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	<title>Kommentare zu: Axolotl Roadkill: Helene Hegemann entschuldigt sich</title>
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	<description>Hörbücher, Lesungen und Spieltrieb</description>
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		<title>Von: ARTiBerlin</title>
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		<dc:creator>ARTiBerlin</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 May 2010 13:12:31 +0000</pubDate>
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		<description>Lalalaaa. Hegemann Hegemann Hegemann.
Abe rhey, vielleicht interessiert Euch das hier:

http://www.artiberlin.de/article/Axolotl_Roadkill-Wie_ich_mich_mit_Helene_H_ve</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lalalaaa. Hegemann Hegemann Hegemann.<br />
Abe rhey, vielleicht interessiert Euch das hier:</p>
<p><a href="http://www.artiberlin.de/article/Axolotl_Roadkill-Wie_ich_mich_mit_Helene_H_ve" rel="nofollow">http://www.artiberlin.de/article/Axolotl_Roadkill-Wie_ich_mich_mit_Helene_H_ve</a></p>
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		<title>Von: Deef</title>
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		<dc:creator>Deef</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Apr 2010 22:24:43 +0000</pubDate>
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		<description>Der Nachhall des Skandals: Axolotl Aftermath http://www.gefuehlskonserve.de/axolotl-aftermath-29042010.html</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Der Nachhall des Skandals: Axolotl Aftermath <a href="http://www.gefuehlskonserve.de/axolotl-aftermath-29042010.html" rel="nofollow">http://www.gefuehlskonserve.de/axolotl-aftermath-29042010.html</a></p>
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		<title>Von: pryscilla</title>
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		<dc:creator>pryscilla</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Mar 2010 20:20:18 +0000</pubDate>
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		<description>kriegt euch mal ein. bitte. vor den ganzen querelen, vor der veröffentlichung überhaupt ist eine 16jährige schlicht mit ihrem script zu ullstein und die fandens geil. weil wirs geil finden, selber schuld. for sure hat die aktion hinterfotzige züge. nur, wär sie keine diebin macht ihn das auch nich reicher. und wir fänden ihn auch nich geiler.
Außerdem steht es dem buch keine original fullversion der psyche einer minderjähriegen zu sein. wär auch ungesund.

wurst drauf, respect to the sentences! mir egal wer sie schrieb, mir egal wer von profitiert.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>kriegt euch mal ein. bitte. vor den ganzen querelen, vor der veröffentlichung überhaupt ist eine 16jährige schlicht mit ihrem script zu ullstein und die fandens geil. weil wirs geil finden, selber schuld. for sure hat die aktion hinterfotzige züge. nur, wär sie keine diebin macht ihn das auch nich reicher. und wir fänden ihn auch nich geiler.<br />
Außerdem steht es dem buch keine original fullversion der psyche einer minderjähriegen zu sein. wär auch ungesund.</p>
<p>wurst drauf, respect to the sentences! mir egal wer sie schrieb, mir egal wer von profitiert.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Lee</title>
		<link>http://www.gefuehlskonserve.de/axolotl-roadkill-helene-hegemann-entschuldigt-sich-07022010.html/comment-page-3#comment-7496</link>
		<dc:creator>Lee</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 18:01:14 +0000</pubDate>
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		<description>Ich würde demjenigen, der meine literarischen Klimmzüge mit einem Fingerwink zu seinem Eigen konstruiert, just mein Blutschweiß, mit dem ich geschrieben habe ins Gesicht kotzen...soviel zur Sache an sich..</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich würde demjenigen, der meine literarischen Klimmzüge mit einem Fingerwink zu seinem Eigen konstruiert, just mein Blutschweiß, mit dem ich geschrieben habe ins Gesicht kotzen&#8230;soviel zur Sache an sich..</p>
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	<item>
		<title>Von: moosmann</title>
		<link>http://www.gefuehlskonserve.de/axolotl-roadkill-helene-hegemann-entschuldigt-sich-07022010.html/comment-page-3#comment-7266</link>
		<dc:creator>moosmann</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Feb 2010 17:04:56 +0000</pubDate>
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		<description>@Also jetzt
So neu ist das nicht. Die Rechtsprechung behandelt Software urheberrechtlich genauso wie einen Text. Wenn jemand angestellt ist, tritt er ja meist im Arbeitsvertrag die Rechte an seinen Produkten an den Arbeitgeber ab, das ist bei Journalisten auch so, nur gibt es im Journalismus und in der Softwareentwicklung eben viele Freiberufler, im künstlerischen Bereich sowieso.
