Mai
10
2011
2

Die wirkliche Welt

Stencil Street Art in München - Foto von Deef

“Wir haben ihn in unser wunderschönes Wellnessressort auf Kuba eingeladen, aber dann hat er meinem Kollegen die Waffe entrissen und sich…” // “Duht Sie störe, dass i’ im Abteil telefonier?” “Im Prinzip nein. Nur Ihr Dialekt. Weisch?!” // “In was für einem Regierungssystem leben Sie?” “Demokratie” “Und was trendet bei Ihnen?” “Vorratsdaten. Zensur. Jugendarrest. Vergeltung…” //  “Eine Zeitung, der Herr?” “Gewiss. Haben Sie SZ? FAZ? Tagesspiegel? Taz?” “Nur die Welt Kompakt.” “Moment, Sie sagten doch Zeitung oder?” // “He! Zugführer! Wo issn hier die nerdste Klasse?” “Haben Sie denn die Nerdcard 50?” “Logan, Alter!” // “Und wie findest du Twitter so?” “Obwohl es dem traditionellen deutschen Lebensmotto ‘Fresse halten, Steuern zahlen’ widerspricht, ganz gut” // “Genieße Deine Zeit.” “Da ist nichts, wofür der Gott der Biomechaniker dich in den Himmel lassen würde.” // “LEUTE, SCHNELL! Ein abwertendes Adjektiv für einen Style!” “Flott.” “Frech.” “Pfiffig.” “Gott, Ihr müsst immer gleich übertreiben…” // “Männer sind so grausam. Jetzt wird den Frauen auch noch von den Schwulen der Look ‘Fielmann-Brillen-Lesbe’ weggenommen.” // “In welchem Film hättest du gern mitgespielt?” “Eiskalte Engel.” “Welche Rolle?” “Alle.” // “Wann kauft Twitter eigentlich Myspace?” “Wen?” // “Die nehm ich mal unter die Hupe.” // “Wie war der PoetrySlam?” “Gut wie immer. Rapper reimten, Schreihälse schimpften + am Ende gewann ein Deutsch-LK-Mädchen mit nem Emogedicht” // “This is like Gilligan’s Island meets Ground Hog Day. In hell.” // “Sei froh, dass du mich noch nicht geil erlebt hast” “Bin ich. Du Monster. Ich liebe dich.” “Ach, als ob so eine männliche Nympho-Bi-Schlampe wie Du wüsste, was das für ein Wort ist! Haste in Deiner GALA gelesen, was?” //  “Was für eine Welt ist das?” “Die Wirkliche.”

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Mai
05
2011
19

Ein Herz für Selbstdarsteller

Stencil Street Art in München - Foto von Deef

Sie sind in den Medien, auf Konferenzen und im überall Netz: zur Marke gewordene Internetpersönlichkeiten. Ihre heftigsten Kritiker werfen ihnen Eitelkeit und Geltungssucht vor. Ist das berechtigt? Und wenn: na und?

Es gab diese Zeit, da lernten Kinder erst laufen und sprechen, dann still sitzen und den Mund halten. Als ich Ende der 70er im Kindergarten und Anfang der 80er in der Grundschule war, begann sich eine bessere Erziehung durchzusetzen: Kinder wurden neuerdings nach ihrer Meinung gefragt und sollten sich kreativ austoben. 30 Jahre danach sind die Kinder dieser und späterer Jahrgänge erwachsen und ein Teil von ihnen schreibt das Internet voll. Ein paar davon sind mit ihren Veröffentlichungen so erfolgreich geworden, dass man sie auch offline kennt.

Kreative Selbstvermarkter haben sich von der Medienkonsumentencouch erhoben. Jedes 68er-Lehrerkollegium und Bert Brecht, der sich schon vor über 80 Jahren Bürger als sendende Medien wünschte, würden sich freuen. Manche andere sind dagegen genervt und wütend. So ist z.B. unter einem jetzt.de-Artikel über Internetmenschen der Kommentar zu lesen, das seien „irrelevante Zivilversager“, die nur „Selbstbeweihräucherung“ betrieben. weiterlesen »

Apr
30
2011
0

Klappe, Du Avon-Berater!

