Der Regisseur Andreas Dresen ist der Meister der Trostlosigkeit. In “Halbe Treppe” zieht er zwei befreundeten Pärchen durch einen gemeinsamen Seitensprung den Boden unter den Füßen weg. Im Dokumentarfilm “Herr Wichmann von der CDU“, zeigt er den erfolglosen Wahlkampf eines motivierten, aber unbeholfenen Bundestagskandidaten in der Uckermark. In “Willenbrock” gerät das Leben eines untreuen Gebrauchwagenhändlers nach einem häuslichen Einbruch völlig aus den Fugen. In “Wolke 9” gönnt er einer fast 70jährigen einen Seitensprung und Glücksgefühle, zerstört sie aber kurz darauf, denn ihr betrogener Ehemann nimmt sich das Leben.
Seit einer Woche ist Dresens neuster Film im Kino: “Halt auf freier Strecke” (offizielle Seite, Wikipedia). Die menschlichen Katastrophen, die Dresen bisher seinen Protagonisten zumutete, waren vor allem selbst verschuldet. Diesmal lässt er die Tragödie aus dem Nichts zuschlagen, was dem Film auf der nach oben offenen “Runterzieh”-Skala einen Wert nahe unendlich verleiht. (Achtung Spoiler im folgenden Text). weiterlesen »