Ich sehe übrigens in der Softwareentwicklung wie auch in der Mathematik sehr viel Kreativität walten, und weiß das sehr zu schätzen. Wenn ich mir z. B. den Gödel&#039;schen Beweis zu Gemüte führe und Schritt für Schritt nachzuvollziehen versuche, erstarre ich in Ehrfurcht vor einem solchen Kunstwerk. Ähnlich ist es bei komplexen Algorithmen, die Programmteilen zugrundeliegen; die ästhetische Komponente solcher Sachen wird gern unterschätzt. In der Mathematik gibt es schöne Beispiele, wie ästhetische Gesichtspunkte bei der Lösung nicht systematisch lösbarer Probleme den Ausschlag geben, man lese Heisenbertg, der sehr schön schildert, wie sie damals in den jungen und höchst kreativen Team Integrale erraten haben... Da ist viel mehr drin, als sich die meisten träumen lassen (man ist halt leider vom Rechenunterricht der Schule ganz irreführend orientiert).</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Also jetzt<br />
So neu ist das nicht. Die Rechtsprechung behandelt Software urheberrechtlich genauso wie einen Text. Wenn jemand angestellt ist, tritt er ja meist im Arbeitsvertrag die Rechte an seinen Produkten an den Arbeitgeber ab, das ist bei Journalisten auch so, nur gibt es im Journalismus und in der Softwareentwicklung eben viele Freiberufler, im künstlerischen Bereich sowieso.<br />
Ich sehe übrigens in der Softwareentwicklung wie auch in der Mathematik sehr viel Kreativität walten, und weiß das sehr zu schätzen. Wenn ich mir z. B. den Gödel&#8217;schen Beweis zu Gemüte führe und Schritt für Schritt nachzuvollziehen versuche, erstarre ich in Ehrfurcht vor einem solchen Kunstwerk. Ähnlich ist es bei komplexen Algorithmen, die Programmteilen zugrundeliegen; die ästhetische Komponente solcher Sachen wird gern unterschätzt. In der Mathematik gibt es schöne Beispiele, wie ästhetische Gesichtspunkte bei der Lösung nicht systematisch lösbarer Probleme den Ausschlag geben, man lese Heisenbertg, der sehr schön schildert, wie sie damals in den jungen und höchst kreativen Team Integrale erraten haben&#8230; Da ist viel mehr drin, als sich die meisten träumen lassen (man ist halt leider vom Rechenunterricht der Schule ganz irreführend orientiert).</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Also jetzt</title>
		<link>http://www.gefuehlskonserve.de/axolotl-roadkill-helene-hegemann-entschuldigt-sich-07022010.html/comment-page-3#comment-7262</link>
		<dc:creator>Also jetzt</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Feb 2010 14:33:11 +0000</pubDate>
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		<description>@moosmann
Wenn es ganz genau sein soll: die Softwareentwicklung entspringt der Informatik und diese ist (wie die Mathematik) eine sog. Strukturwissenschaft. In diesen befasst man sich mit selbst hergestellten und in der wissenschaftlichen Forschung nötigen Methoden. Das methodische Vorgehen steht (ebenso bei den Naturwissenschaften) im Vordergrung.
Die Kreativität demgegenüber nicht. Aber: diese hilft in allen Wissenschaften bei der Erlangung von Ergebnissen, wie zum Beispiel auch in den Rechtswissenschaften, die einen starken sozialen Bezug aufweisen. Ob man vom Ergebnis (&quot;oftmals ästhetisch&quot;) auf das Vorgehen schließen sollte, bezweifel ich.
