Nach ihrer Lesung im Münchner Literaturhaus. Ich wollte kein gezeichnetes Schaf, wie das Zitat aus “Der kleine Prinz” in der Überschrift andeutet, sondern eine Widmung.
“Signierst Du mir Dein Buch?”
“Gern. Wie heißt du denn?”
“Ähmmm… Deef Pirmasens.”
Und dann waren Helene Hegemann und ich sehr charmant zueinander. Eigentlich gab es auch keinen Grund, nicht nett zu sein, denn, wie ich bereits von Anfang an bemerkte, Helene Hegemanns Schreibe begeistert mich, abgesehen von ihrer laxen Quellenhandhabung. Natürlich hatte ich dennoch einkalkuliert, dass Helene mir, aufgrund der von mir losgetretenen Medienlawine, die Augen auskratzt, mich mit Schwefelsäure übergießt oder zumindest schreiend davon läuft. Deshalb habe ich das Foto unten als erstes gemacht und danach erst meine Identität offenbart. Wie sich herausstellte, wäre andersherum doch besser gewesen, denn hinterher hat sie gelächelt.
Axolotl Roadkill gibt’s als Buch und Hörbuch bei Amazon (Partnerlinks).
Am Rande: In einem Artikel für Sueddeutsche.de berichtet Michael König süffisant über die Lesung im Literaturhaus und lästert über Helene Hegemanns Frisur, die “strähnig auf schwarzen BH-Trägern” gelegen habe. Hätte das eine weibliche Journalistin auch so geschrieben? Hätte Michael König auch Haare und Outfit für erwähnenswert befunden, wenn Helene Hegemann ein Mann wäre? Es scheint ein Fall der leider alltäglichen Frauenfeindlichkeit in den Medien zu sein.
Mehr zum Thema:


welch balsam auf mein harmoniesüchtiges sensorium!!!
Mir ist’s ein Rätsel, wieso sie dich nicht erkannt hat. Wäre ich an ihrer Stelle gewesen, hätte ich dich sofort gegoogelt.
Lächeln ist auch auf diesem Bild. Man profitiert ja voneinander. Ihr seht aus wie Geschwister!
jetzt ist doch wieder alles eins geworden. die wellen ebben aus. alles entspannt.
Pass bloß auf! Wahrscheinlich schreibt Euch bild.de gleich noch eine Lovestory auf Euren Autorenbody …
Was für ein tolles Bild, und wie wir durch Harald Schmidts Sendung wissen, hat sie Hunger(die Strähne auf der Schulter!), nur deswegen lächelt sie nicht.
too much gedöns für das buch eines 17 jährigen kindes welches bissl abgekupfert hat.
Ganz groß.
Wenn du ein Autogramm vom Autor von Axolotl willst, hättest du besser Airen oder Carl Hegemann gefragt. Find ich schwach, deine Aktion…
@Donatello: Sich von seinen Bekannten Autogramme zu holen ist doch nichts Besonderes. Interessant ist es, auf jemanden zuzugehen, der Grund hat, einen zu hassen.
Der SZ-Artikel ist doch wohl eine Ausgeburt von Selbstgerechtigkeit, so ein peinlicher Haufen Scheiße. Bei aller Kritik an HH, jetzt auf der Lesung rumzuhacken. Hätte es diesen Plagiatsvorfall nicht gegeben, wäre der Autor wahrscheinlich abgegangen, wie toll das ist, und symptomatisch für den Literaturbetrieb, dass erst ein kleines Mädchen kommen muss um diesen aufzumischen.. Floskeln wie “Kampf der Generationen” wären dann gefallen und ihre “strähnigen Haare” wären irgendwie auch noch irgendiwe als Beispiel für ihre/unsere/meine Generation gedeutet worden.. aber so, springt er auf den Zug auf.
Ach, die Kritiker versuche jetzt gerade, ihre überschwenglichen und nicht nachvollziehbaren Lobeshymnen mit Hardcore-Zynismus wett zu machen… na ja, ich finde die Artikel in der Süddeutschen trotz allem sehr unterhaltsam…wer sich so inszeniert bzw. inszenieren lässt wie Helene, muss irgendwie doch auch damit rechnen….und jetzt kommt bitte kein Kommentar, vonw egen sie ist ja erst 18….Das war nie und ist erst recht heutzutage keine Entschuldigung.
@Deef
Warum meinen Sie, Helene Hegemann müsse Sie hassen?
Was für ein unattraktives Mädchen. Hat überhaupt nix von nem blonden Bunny. Der nehme ich keine Sex-Eskapaden ab. *grusel*
@unionista
Was ist denn das für ein sexistischer Kommentar?
