinder bestätigen es, ist, wie das Kunsturteil, transzendental und unabhängig vom Alter.<br />
Diese Geschichte ist dagegen, wie schon gesagt wurde, vor allem ein Lehrstück über die Vermarktung, Käuflichkeit, Charakterschwäche oder mangelnde Urteilskraft eine ganzen Reihe von angesehenen Literaturkritikern angesehener Zeitungen; die Bestätigung vieler Wahrnehmungen, die ich lesend gemacht habe. Maßstäbe fehlen völlig in diesem &#8220;unvergesslichen&#8221; Geschwafel, und es ist fast beliebig, welchen Namen wirklich guter Literatur man nennt, um den Gegenstand augenblicklich zu Staub zerfallen zu lassen. Das Interessantere scheinen mir die rückblickenden Beurteilungen der Kritiken, der ästhetischen Urteile unserer Rezensenten. Ich frage mich beim Lesen in Axolotl ständig, ob man (&#8220;über Geschmack läßt sich streiten&#8221;) überhaupt zu solchen Urteilen kommen kann, ob sie vom Gegenstand her naheliegen, auch wo ich sie nicht teile, oder ob es doch eher Kalkül, Befangenheit, Feigheit, Sensationslust in Verachtung eines Publikums ist, von dem stillschweigend angenommen wird, daß es genau mit solchen Roman-Hypes zu jeder Jahreszeit betrogen werden will.<br />
Ich werde mir Strobo bestellen, ich fühle mich dazu mittlerweile beinahe verpflichtet. Es wäre jedenfalls eine schöne Vorstellung, daß es eine wirklich qualitative Literatur geben könnte, die sich von dieser Art Literaturmarkt ebenso abgekehrt hat, wie sie ohnehin nicht in deren Radar fällt.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: chSchlesinger</title>
		<link>http://www.gefuehlskonserve.de/axolotl-roadkill-ein-gespraech-ueber-reaktionen-09022010.html/comment-page-1#comment-6944</link>
		<dc:creator>chSchlesinger</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Feb 2010 19:29:23 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.gefuehlskonserve.de/?p=4849#comment-6944</guid>
		<description>Sehr geehrter Herr Schirrmacher,

da hat der Franz Kafka wohl Pech gehabt, keinen seiner Texte in &quot;Axolotl Roadkill&quot; zu finden. Sonst wäre ihm von Frau von Lovenberg sicher auch Bescheid gegeben worden, dass er durch den Diebstahl seines geistigen Eigentumes ja nun endlich Beachtung fände. Franz Kafka, dieser Freak aus dem Underground, dessen &quot;Betrachtung&quot; einst nur in Szenekneipen gelesen wurde...
Bestimmt ist Frau von Lovenberg gebildeter und weitgereister, als Freaks wie Franz Kafka es jemals sein werden. Und wenn Frau von Lovenberg Franz Kafka als &quot;Loser&quot; empfindet, ja, dann ist das eben so. Aber es schadet vielleicht nicht, wenn wir Leser im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen ein wenig mehr von dem zu spüren, was man Liebe nennt. Das Kulturverständnis der Frankfurter Allgemeinen sollte Kleinkünstler weder verachten noch zur Ausbeutung freigeben.

Mit freundlichen Grüßen
Christian Schlesinger</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrter Herr Schirrmacher,</p>
<p>da hat der Franz Kafka wohl Pech gehabt, keinen seiner Texte in &#8220;Axolotl Roadkill&#8221; zu finden. Sonst wäre ihm von Frau von Lovenberg sicher auch Bescheid gegeben worden, dass er durch den Diebstahl seines geistigen Eigentumes ja nun endlich Beachtung fände. Franz Kafka, dieser Freak aus dem Underground, dessen &#8220;Betrachtung&#8221; einst nur in Szenekneipen gelesen wurde&#8230;<br />
Bestimmt ist Frau von Lovenberg gebildeter und weitgereister, als Freaks wie Franz Kafka es jemals sein werden. Und wenn Frau von Lovenberg Franz Kafka als &#8220;Loser&#8221; empfindet, ja, dann ist das eben so. Aber es schadet vielleicht nicht, wenn wir Leser im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen ein wenig mehr von dem zu spüren, was man Liebe nennt. Das Kulturverständnis der Frankfurter Allgemeinen sollte Kleinkünstler weder verachten noch zur Ausbeutung freigeben.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen<br />
Christian Schlesinger</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Digger</title>
		<link>http://www.gefuehlskonserve.de/axolotl-roadkill-ein-gespraech-ueber-reaktionen-09022010.html/comment-page-1#comment-6937</link>
		<dc:creator>Digger</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Feb 2010 16:31:33 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.gefuehlskonserve.de/?p=4849#comment-6937</guid>
		<description>Nachtrag:
Sorry, habe noch einen wichtigen Absatz vergessen!
Auch Verhandlungen wegen Betrugs- und Diebstahldelikten Minderjähriger sind je nach Schwere und Ansicht des Falls öffentlich zu verhandeln.
ebenfalls aus den genannten &quot;pädagogischen Gründen&quot;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nachtrag:<br />
Sorry, habe noch einen wichtigen Absatz vergessen!<br />
Auch Verhandlungen wegen Betrugs- und Diebstahldelikten Minderjähriger sind je nach Schwere und Ansicht des Falls öffentlich zu verhandeln.<br />
ebenfalls aus den genannten &#8220;pädagogischen Gründen&#8221;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
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