Ich habe den Bezug zur Literatur und Kunst deutlich gemacht und diese von den Naturwissenschaften (die Strukturwissenschaften stehen diesen methodisch nahe) abgegrenzt. Denn bei den Geistes- und Sozialwissenschaften sind zur Verwertung oft die Schöpfer selbst berufen, und nicht Organisationen wie Unternehmen (bei der Software in der Regel der Fall) oder Verwertungsgesellschaften (vgl. Musik). Daher ist es für Natur- oder Strukturwissenschaftler wie wir hier sehen auch leichter, die Abkehr von der Durchsetzung des Urheberrecht zu fordern, denn die wirtschftliche Existenz steht hier naturgemäß selten(er) auf dem Spiel. Denn zB. im Bereich Software sieht man sehr häufig klassische Angestelltenverhältnisse. Bei den Geisteswissenschaften ist das generell nicht der Fall.
Hm. Das wäre begrüßenswert, wenn die Branche der Softwareentwickler (und nicht der dahinterstehenden Unternehmen) an der Durchsetzung des Urheberrechts interessiert sein sollte, jedoch für mich eine Neuigkeit.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@moosmann<br />
Wenn es ganz genau sein soll: die Softwareentwicklung entspringt der Informatik und diese ist (wie die Mathematik) eine sog. Strukturwissenschaft. In diesen befasst man sich mit selbst hergestellten und in der wissenschaftlichen Forschung nötigen Methoden. Das methodische Vorgehen steht (ebenso bei den Naturwissenschaften) im Vordergrung.<br />
Die Kreativität demgegenüber nicht. Aber: diese hilft in allen Wissenschaften bei der Erlangung von Ergebnissen, wie zum Beispiel auch in den Rechtswissenschaften, die einen starken sozialen Bezug aufweisen. Ob man vom Ergebnis (&#8220;oftmals ästhetisch&#8221;) auf das Vorgehen schließen sollte, bezweifel ich.<br />
Ich habe den Bezug zur Literatur und Kunst deutlich gemacht und diese von den Naturwissenschaften (die Strukturwissenschaften stehen diesen methodisch nahe) abgegrenzt. Denn bei den Geistes- und Sozialwissenschaften sind zur Verwertung oft die Schöpfer selbst berufen, und nicht Organisationen wie Unternehmen (bei der Software in der Regel der Fall) oder Verwertungsgesellschaften (vgl. Musik). Daher ist es für Natur- oder Strukturwissenschaftler wie wir hier sehen auch leichter, die Abkehr von der Durchsetzung des Urheberrecht zu fordern, denn die wirtschftliche Existenz steht hier naturgemäß selten(er) auf dem Spiel. Denn zB. im Bereich Software sieht man sehr häufig klassische Angestelltenverhältnisse. Bei den Geisteswissenschaften ist das generell nicht der Fall.<br />
Hm. Das wäre begrüßenswert, wenn die Branche der Softwareentwickler (und nicht der dahinterstehenden Unternehmen) an der Durchsetzung des Urheberrechts interessiert sein sollte, jedoch für mich eine Neuigkeit.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: moosmann</title>
		<link>http://www.gefuehlskonserve.de/axolotl-roadkill-helene-hegemann-entschuldigt-sich-07022010.html/comment-page-3#comment-7216</link>
		<dc:creator>moosmann</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Feb 2010 22:56:15 +0000</pubDate>
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		<description>@Marietta Böning
Im Nachbarthread hatte ich versucht, durch Hinweis auf eine sehr schöne Diplomarbeit (http://othes.univie.ac.at/4714/1/2009-04-23_9910872.pdf) die Diskussion um Urheberrechte ein bißchen zu unterfüttern. Dieses Rechtsgebiet ist komplex und hat sich selbstverständlich auch immer entlang der technischen Entwicklung der Medien entwickelt. Mit Einführung des Buchdrucks ging erst einmal um das Nachdruckrecht. In gewissem Sinne stellt die Forderung nach freiem Zugang zu Informationen im Netz eine Parallele dar zu der Regelung, daß ein ungenehmigter Nachdruck erlaubt war, wenn der Rechtsinhaber das Werk nicht mehr verfügbar hielt.
