“Charlie, die Washington Post will wissen, ob sie schon mal eine Entziehungskur gemacht haben.”
“Und was sagen Sie denen?”
“Ich sage, Sie würden da nie hingehen, denn die haben keinen Alkohol.”
“Ausgezeichnet. Deswegen sind Sie meine Presse-Pussy”.
Man merkt es nicht gleich, aber in diesem Film geht es um den Krieg in Afghanistan. Anfang der 80er griff die Sowjetunion in den afghanischen Bürgerkrieg ein und besetzte das zentralasiatische Land. Mit Waffen und Know-How u.a. der CIA bescherten die Mudschaheddin der Roten Armee bis zum Ende des Jahrzehnts eine empfindliche Schlappe.
Die CIA-Unterstützung hat – angeblich eine wahre Geschichte – der Lebemann (Whiskey, Weiber, Koks) und Kongressabgeordnete Charles Wilson organisiert. Erzählt wird das als Melange aus “Fegefeuer der Eitelkeiten” und “Wag the Dog”. Könnte toll sein, aber einige Längen stören und die Überdosis des obligatorischen USA-Pathos gegen Ende.
Das macht die Besetzung teilweise wett: Tom Hanks, Philip Seymour Hoffman und Julia Roberts (die nie schlechter aussah, passt aber zur Rolle). “Der Krieg des Charlie Wilson” – man muss ihn nicht sehen, aber wer ihn sieht, wird schmunzeln. Für Kenner: Tom Hanks wurde ungewöhnlicherweise mit der Synchronstimme von Billy Christal und Michael Keaton (Joachim Tennstedt) eingedeutscht. Arne Elsholz war wohl verhindert.

[...] (Quelle: Universal) In dem Film gibt es ein Gespräch zwischen Joanne und Charlie, gelesen bei gefuehlskonserve.de, in dem fast alles angesprochen wird, worum es im Film Der Krieg des Charlie Wilson (Charlie [...]
Also Arne Elsholz wäre mir lieber gewesen.
Wenn Gesicht und Stimme nicht passen, macht das den ganzen Film zunichte find ich.