Aug
01
2012
-

Noch freie Bandnamen – Part 3

Auftritt - Foto von Deef

Plexilars
Polyklinik
Ultra Vulva
Drüsentrieb
Kunstnippel
Sand am Meer
Fleischkuchen
Bügeleisenfaust
Steve’s Handjobs
Rolf und Vorurteil
Separatorenfleisch
Privilegiertenpenis
Homo Faber Castel
Polkadotpumphose
Holzkopfschmerzen
The Retarded Tenors
Schottenrock und -pop
Mein Freund der Tentakel
Clockwork Cocker Spaniel
Der Walfänger im Roggen
Der Club der toten Demagogen
Rondo Veneziano go Bareback
Gnadenhof Pandas und die Leviten

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Jul
16
2011
4

Noch freie Bandnamen – Part 2

Stencil Street Art in München - Foto von Deef

LaFoz
Ex-Chef
Folkszäla
Blutbürger
Streichelpo
Koma Oma
Schamrippe
Still on AOL
Alternativlos
Do The Meth!
Geschlossene
Duftsäckchen
Grey’s Apathy
Date Rape Ape
Schlageronkelz
Wenn Mami trinkt
Messie Millionairs
Scripted Bestiality
Türsteher der Herzen
Die Rating Agenturen
Geocities Anonymous
Traumhafte Microfaser
Sternzeichen Drecksbock
Mengeles Ethikkomission
Female Soccer Hoolz United
Der Urologe der guten Laune
Das RTL2-Symphonieorchester
Die zurückgegebenen Doktortitel
Kinderschminker aus der Anstalt
Söhne der Babyklappe Mannheims
DJ Kacheltisch feat. Schrankwand
Die 3 Ausrufezeichen vs. Fünf Feinde

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Jun
22
2011
5

Noch freie Bandnamen – Part 1

Auftritt - Foto von Deef

Unehrlich
Glaswurst
Hartz Five
Restwürde
Alphastuten
Krakenfresse
Pandaextrakt
Mangamungo
Osamas Erben
Stiefmuttertag
Die Betastasen
Frauenkarzinom
Luftpumpenkuss
Pommes mit Rotz
Brathähnchenherz
Laubsägearbeitslos
Foetuses on Heroin
Fukushima Fighters
Brustwarzenschwein
Übersprungslethargie
Such a Fremdschämen
Todeskommando Benefiz
Hipster Chainsaw Massacre
Nightmare on Lindenstraße
Golden Retrievers from Hell
Köttbullar und die Teelichter
Wendekreis des Sportlehrers
Hundesportgruppe Pitbullcommander
Community Managers from Uckermark

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Jun
07
2011
3

Der Volkszähler war da

Der Volkszähler war bei mir - Foto von Deef

Letzte Woche hatte er mir einen Brief in den Kasten geworfen. Ich gehöre zu den 9,5% Befragten der Haushaltsstichprobe des Zensus 2011. Eine Telefonnummer hatte er mir dazugeschrieben für eine Terminabsprache. Kein Anschluss unter dieser Nummer. Eine Servicenummer vom Amt gab’s auch. Ständig besetzt. Aber wozu machte ich mir überhaupt die Mühe? Er musste ohnehin wiederkommen.

Und das war eben der Fall. Ich öffnete die Tür, er – schmächtig, Glatze, Mitte 50, in kurzen Hosen und mit Sportrucksack ausstaffiert – sagte mit Gerhard-Polt-Stimme: “Ich bin dein Volkszähler.” weiterlesen »

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Apr
08
2011
-

Short Stories plus Google Maps = ?

Street View Literatur © Marion Schwehr

Die Münchner Literaturwissenschaftlerin Marion Schwehr verbindet Kurzgeschichten mit Google Maps. Das Ergebnis nennt sie Streetview Literatur. Mehr erfahren oder gar teilnehmen dort.