Im Übrigen ist ja überhaupt das Interesse, als Künstlerindividuum in dem Werk erkennbar zu sein und damit zuz Ruhm zu kommen, eine relativ neue Erfindung und nicht in allen Kulturkreisen verbreitet (Der schon erwähnte Roman &quot;Rot ist mein Name&quot; von Orhan Pamuk stellt diese durchaus konfliktbehaftete Entwicklung unnachahmlich schön dar.)
Nun kann man auf der Ebene der Literaturtheorie, -Philosophie, Medienwissenschaft Begriffe wie Intertextualität entwickeln und daran Forderungen knüpfen. Wirklich neu ist das nicht, Bücher waren schon immer auch Bücher über Bücher, schon weil Schreibende auch immer Lesende sind. Aber die Betonung liegt auf Auch. Es ist doch nicht zu leugnen, daß durch die Arbeit einer Autorin immer etwas huinzugefügt wird. Selbst ein wortwörtliches Abschreiben und Neuveröffentlichen eines ganzen fremden Werkes unter neuem Namen zu einer anderen Zeit oder an einem anderen Ort ist eine Transposition, die dem Werk möglicherwqeise einen neuen Sinn gibt und eine völlig neue Rezeption ermöglichen kann.
Dennoch ist das eben noch nicht alles. Das Urheberrecht ist auch ein Eigentumsrecht, also ein Sachenrecht im übertragenen Sinne, ein Zwitter. Es ist gewiß nicht möglich, alle Lebensvorgänge zu verrechtlichen. Aber die Sicherstellung der wirtschaftlichen Existenz durch eigene Arbeit kann und soll man verrechtlichen und auf Regeln und Verträge gründen. Die Rechtsprechung, die in uneindeutigen Einzelfällen Abgrenzungen vorzunehmen hat, entwickelt das Recht weiter, und von Zeit zu Zeit - wenn ein politischer Wille da ist - führt der Gesetzgeber seinerseits nach. 
So wie ich es sehe, ist der Fall Hegemann überhaupt kein Grenzfall, und die Frage der Intertextualität stellt sich auf rechtlicher Ebene m. E. nicht dringend, solange die im Netz und im sonstigen literarischen Feld Tätigen bereit sind, sich an die Regeln zu halten, das heißt, leben und leben lassen. Daß das möglich ist, zeigt ja gerade der Ullstein-Verlag. Eine ausführliche Quellenangabe und eine Lizenzentrichtung an den Quellen-Rechteinhaber schadet dem neuen Werk in keinster Weise.
Das eigentliche Problem, das ich sehe, ist die Aufteilung von Autoren- und Verwerterrechten. Das ist in der Literatur anders als in der Musik-, Bild- und Filmbranche oder der Softwareentwicklung, nämlich so, wie Sie sagen, daß beim Text die Verwertung näher beim Autor bleibt, ansonsten aber meist ganz an den Verwerter abgetreten wird. Die Verwertungsgesellschaft Wort hat deshalb bei weitem nicht die Bedeutung erlangt wie die GEMA.  
Ich würde mir wünschen, daß diejenigen, die so nonchalant das Ende des Urheberrechts oder seine Lockerung verlangen, diese Kompexität berücksichtigen. Ich meine, dabei sollten grundlegende rechtliche Regeln eine viel längere Lebensdauer haben als Moden, die auch in der Wissenschaft eine zeitlang die Diskurse bestimmen, dann aber auch wieder von anderen Moden abgelöst werden. Das Leben eines Autors muß modeüberdauernd gesichert sein, wenn er etwas werthaltiges anzubieten hat.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Marietta Böning<br />
Im Nachbarthread hatte ich versucht, durch Hinweis auf eine sehr schöne Diplomarbeit (<a href="http://othes.univie.ac.at/4714/1/2009-04-23_9910872.pdf" rel="nofollow">http://othes.univie.ac.at/4714/1/2009-04-23_9910872.pdf</a>) die Diskussion um Urheberrechte ein bißchen zu unterfüttern. Dieses Rechtsgebiet ist komplex und hat sich selbstverständlich auch immer entlang der technischen Entwicklung der Medien entwickelt. Mit Einführung des Buchdrucks ging erst einmal um das Nachdruckrecht. In gewissem Sinne stellt die Forderung nach freiem Zugang zu Informationen im Netz eine Parallele dar zu der Regelung, daß ein ungenehmigter Nachdruck erlaubt war, wenn der Rechtsinhaber das Werk nicht mehr verfügbar hielt.<br />
