300 ist kein Müll, aber weit von der Phantastigkeit (so und nicht anders) eines “Sin City” entfernt. Trotzdem (oder gerade deshalb) polarisiert der Film. Einigen zufriedenen Meinungen steht z.B. der Abscheubericht von Ix gegenüber, den ich nicht so recht nachvollziehen kann. 300 ist kein Riefenstahl’scher “Triumph des Willens” und nicht Veit Harlans “Kolberg“. Er kommt nicht mal in deren Nähe.
Aber eine Warnung an die Fankurve von Troja, “Königkreich der Himmel”, Gladiator und “Herr der Ringe”. Vorsicht meine lieben Droogs, 300 ist kein klassischer Muskel- und Sandalen-Schinken. Es ist ein blutspritzender Martial-Arts-Film, der von Fernost nach Griechenland verlegt wurde. Inklusive nerviger Zeitlupensequenzen in denen anatomisch genau Köpfe von Rümpfen abgeschlagen und (inklusive der Schnittfläche mit Halsfleisch, Wirbelsäule usw.) vorgezeigt werden. Die dem Film vorgeworfene Ästhetisierung der Gewalt kann ich in solchen Ekelszenen nicht erkennen.
Fazit: Kann man sich anschauen, es gibt aber keinen guten Grund dafür.
Doch Langweile, fand den Film auch abstossend brutal, die Filmtechnik ist schon schick, aber sicher nicht so gut wie Sin City, also ich sehe da keinen Fortschritt oder Meilenstein….Renaissance ist auch so ein Film kann man gucken, muss man aber nicht….
Ich habs gestern gesehen. Mein Kumpel Stephan hat ab und zu nicht hingeschaut.
Man muss halt im Hinterkopf haben, dass es eine Comic-Vorlage gibt. Und die setzte wohl nicht auf historischen Realismus, sondern auf Monster, maskierte “Horden aus Asien” (so formulierten leider auch schon die Nazis) und einen perversen Xerxes, der gigantisch, gepierct und so ganz anders ist als man sich persische Könige von damals – z. B. auf dem Alexander-Fresko – vorstellte.
Historisch ungenau war leider, dass nur Spartaner nach dem Umgehen zurückblieben… aber für so etwas gibts Dokus.
Wenn Persien Griechenland – diese Ansammlung meist nicht sonderlich befreundeter Stadtstaaten – besiegt hätte, würde unsere Welt heute anders aussehen.
Für das Bemühen, diesen wichtigen Punkt der Geschichte filmisch umzusetzen, hab ich gern ein paar Euro bezahlt.
Die Konferenz von Jalta war auch ein wichtiger Punkt der Geschichte, aber es ist natürlich spannender, wie sich ein paar 100 Kämpfer gegen ein paar Hunderttausend Invasoren verteidigen. Wie, und weniger warum.
“Jalta” done by Frank Miller… das wär’s doch mal ;-)