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Mrz
20
2011
2

Knut-Bye, Eisbär der Herzen!

Eisbären - hanebüchene Zeichnung von Deef

Knut ist tot. Der Eisbär brach gestern einfach zusammen und trieb tot im Wasser seines Geheges. Wodurch Knut gestorben ist, ist bislang unklar. Ein Thema das viele Menschen bewegt. Auf ganz unterschiedliche Weise.

Verschwörungstheoretiker fragen sich: War es das Fischfutter aus Japan? Oder Gaddafis Geheimdienst? Optimisten sehen natürlich das Gute: endlich ist Knut wieder mit seiner Ersatzmutter vereint. Sein Tierpfleger Thomas Dörflein starb nämlich schon 2008.

Kinder fragen derweil ihre Eltern: kommt Knut in den Tierhimmel? Und wenn die Eltern bejahen, fragen die Aufgeweckteren, ob Knut im Tierhimmel nicht den Wahrsage-Kraken Paul aufrisst. Da ist es schon besser den Kindern die Wahrheit zu sagen: Knut kommt auf den Friedhof der Kuscheltiere. Oder wenn man ganz ehrlich sein möchte: Knut wird ausgestopft. Oder verbrannt. Nicht schockiert sein. Kinder wachsen an der Wahrheit. Und sie mögen sowohl Teddys als auch Feuer. weiterlesen »

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Dez
23
2010
2

Göttliche Weihnachten

goldig, der Knochenmann - Foto von  Deef

Diesen kleinen Text hatte ich für diese Lesung geschrieben.

Guten Tag, ich bin der Leibhaftige. Sie können mich aber auch Satan, Diablo, Deibel oder schlicht Teufel nennen. Luzifer und Mephisto klingen auch schön in meinen spitzen Ohren. Ich bin hier um ein Missverständnis aufzuklären, eine Schuldfrage. Normalerweise können Sie bei allem, was Sie nervt, getrost mir die Schuld geben. Bei Katastrophen, Kriegen, Unfällen und Verbrechen sowieso. Aber auch Kleinigkeiten wie mieses Wetter, fehlendes Streusalz, ausgefallene ICEs, das Partei-Programm der FDP, die Wahl zum Manager des Jahres und alle Sendungen von RTL gehen auf meine Kappe. Aber ich bin völlig unschuldig, was Weihnachten angeht. Gut, ich habe zwar meine Hände im Spiel seine wundervollen Begleiterscheinungen besonders höllisch zu gestalten wie zum Beispiel Fussgängerzonen-Bürgerkrieg, die Preisoffensive an der Glühweinfront, Wichtelwahnsinn auf der Firmenweihnachtsfeier, Geschenketerror beim Familienfest und das Feiertagsfernsehprogramm mit den 300 schönsten Märchenfilmen der Tschechoslowakei. Geschenkt, aber die Wurzel all diesen Übels, Weihnachten selbst hat Gott verbrochen. weiterlesen »

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Apr
23
2010
4

Luzie und Caro

Luzie fühlte sich wie ein überfahrenes Reh. Aber das Gefühl nahm mit jeder Minute, die das Diazepam mehr Wirkung aufbaute, ab und verlor sich in einer wabernden Wohligkeit, die Gründe und Konsequenzen schluckte und an deren Stelle ein wattiges Gefühl von Geborgenheit setzte. Es musste der Rücksitz des Golfs sein. Luzie öffnete kurz die Augen. Es war der Rücksitz des Golfs. Sie lag über die ganze Breite darauf, weil sie klein war, musste sie die dünnen Beine kaum anwinkeln. Sie war angegurtet mit dem Bauchgurt des mittleren Sitzes, ihre Sicherheitsparanoia funktionierte noch, und kuschelte sich mit dem Gesicht zur Bank unter ein Kissen aus dem Merchandisingprogramm von “Chihiros Reise ins Zauberland”.

