Jan
10
2009

Dead Space: Aliengeschnetzeltes a la Nostromo

“Schieß auf die Gliedmaßen” hat jemand schnell und schmutzig an eine Wand geschmiert. Mit Blut. Irgendwo fällt ein Schraubenschlüssel auf den Metallboden und du hörst das Klimpern durch die Gänge hallen. Plötzlich geht das Licht aus. Das Orchester feuert einen bombastischen Tusch ab – dann Stille. Die Geigen zirpen schrill auf den hohen Saiten, während du dich des handtellerkleinen Lichtkegels der Waffe bedienst, um zu sehen wo oben und unten, vorne und hinten ist.

Dein Tunnelblick bekommt Gliedmaßen zu sehen. Du erkennst es erst nicht richtig, schaust nochmal hin und begreifst, dass ein zweibeiniges “Etwas” von der Größe eines Basketballspielers neben dir aus dem Luftschacht steigt und nun mit hoch über den Kopf erhobenen Greifarmen einen – den letzten – Schritt auf dich zu macht…

Das weckt Erinnerungen an Ellen Ripley, die in “Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt” durch das düstere Raumschiff Nostromo stolperte, ständig in Angst, hinter der nächsten Ecke  könnte ein schleimiges und maximal feindseliges Monster warten. Aber es ist kein Film, sondern ein Spiel, Dead Space (Wiki, offizielle Seite), der Science-Fiction-Horror zum Selbermachen für Konsole und PC.

Als Mitglied einer Rettungscrew landet man mit einem kleinen Shuttle auf einem riesigen Bergwerksschiff, das ohne Lebenszeichen um einen abgelegenen Planeten kreist. In bester Half Life-Manier muss man nun seinen Weg durch den riesigen Stahlsarg bahnen, kleine Schalter- und Logikrätsel lösen und sich gegen allerlei schlagende, spuckende und explodierende Ungeheuer zur Wehr setzen. Dead Space ist hektische Action, Ekelhorror und Gruselspannung präsentiert in Bombastgrafik und mit Hollywood Soundtrack. Ich genoss 14 Stunden Spielzeit lang thrillende Unterhaltung. Thumbs up for this game of my life!

Ausführliche Besprechungen von Dead Space gibt’s bei Polyneux und 4players und den Trailer hier.

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4 Kommentare

  • ElClowno sagt:

    Ich hab vor kurzem die Demo auf der 360 gesehn. Man sammelte ein paar Waffen ein und kam in einem Raum in dem Gegner um Gegner schneidende Aufmerksamkeit fordern. Die Übermacht war aber erdrückend und mehr als 10 Gegner konnten wir nicht überwinden, obwohl Neue nachrückten. Ist das in der Vollversion auch der normale Anfang in dem Spiel, eine nicht enden wollende Übermacht an Gegnern?

  • Philipp sagt:

    man beachte, dass “geman” auf der offiziellen Webseite gar nicht mehr vorgesehen ist…. so tief sind wir gesunken….

    Irgendwie war half-life (_1_) mein letzter wirklicher Shooter…
    Ich werde alt….

  • Deef sagt:

    @El Clowno: Es gibt einige heftige Stellen im Spiel mit vielen Gegnern, aber man wird mit allem fertig. Mit hilfe von “Stasis”, einer Art Zeitlupenwaffe, kann man einen oder mehrere Gegner stoppen, sich dann erst anderen widmen oder sie gezielt abwehren.

    Es gibt in Dead Space einige Trial-and-Error-Passagen, die man mehrfach spielt. Ich hab 3 bis 4 Abschnitte bis zu 6 Mal gespielt. Da die Rücksetzpunkte gut liegen, hat es nicht zu sehr gestört.

    @Philipp: Ich glaube, das hat mit dem Jugendschutz zu tun. Laut 4players wurde das Spiel erst nach diversen Schnitten und erst im dritten Anlauf von der USK zugelassen (keine Jugendfreigabe, also ab 18). EA hatte eventuell gar nicht mehr damit gerechnet oder aber die Homepage zeigt mehr als man in Deutschland im Spiel zeigt. Ich hab die englische Importversion and it’s shocking blood splatter action, my dear.

  • [...] Die Mystery-Einlagen mit der vom Helden halluzinierten Alma, einem kleinen Mädchen, sind ansprechend filmreif inszeniert. Aber dennoch schafft es die Demo von Fear 2 nicht, mich mit Handlung und Design zu überzeugen wie Bioshock oder mit Atmosphäre und Grafik zu punkten wie Dead Space. [...]

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