Im Übrigen ist ja überhaupt das Interesse, als Künstlerindividuum in dem Werk erkennbar zu sein und damit zuz Ruhm zu kommen, eine relativ neue Erfindung und nicht in allen Kulturkreisen verbreitet (Der schon erwähnte Roman &#8220;Rot ist mein Name&#8221; von Orhan Pamuk stellt diese durchaus konfliktbehaftete Entwicklung unnachahmlich schön dar.)<br />
Nun kann man auf der Ebene der Literaturtheorie, -Philosophie, Medienwissenschaft Begriffe wie Intertextualität entwickeln und daran Forderungen knüpfen. Wirklich neu ist das nicht, Bücher waren schon immer auch Bücher über Bücher, schon weil Schreibende auch immer Lesende sind. Aber die Betonung liegt auf Auch. Es ist doch nicht zu leugnen, daß durch die Arbeit einer Autorin immer etwas huinzugefügt wird. Selbst ein wortwörtliches Abschreiben und Neuveröffentlichen eines ganzen fremden Werkes unter neuem Namen zu einer anderen Zeit oder an einem anderen Ort ist eine Transposition, die dem Werk möglicherwqeise einen neuen Sinn gibt und eine völlig neue Rezeption ermöglichen kann.<br />
Dennoch ist das eben noch nicht alles. Das Urheberrecht ist auch ein Eigentumsrecht, also ein Sachenrecht im übertragenen Sinne, ein Zwitter. Es ist gewiß nicht möglich, alle Lebensvorgänge zu verrechtlichen. Aber die Sicherstellung der wirtschaftlichen Existenz durch eigene Arbeit kann und soll man verrechtlichen und auf Regeln und Verträge gründen. Die Rechtsprechung, die in uneindeutigen Einzelfällen Abgrenzungen vorzunehmen hat, entwickelt das Recht weiter, und von Zeit zu Zeit &#8211; wenn ein politischer Wille da ist &#8211; führt der Gesetzgeber seinerseits nach.<br />
So wie ich es sehe, ist der Fall Hegemann überhaupt kein Grenzfall, und die Frage der Intertextualität stellt sich auf rechtlicher Ebene m. E. nicht dringend, solange die im Netz und im sonstigen literarischen Feld Tätigen bereit sind, sich an die Regeln zu halten, das heißt, leben und leben lassen. Daß das möglich ist, zeigt ja gerade der Ullstein-Verlag. Eine ausführliche Quellenangabe und eine Lizenzentrichtung an den Quellen-Rechteinhaber schadet dem neuen Werk in keinster Weise.<br />
Das eigentliche Problem, das ich sehe, ist die Aufteilung von Autoren- und Verwerterrechten. Das ist in der Literatur anders als in der Musik-, Bild- und Filmbranche oder der Softwareentwicklung, nämlich so, wie Sie sagen, daß beim Text die Verwertung näher beim Autor bleibt, ansonsten aber meist ganz an den Verwerter abgetreten wird. Die Verwertungsgesellschaft Wort hat deshalb bei weitem nicht die Bedeutung erlangt wie die GEMA.<br />
Ich würde mir wünschen, daß diejenigen, die so nonchalant das Ende des Urheberrechts oder seine Lockerung verlangen, diese Kompexität berücksichtigen. Ich meine, dabei sollten grundlegende rechtliche Regeln eine viel längere Lebensdauer haben als Moden, die auch in der Wissenschaft eine zeitlang die Diskurse bestimmen, dann aber auch wieder von anderen Moden abgelöst werden. Das Leben eines Autors muß modeüberdauernd gesichert sein, wenn er etwas werthaltiges anzubieten hat.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Marietta Böning</title>
		<link>http://www.gefuehlskonserve.de/axolotl-roadkill-helene-hegemann-entschuldigt-sich-07022010.html/comment-page-3#comment-7215</link>
		<dc:creator>Marietta Böning</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Feb 2010 19:56:59 +0000</pubDate>