Hochspannung - Foto von Deef

“Naja lassen wir das und kommen zu deinen Lieblingsthemen: Disco, Dirnen, Drogen, Dünnsein!” // “Seh ich etwa aus, wie eine Nutte aus Bladerunner?” // “Die Briten haben Royal Wedding und die BBC, wir Gülcans Hochzeit auf Pro7.” “Dis hamm wir sowas von verdient mit zwei verlorenen Kriegen.” // “Du Rückenwirbelwind.” “Schnauze, sonst Kehlkopfnuss!” // “Die meisten Websites zeigen mir derzeit Donut- und Dessousreklame. Wenn das wirkt wie’s soll, verwandle ich mich in nen Fettsack mit Strapse” // “Du hälst mich für blöd oder?” “NEIN. Nooain. Komm erzähl noch ein bisschen über die menschliche Verbundenheit in der Autotunerszene…” // “Ich bin kein Einhorn, ich bin ein Fühlhorn.” // “Stirb!… äh, Verzeihung, ich meinte ´Gesundheit´.” // “Ich hab mir gerade fast was gebrochen. Den Mageninhalt.” // “You messed with the wrong Hundesportcommunity.” // “Hey Schatz, die sind echt ok. Weißt du eigentlich steh ich sogar auf kleine Brüste.” // “So mein Kind, jetzt schau dir mal diese Frauen bei Friendscout an und sag mir, welche du Mama nennen könntest…”// “Definieren Sie Poltik aus der Sicht eines Lobbyisten.” “Teuer, aber machbar.” // “Bin level 14. Aber mit cheaten, da der Jerk, der das geprogt hat Windowshonk ist und nicht barrierefrei riddled. Ich hasse ihn!” // “Du kennst Eis am Stiel III nicht? Lass mich den Film so zusammenfassen: Fiese Musik! Grotesk häßliche Menschen! Hanebüchenste Story! Dialoge a.d.Hölle! UND: Sybille Rauch!” // “Es gibt keinen Grund Lesben mehr oder weniger zu mögen als andere.” “Doch, wenn sie bekackte Schriftarten verwenden!” // “Wie heißt’n das Gayromeo für Heteromänner?” “Alfa.” // “Wann war Compuserve eigentlich cool?” “Als Tut-Ench-Amun Bundeskanzler war.” // “Ich entscheide mich für ihn. Er hat diese süße Narbe an der Nase.” “Vergiss ihn und schnall dich an. Hier kommt meine Blinddarmnarbe…” // “Wenn du nur so geil wärst, wie deine Tweets.” // SMS: “Such mich bei den Aschenbechern, you moron!” //  “Charly, it’s not what you think!” “Yeah, well Victor, isn’t your penis in her hand?” // “Wen könnte ich jetzt anrufen, um ihm die Lindenstraße zu ruinieren…?” // “Wohin kommen die Tiere nach dem Tod, Mami?” “Tierhimmel.” “Frisst da der Knut auch nicht den Krakenpaul?” “Na gut, vergiss, was ich sagte. In Wirklichkeit werden sie alle verbrannt oder zu Seife verarbeitet.” // “Der Anwalt meint, Atomkraftwerke per Anordnung abzuschalten, wär soooo Weimar.” “Gab’s in der Weimarer Republik schon Atomkraftwerke?” // “Die Nacht der Gewohnheit.” // “DU BAUSPARERIN!” “KLAPPE, DU AVON-BERATER!” // “Prioritäten setzen: Scheiß auf den Preis, Hauptsache der Trash stimmt.”

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Apr
29
2011
0

Warum die Bravo im Netz hui und im Heft pfui ist

…habe ich drüben bei bisexualitaet.org aufgeschrieben. Hier entlang bitte.

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Apr
18
2011
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Wie Verlage versuchen Blogger auszunutzen – Teil 289

Die von mir hochgeschätzte Lucy lebt in Berlin und beschäftigt sich neben vielen anderen Dingen u.a. mit kreativer Handarbeit. Ihr Blog Nahtzugabe gefällt nicht nur vielen Leserinnen und Lesern, sondern auch einem Verlag, der sich freuen würde, wenn sie für ihn schriebe. Wie sooft, wenn Verlage sich an Blogger ranwanzen, gibt es seltsame Vorstellungen, wie die Schreibarbeit zu honorieren ist. Man lese dort.