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Jan
29
2010
11

Tassilo

Street Art in Berlin Mitte - Foto von Deef

Mit einem – wie ich später herausfand – selbstverfassten Empfehlungschreiben und einem Polohemd, dessen Kragen hochgeschlagen war, ging er ins Büro meines Chefs. 15 Minuten später wurde er mir als mein neuer Partner vorgestellt. Tassilo. weiterlesen »

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Jan
06
2010
-

Gott will Rat

Anonyme Formspringfrage: In der Nacht erscheint dir ein Engel. Gott will Rat von dir. Was gibst du dem Allmächtigen mit auf den Weg?

Also Schnucki, Gott fragt nicht um Rat. Und wenn er schon den Gabriel oder einen von den anderen Jungs schickt, dann um zu verkünden. Gott ist allmächtig, allwissend und ich glaube nicht dass es ihn gibt. Aber rein theoretisch, machen wir das Spielchen. Der Engel kommt, will meinen Rat, ich sag, “ok, Junge, bring mich hin.”
Er schnippt mit den Finger und BUMM ich steh vor Gott. Gott ist weiblich, unglaublich dick und schwarz und hat eine ansteckende Lache. Sie reicht mir ein Becks, bietet mir einen weichen Ledersessel (ja, Gott killt Tiere, dafür sind sie da) an und sagt,
“Deef, ich hab dir ein schönes Leben auf Erden geboten oder?” Ich denke kurz über meine Antwortoptionen nach, während sie fortfährt “Ich kann deine Gedanken lesen und ich entnehme, dass du ganz zufrieden warst, also kommen wir gleich zum Punkt: Der Papst spinnt. In Afrika krepiern alle an AIDS und der erzählt den Leuten Kondome wären Sünde. Was soll ich tun? Und sag mir nicht, ich soll den Papst ermorden. Das hab ich schon versucht, aber es klappt nicht.”
“Hygiene und Gesundheit sind doch Christliche Werte. Darauf aufbauend könnte er doch auch Kondome für die Welt segnen” werfe ich ein.
“Das ist eine gute Idee”, entgegnet Gott. “Wieso bin ich da nicht früher drauf gekommen? Vielleicht sollte ich mal wieder die Bibel lesen.”
“Und vielleicht könnte der Papst auch mehr auf den Islam zugeh…”
“Danke dass du hier warst, du weißt ich bin sehr beschäfigt.” Und BUMM war ich wieder auf der Erde und erwachte neben einem leeren Kasten Bier und auf dem Boden verteiltem Mageninhalt.

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Jan
05
2010
1

“Wie sieht ein perfekter Tag für dich aus?”

Ich stehe um 10 Uhr auf, ein Bote bringt ein Präsidenten-Frühstück aus dem Bayerischen Hof rüber. Ich nehme es zur neusten Folgen von Lost und Dexter. Beim Abspann ruft die Berliner Synchron Gesellschaft an und fragt, ob ich die neue deutsche Stimme von Matthew Fox oder Michael C. Hall werden möchte. Ich nehme beide. Nach einem halbstündigen Ausdauerlauf an der Isar dusche ich mit zwei asiatischen Badefrauen und lasse mich hinterher von einem Shiatsu-Experten mit süßem französischem Akzent durchkneten. weiterlesen »

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Feb
08
2009
9

Music For Tipsy Girls

Music for typsy girls - Foto von Deef

Das DJ-Set mit “Stars on 45″-Instrumentals, Sugar-Hill-Gang-Remixen und einer Karaoke-Version von “Pump up the Jam” übertölpelt mich gehörig. Erst halte ich es für mutig und tanze artig, dann wird mir klar: die 70er ertrag ich nicht mehr und die 90er noch nicht wieder. Aber es ist laut Schriftzug überm Plattenaufleger auch kein Mix für mich, sondern “Music for tipsy girls”. Die anwesenden Damen geben sich redlich Mühe, dem gerecht zu werden. weiterlesen »