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		<description>@rob - habe lange nicht hier gelesen, vermute, jemand hat dir schon geantwortet. ein text ist ein produkt wie ein zahnbürste oder ein ofen produkte sind. die marktregeln sind etwas anders (ich kann hier darauf nicht eingehen, nur ein bisschen). nehmen wir den ofen: da sind der ofenbauer beteiligt und leute, die ihm einzeltele liefern, die in einer fabrik produziert wurden. all diese teile ergeben dieses ganze. in den bau der einzelteile wurde investiert: peknuiäre Ressourcen, Wissensressourcen Arbeitskraft verschiedenster Mitarbeiter auf ihren Mitarbeiterstufen. Der Ofenbauer dürfte diese Teile nicht einfach klauen, er würde die Teileproduzente schädigen. Und zwar - das ist wichtig - nicht nur weil das Material für genau diesen Ofen weg wäre (Airens Text war ja webbasiert, also ist gar nichts weg), sondern auch wg. der Investition. Stell dir vor, du hast eine Chefin/einen Chef, die/der Humanressourcen verschleudert, verdeckt für andere Ebenen auf autoritäre Weise und mit Drohgebärden Überstunden schuften lässt und selbst früher geht und keiner sieht es, weil es keiner glaubt, weil sie/er zu allen nett ist. Da siehst du sofort: Missmanagement für den Geschädigten. Er kann gehen, wenn es ihm nicht passt. Aber wenn es allen nicht passt, wird es für das Unternehmen ineffizient. Oder er/sie ist einfach nicht dazu in der Lage, wirtschaftlich zu handeln, fehlbesetzt als ManagerIn, vertuscht das eine zeitlang, infiltriert einen Group Think im Team durch die klassischen dummen (?), dreisten Methoden: Verdrehung von Fehlerzuschreibungen, Niederhalten der Fähigen, Einverleibung der Ergebnisse naderer - Missmanagement signifikant hohen Ausmaßes. Missmanagement ist es generell, wenn nicht das zurück kommt, was hineingesteckt wurde. Angenommen, Airen ist das egal, er will Sharing, er nutzt selbst Texte anderer (nur angenommen, das ist hier keinerlei Behauptung!), d a n n ist der Fall eingetreten, wo wir sagen: okay. Aber er hat selbstbestimmt gehandelt (--&gt; Creative Commons &lt;--). Er hat einen anderen Begriff von Wirtschaftlichkeit. Vielleicht reicht es ihm, dass sein Name in aller Munde ist. So sehr ich gegen den in Europa gewachsenen Urheberrechtsbegriff bin, er hat dzt. den großen Vorteil, die Urhebernebenrechte - die Verwertungsrechte - am Zügel relativ beim Urheber/der Urheberin zu lassen.

Kurz: Angenommen, Airen ist keineswegs Sharing-Anhänger. Dann ist es simpel, warum er jedenfalls wirtschaftlichen Schaden erlitten hätte, hätte es niemand gemerkt: Seine Arbeitskraft wäre missbraucht worden, denn er würde keinen Cent von den Tantiemen und den Verkaufserlösen erhalten. Hegemann scheint ja auch viel an Idee übernommen zu haben. Geistiges Eigentum kostet in der Wirtsfchaft sehr viel. Nicht jeder hat die Fähigkeit zu schreiben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@rob &#8211; habe lange nicht hier gelesen, vermute, jemand hat dir schon geantwortet. ein text ist ein produkt wie ein zahnbürste oder ein ofen produkte sind. die marktregeln sind etwas anders (ich kann hier darauf nicht eingehen, nur ein bisschen). nehmen wir den ofen: da sind der ofenbauer beteiligt und leute, die ihm einzeltele liefern, die in einer fabrik produziert wurden. all diese teile ergeben dieses ganze. in den bau der einzelteile wurde investiert: peknuiäre Ressourcen, Wissensressourcen Arbeitskraft verschiedenster Mitarbeiter auf ihren Mitarbeiterstufen. Der Ofenbauer dürfte diese Teile nicht einfach klauen, er würde die Teileproduzente schädigen. Und zwar &#8211; das ist wichtig &#8211; nicht nur weil das Material für genau diesen Ofen weg wäre (Airens Text war ja webbasiert, also ist gar nichts weg), sondern auch wg. der Investition. Stell dir vor, du hast eine Chefin/einen Chef, die/der Humanressourcen verschleudert, verdeckt für andere Ebenen auf autoritäre Weise und mit Drohgebärden Überstunden schuften lässt