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Apr
11
2011
0

Ein neues Themenblog von mir: bisexualitaet.org

bisexualiaet.org - Fotos und Montage von Deef

Ich bin Deef und bisexuell. Ein Statement, dass man heute selten hört. Dabei ist unsere Gesellschaft doch angeblich so tolerant und sexualisiert und angeblich schadet ein bisschen bi nie. Wo sind also die, die sich bisexuell nennen? Ich kenne nur wenige. Vielleicht nennen sich die meisten Bisexuellen lieber heterosexuell oder homosexuell und leben nur einen Teil ihrer Sexualorientierung offen aus?

Ich weiß es nicht. Es sei den Menschen selbst überlassen, wie sie sich definieren. Moment: Ist definieren überhaupt nötig? Ja, noch ist es dringend erforderlich. Solange die Gesellschaft in “normal” (hetero) und “anormal” (alles andere) unterscheidet, statt einfach ihre Vielfältigkeit anzuerkennen, ist es wichtig, dass Lesben, Schwule, Transgender und eben auch Bisexuelle die Heterosexuellen darauf aufmerksam machen, dass Vielfalt die Normalität ist. Erst wenn es neben der Heteroschublade viele andere akzeptierte Schubladen gibt, wird Vielfalt verstanden und die Schubladen in den Köpfen werden hoffentlich überflüssig.

Und deshalb ein neues Blog: bisexualitaet.org. Dort finden sich meine bisherigen Artikel zum Thema. In Zukunft werde ich Beiträge zum Thema dort veröffentlicht und in der Gefühlskonserve nur noch drauf verlinken. Mehr dort.

Du hast Interesse bei bisexualitaet.org mitzumachen? Dann melde dich gern: deef[at]gmx.de. Du nutzt Twitter? Dann folge bei Interesse meinem neuen Themenaccount @bisexualitaet.

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Apr
09
2011
1
Apr
09
2011
8

Bi wie Bibi Blocksberg?

Bisexualitäts-Flagge - gemeinfrei via Wikipedia
Es gibt sogar eine Bisexualitätsflagge – Kochen jetzt auch noch die Bisexuellen ihr eigenes Minderheitensüppchen?

Gibt es sowas wie Bisexualität überhaupt? Oder ist sie nur die Ausrede von Menschen, die sich nicht festlegen wollen? Oder nur eine Heteromännerphantasie zu der Pornofilmer die Bilder liefern? Oder eine Sexualorientierung, die unbestreitbar existiert und dennoch von anderen allzu leichtfertig in Frage gestellt wird?

Woher weiß man überhaupt, das man bisexuell ist? Wie ist das, wenn man sich sowohl zu Männer als auch zu Frauen hingezogen fühlt? Was haben Bisexuelle mit Schwulen und Lesben gemein? Und mit Heterosexuellen? Wie gut gehen Bisexuelle in der LGBT (Lesbisch, Gay, Bisexuell, Transgender) Bewegung auf, mit welchen Vorurteilen aus der Gesellschaft bzw. von Schwulen und Lesben werden Bisexuelle konfrontiert?

Darüber unterhalten sich zwei Bisexuelle am Samstag, dem 16. April: die Berlinerin Paula (Blog, Twitter) und ich. Das Gespräch veröffentliche ich hinterher hier als Audiopodcast. Wie schon bei meinen Gesprächen mit Lantzschi und Roman Held (hoch21) könnt Ihr bestimmen, worüber wir sprechen sollen. Was wolltet Ihr schon immer über Bisexualität oder Paula und mich wissen?

Fragen könnt Ihr hier in den Kommentaren stellen oder per Mail an deef [at] gmx.de oder anonym über den Formspring-Account von Paula oder mir.

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Apr
05
2011
3

Captain Future LIVE am 8. April 2011 in München

Plakat © bunt-lack.de

Zweimal habe ich mir die Auftritte des Captain Future Projects schon gegeben. Die Musiker lasern einem den Soundtrack zur weltgrößten, besten, epochalsten, monumentalsten Animeserie aller Zeiten live um die Ohren. Muss man als Fan gesehen haben. Mehr dazu dort.

Die letzten Male war bei den Gigs auch Captain-Future-Komponist Christian Bruhn anwesend. Wie der Soundtrack entstand und wie er die Musik heute sieht, erzählte mir Bruhn im Interview.