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Dez
18
2008
4

Das Universum ist kompliziert

Der See ist schwarz wie Tusche und in ihm spiegelt sich der bewaldete Hügel dahinter. Mein Blick gleitet von der Wasserfläche auf das gegenüberliegende Ufer, den Wald und in den Nachmittagshimmel. Ein kleines Flugzeug nähert sich. Es fliegt S-Kurven auf seltsam unbeholfene, fast schon gefährlich anmutende Weise. Dann schwebt es dicht an den See heran und – ich muss zweimal hinsehen – wassert. Es sah zuvor gar nicht wie ein Wasserflugzeug aus, sondern wie eine lächerliche Miniaturversion einer Concorde. Eine Luke öffnet sich und aus dem Inneren winkt mein Cousin Phil.

Das Universum ist kompliziert und da gibt es Dinge, die man nicht für möglich hält. Sie passieren einfach und man freut sich, sofern man sie nicht durch zuviel Nachdenken ruiniert. Ich denke nicht nach und springe ins schwarze, bodenlose Wasser. Schnell bin ich rübergeschwommen, hab mich auf einen  Landeschwimmer der Machine gezogen und nehme im Cockpit Platz. Phil und ich umarmen uns. “Absolut schräge Steuerung”, meint er und überläßt mir den Start. weiterlesen »

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Nov
06
2008
15

Der Koffer

Nein. Fuck! Warum? NEIN! FUCK!!! WARUM?!!! Das Wochenende in Berlin war perfekt gewesen. Eine Unaufmerksamkeit auf der letzten Etappe der Heimreise, der Bahnfahrt von Regensburg nach München, hat alle guten Gefühle gelöscht. Ich stehe vor meiner Wohnungstür und atme mit offenen Mund. War ich völlig verpeilt, als ich aus dem Zug gestiegen bin? Entweder mit den Gedanken schon zuhause oder’n Berghain-Flashback. Wie sonst konnte es mir passieren, dass ich meinen Koffer in der Gepäckablage vergesse? Erst jetzt, vor der Wohnungstür hab ich’s bemerkt.

“Kontaktieren Sie die Schaffnerin des Zuges,” bitte ich dem Telefonisten der Bahnhotline.
“Geht nicht.”
“Aber es könnte sonst vielleicht Bombenalarm wegen herrenlosen Gepäck ausgelöst werden”, versuche ich die Vorteile aus Bahn-Sicht herauszukehren.
“Der Zug könnte ja auch entführt werden”, antwortet er ohne jede Gefühlsregung. Und keucht nach einer Pause ein heiseres Stromberg-Lachen. Ich lege auf und stell mir vor, wie ich seinen gesichtslosen, mit Headset versehenen Kopf in einen Bottich rauchende Schwefelsäure tauche. weiterlesen »

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Okt
11
2008
-

Auf ging’s, ab ging’s

Wenn das letzte, schale Beck’s ausgetrunken, die letzte Nil in den Ascher gedrückt, der letzte weiße Krümmel von einem schmierigen Klodeckel gesnifft ist, wenn sich die Nacht zwar schon lange verpisst hat, aber vergaß den Alptraum mitzunehmen, der sich als die grauenhafte Gegenwart vorstellt…  Dann liebe Freunde  erkennt man, ein Schmerzzentrum zu haben, das die Taubheit verscheucht und an jedem Punkt des Skeletts zerrt.  Wäre man nur konzentriert genug, könnte man das den Ziehen und Pochen Körperteilen zuordnen, würde die Blasen an den vertanzten Füßen befingern, sich über die wunden Genitalien wundern und das Nasenbluten wegtamponieren bevor es einem das überteuerte T-Shirt versaut. Aber wir sind weder konzentriert, noch abwägend genug, um Maß zu halten. Wir leben die Globalisierung und haben Spaß, bis es nicht mehr weitergeht. Zu unserer eigenen Verwunderung geht es immer weiter…

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