und selbst früher geht und keiner sieht es, weil es keiner glaubt, weil sie/er zu allen nett ist. Da siehst du sofort: Missmanagement für den Geschädigten. Er kann gehen, wenn es ihm nicht passt. Aber wenn es allen nicht passt, wird es für das Unternehmen ineffizient. Oder er/sie ist einfach nicht dazu in der Lage, wirtschaftlich zu handeln, fehlbesetzt als ManagerIn, vertuscht das eine zeitlang, infiltriert einen Group Think im Team durch die klassischen dummen (?), dreisten Methoden: Verdrehung von Fehlerzuschreibungen, Niederhalten der Fähigen, Einverleibung der Ergebnisse naderer &#8211; Missmanagement signifikant hohen Ausmaßes. Missmanagement ist es generell, wenn nicht das zurück kommt, was hineingesteckt wurde. Angenommen, Airen ist das egal, er will Sharing, er nutzt selbst Texte anderer (nur angenommen, das ist hier keinerlei Behauptung!), d a n n ist der Fall eingetreten, wo wir sagen: okay. Aber er hat selbstbestimmt gehandelt (&#8211;&gt; Creative Commons &lt;&#8211;). Er hat einen anderen Begriff von Wirtschaftlichkeit. Vielleicht reicht es ihm, dass sein Name in aller Munde ist. So sehr ich gegen den in Europa gewachsenen Urheberrechtsbegriff bin, er hat dzt. den großen Vorteil, die Urhebernebenrechte &#8211; die Verwertungsrechte &#8211; am Zügel relativ beim Urheber/der Urheberin zu lassen.</p>
<p>Kurz: Angenommen, Airen ist keineswegs Sharing-Anhänger. Dann ist es simpel, warum er jedenfalls wirtschaftlichen Schaden erlitten hätte, hätte es niemand gemerkt: Seine Arbeitskraft wäre missbraucht worden, denn er würde keinen Cent von den Tantiemen und den Verkaufserlösen erhalten. Hegemann scheint ja auch viel an Idee übernommen zu haben. Geistiges Eigentum kostet in der Wirtsfchaft sehr viel. Nicht jeder hat die Fähigkeit zu schreiben.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Hot Teenage Writer + Plagiarism = 2006 All Over Again - www.webege.com - deep web news radio</title>
		<link>http://www.gefuehlskonserve.de/axolotl-roadkill-helene-hegemann-entschuldigt-sich-07022010.html/comment-page-3#comment-7158</link>
		<dc:creator>Hot Teenage Writer + Plagiarism = 2006 All Over Again - www.webege.com - deep web news radio</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Feb 2010 07:30:40 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.gefuehlskonserve.de/?p=4822#comment-7158</guid>
		<description>[...] HeleneHegemann, author/curator of the German party-generation novelAxolotl Roadkill, has been busted lifting passages from several sources, including anotherGerman party-generation [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] HeleneHegemann, author/curator of the German party-generation novelAxolotl Roadkill, has been busted lifting passages from several sources, including anotherGerman party-generation [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: moosmann</title>
		<link>http://www.gefuehlskonserve.de/axolotl-roadkill-helene-hegemann-entschuldigt-sich-07022010.html/comment-page-3#comment-7155</link>
		<dc:creator>moosmann</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Feb 2010 21:39:30 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.gefuehlskonserve.de/?p=4822#comment-7155</guid>
		<description>Helene Hegemann und German party-generation?
oO das geht vielleicht ein bißchen was durcheinander...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Helene Hegemann und German party-generation?<br />
oO das geht vielleicht ein bißchen was durcheinander&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
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<!-- This Quick Cache file will automatically expire ( and be re-built automatically ) on Feb 11th, 2012 at 12:34 pm UTC -->