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Mrz
31
2011
1

Mit Lesbenwitz gegen die Wand

Beim Münchner CSD demonstrieren natürlich auch Frauen - Foto (CC BY 2.0) Jerome Munich via Flickr
Lesben kommen in den Medien selten vor, obwohl beim Münchner CSD natürlich auch viele Frauen demonstrieren – Foto (CC BY 2.0) Jerome Munich

Wie sich eine gut gemeinte Idee zum frauenfeindlichen PR-Desaster entwickelte und welche Lehren ich daraus ziehe, habe ich bei jetzt.de aufgeschrieben. Da lang.

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Mrz
20
2011
14

Konrad Lischka und das “Netz der Ignoranten”

Ich bin eine zarte Wildblume... - Stencil Street Art in München - Foto von Deef

Konrad Lischka (Wikipedia, Homepage, Twitter) von Spiegel Online hat sich vorgestern – in gewisser Weise zurecht – über Menschen aufgeregt, die sich ignorant zur die Katastrophe in Japan äußerten. Sein Artikel dazu hier.

Aus meiner Sicht schwingt in dem Text (vielleicht unbeabsichtigt?) eine internetkritische Haltung mit, die ich in ihrer Pauschalität für faktisch falsch halte und die man als wohlfeilen Kulturpessimismus verstehen kann. Denn: es gab schon immer ignorante Menschen, das Internet macht sie nur sichtbar.

Der Artikel stellt zwar die Ignoranten in den Mittelpunkt, geizt aber nicht mit Sätzen wie “Im Netz der Ignoranten”, “das Internet, ein globales Dorf” oder “Auffällig ist, wie viele Menschen im Netz diese Fehleinschätzung teilen”. Diese Stoßrichtung von Lischkas Text kritisierte ich in einer Twitternachricht, die sich für mich überraschend zu einer Diskussion mit Konrad Lischka entwickelte. Meine Überraschung war positiv in der Hinsicht, dass ich nicht damit gerechnet hatte, dass ein Spiegel-Online-Autor versucht, sich mir und der Twitter-Öffentlichkeit gegenüber zu erklären bzw. zu rechtfertigen.

Ob ihm das gelungen ist, lässt sich hier beurteilen: weiterlesen »

Mrz
13
2011
0

“Meinen Sie, was ich versteh?”

Ak47 - Stencil Street Art in München - Foto von Deef

“Gegenseitig Texte vorlesen, sich Fotos zeigen, bis zur Atemlosigkeit Rotz und Wasser lachen. Es kündigt sich ein feuchter Frühling an.” // “Wo ist meine brennende Zigarette?” “Im Aschenbecher.” “Klar, aber in welchem?” // “Sätze, die man nicht hören will wie: Gleich platzt der Reißverschluss.” // “Schau dir das an, die Mädels tragen jetzt Truckermützen. Pfff, diese Lesben. Immer ein Jahrhundert zu spät…” // “Was trinkst du da?” “Aperol mit Wasser?” “Äh…?” “Ja ich will nüchtern werden, aber nicht auf den Alk verzichten…” // Passanten schauen durchs Schaufenster auf Lesungsgäste: “Ist da ein Casting?” “Ne, bestimmt Speed Dating.” // “Und was fastest du?” “Ich schreibe weniger favbare Tweets. Ziemlich anstrengend.” // “Mein Gott, bei all der Zerstörung in Japan, da kommen ja die Castor-Transporte gar nicht mehr durch…” // “Im Drüben fischen” // “Ich hab eine gute und eine sehr gute Nachricht.” “Uff… Dann die Gute zuerst.” // “Hier herrscht striktes Quid Pro Klo!” // “Wann hasten du eigentlich Geburtstag? Frage für Karten-Kim von AstroTV.” // “Die Autorenbeschreibung ‘Sein Leben teilt er auf Twitter mit der Öffentlichkeit’ ist das Neue ‘errang 3. Platz beim Klaus-Fick-Poetryslampreis Remagen’” // “Also meine Mutter…” “Heute ist nicht Muttertag, sondern Weltfrauentag, du Macho!” “Aber sie ist eine Frau.” “Du Reaktionär! Los, sag mir, dass ich hübsch bin.” // “Wann schlafen Sie eigentlich?” “Sonntags.” // “Das sind ja Schwangerschaftszigaretten, die du da rauchst.” “Geil, ich werd schwanger dadurch?” // “Meinen Sie, was ich versteh?”

