“Ich saß gegen mehrere Kissen gelehnt, und ihr Kopf lag auf meiner Brust. Die Stille war so absolut, dass ich fest glaubte, das Klirren des Eises in meinem Glas wäre noch draußen auf der Straße zu hören. Der Mond schien durch das vordere Fenster und ich betrachtete den Ausdruck in Chenaults Gesicht und fragte mich, wie sie so zufrieden und friedlich aussehen konnte.
Nach einer Weile griff ich nach der Flasche und füllte wieder mein Glas. Dabei verschüttete ich ein bisschen Rum auf meinem Bauch, und sie beugte sich nach unten und leckte ihn ab. Die Berührung ihrer Zunge ließ mich erschaudern, und nach einem kontemplativen Moment nahm ich noch einmal die Frlasche und tropfte ein bisschen Rum auf mein Bein. Sie schaute zu mir hoch und schmunzelte, als würde ich mir einen sonderbaren Spaß erlauben, dann beugte sich sich runter und leckte.”
Nicht Hemingway, nicht Bukowski, sondern Hunter S. Thompson 1959 in der Karibik: Rum Diary. Das richtige Buch für den heißen Sommer. Und es macht sich gut, es zu lesen, bevor der Film mit Johnny Depp in der Hauptrolle erscheint.
PS: der aktuelle Bloguntertitel “Buy the ticket. Take the ride.” ist der Titel eines Dokumentarfilms über Thompson aus dem Jahr 2006.

Sehr schöne Empfehlung für diesen Sommer, auch weil ich mich gerade durch Texte quäle, die deutlich weniger Spaß machen…
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