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Feb
27
2011
11

Leg dich hin, wir müssen reden – der Podcast

Deef Pirmasens und Roman Held (von links) - Foto von Deef

Wie hier angekündigt hat Roman Held (nach21 bei WordPress, hoch21 bei Twitter) mich eingeladen, damit wir uns mal ungezwungen unterhalten. Die Fragen für dieses Gespräch stellten Blog-/Twitter/Formspring-Leser.

Das Ergebnis in dieser Podcastepisode (1h17m – abonnierbar via  RSS oder iTunes).

Ein paar Fragen haben wir – ganz ehrlich und man möge uns verzeihen – vergessen. Angesichts einer Podcastlänge von über einer Stunde, wären weitere Fragen aber wohl auch zuviel gewesen. Vielleicht wiederholen wir das nochmal, vorausgesetzt, Ihr habt noch mehr Fragen.

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Feb
22
2011
2

Leg dich hin, wir müssen reden!

Roman Held links, ich rechts - Foto © Roman Held, Montage: Deef

Roman Held schreibt außerordentlich gut und erhöht seinen Wert auch noch durch die Ankündigung sein Blog Alternativen demnächst zu schließen. Ein Meister der Verknappung des Angebots, dabei ist er nicht mal Ölscheich oder zumindest BWLer, sondern grob gesagt Germanist. Mich nennt er “Freaktourist” und verbindet sein Urteil mit der Einladung, ihn am nächsten Wochenende zu besuchen. Da ich keinen Sex und er keine Beziehung will (oder war es umgekehrt?), müssen wir uns zwangsläufig zum Reden und Saufen treffen.

Das übliche “Und wen bei Twitter hälst du für die Inkarnation des Teufels” haben wir schon telefonisch abgehakt haben und  brauchen Hilfe. Und da kommt Ihr ins Spiel: Worüber sollen wir uns unterhalten oder welche Fragen sollen wir beantworten? Daraus wird ein Podcast mit Antworten auf alles, was Ihr schon immer von ihm oder mir wissen wolltet. Alle Themen und Fragen sind erlaubt und wir antworten so umfassend oder ausweichend, wie es Gewissen und Alkoholpegel zulassen.

Fragen könnt Ihr als Kommentar stellen oder via Formspring: Zu Romans Account geht’s dort, meiner hier.

UPDATE: Die fertige Podcastepisode ist hier zu hören.

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Feb
20
2011
0

Schamponiert, ramponiert…

Schere im Kopf? Foto von Deef

“Das Schimpfwort, das man in Berlin mit ‘V’ schreibt… Gentrivizierung.” // “Hallo Nachbar, können Sie bitte Ihre Musik ausmachen?” “So laut?” “Nein, aber Guns N’ Roses – in welchem Jahrtausend leben Sie?” // “Grüße und Grunz!” // “Als dein Anwalt rate ich dir…” “Du bist gefeuert, du Hotelterrorist! Mein neuer Berater in allen Lebenslagen ist Roger von American Dad!” // “Habe meine Magisterarbeit während 50h-Job als Privatradiogewinnspielverbrecher und 3x täglichem Masturbieren in mühevoller Kleinarbeit…” // “Dein Buch muss so geil werden, dass Alice Schwarzer beim Gedanken daran einen ganzen Straßenzug vollkotzt.” // “Wo geht’s zum Treffen von Jobs, Zuckerberg, Schmidt, Obama?” “Hier entlang, Oberst Stauffenberg, aber die Tasche bleibt draußen!” // “Was hörte ich? Die AOK hat die Huffington Post gekauft?” “Äh… ja genau. Also so ähnlich.” // “Du küsst gut, aber hier isses total dreckig!” “Ich kann für weibliche Gäste nicht mehr putzen als für männliche. Wär nicht ok, gendermäßig” // “Ich bin Schriftsteller und arbeite gerade an einem Telefonbuch. Gibst du mir deine Nummer?” // “Schamponiert, ramponiert, tamponiert.”

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