@moosmann
Was ist denn daran sexistisch, wenn ich schreibe, dass ich sie für unattraktiv halte? Ok, “blondes Bunny” ist vielleicht nicht pc. Aber wäre sie das, dann hätte ich wenigstens verstanden, warum die ganzen alten Herren im Feuilleton so begeistert von ihr waren (sind?). Und die Feuilletonistinnen natürlich auch.
@moosmann
mit deiner Frage an Deef (“hassen”) haste aber recht. Sie hat ihm ja die größte Literaturdiskussion der vergangenen zehn Jahre zu verdanken. Da konnte nicht mal Grass und seine Zwiebelhäutung mithalten. Der ist immerhin Nobelpreisträger.
@unionista
Neenee, es geht nicht um political correctness, sondern um Sexismus. Dein Kommentar ist verletzend in erster Linie Helene Hegemann gegenüber, aber auch allen anderen die sich um humane, zivilisierte Kommunikation bemühen.
“Humane, zivilisierte Kommunikation” ist der Kommerz-Hure Hegemann völlig fremd. Siehe ihre scheinheiligen Interviews, siehe ihre dann doch wieder alles relativierende Position in der Presse. Am Ende ist sie ja nur Opfer einer böswilligen Medienkampagne geworden. Diese fiesen Journalisten haben doch tatsächlich gemerkt, dass sie sich fremde Texte aneignen wollte, in der Hoffnung, keiner würde es merken; niemand würde solche Underground-Blogger lesen.
Kurz: die Frau ist ein hohler Medienprofi und nicht mehr. Als würde man ein Cindy-Crawford-Face auf eine Aretha-Franklin-Platte kleben. Und dann Paris Hilton draufschreiben.
Was verkauft, ist gut. Etwas anderes zählt bei dieser ach so schnell erwachsen gewordenen wanna-be “Schriftstellerin” nicht. Und anscheinend verkaufen sich die literarischen Wichs-Vorlagen ihres Vaters mit dem Gesicht des Nachwuchses auf dem Cover recht gut.
Um mehr als Umsatz geht es ihr nicht. Was Hegemann von jedem noch so unbekannten Künstler unterscheidet: Sie hat keine Message, sie hat nichts zu sagen. Aber sie hätte SO gerne etwas zu sagen: deswegen klaut sie bei den Echten.
Und so sehe ich das – sorry – auch bei dir, Deef: Du hättest so gerne etwas zu sagen. Du stehst so auf das Rampenlicht. Aber den Weg dahin können dir eben nur Echten ebnen.
Es gibt Themen – gerade die polarisierenden sind es meistens – bei denen man EINE Position einnehmen sollte. Und vielleicht muss man gerade dann auch mal auf etwas verzichten, um seine Stellung klar zu machen.
Viele verzichten dann, und man hört nie von ihnen..
Andere nehmen alles mit.
Bitchin´for the fame.
Alle beide.
***
Was für eine Enttäuschung…
@Donatello
Ich hatte Sie schon im Parallelthread gefragt, wo man etwas darüber hört, daß Helene Hegemann gar nicht wirklich die Autorin ihres Buches ist, sondern ihr Vater ihr die Feder geführt haben könnte. Können Sie das bitte konkretisieren?
Was Sie sonst sagen, finde ich in der Sache nicht falsch, aber im Ton wird es Helene Hegemann nicht gerecht. Sicherlich sprechen wir angesichts der Verkaufserfolges um einen Umsatz in Millionenhöhe, an dem sie sehr gut mitverdient. Aber was hat sie als Teeny für Mittel, sich gegen ein Umfeld zu behaupten, das alle Mittel der Manipulation beherrscht? Wie soll sich die Marionette gegen ihren Strippenzieher wehren? Sie müßte die Fäden abbeißen, an denen sie geführt wird.
Wenn man wie Deef es tut, ihr Buch auch trotz der Plagiate schätzt und ihr als Autorin etwas zutraut und ihr Thema für interessant hält, möchte man sie natürlich nicht vernichten. Weil Deef ihr gegenüber sich auch stets wertschätzend geäußert hat, glaube ich auch nicht, daß sie ihn hassen müßte. Aber auch, wenn man ihr Schreiben nicht so hoch hält und ihre Thematik nicht so faszinierend findet, (so geht es mir), sollte man sie nicht so rundum als Person verurteilen. Sie ist ein Rädchen in der Maschine, die sie vernichtet, und die Maschinerie fragt nicht, ob sie dieses Rädchen freiwillig sein möchte. Wenn sie sich jetzt über diese Maschine beklagt, spricht das eher dafür, daß sie es nicht hat kommen sehen. Sie hat keinen Überblick und ist anscheinend von lauter Maschinisten umgeben. Ihr fehlt der Blick von außen. In der Situation des “Angegriffenseins” schottete sie sich zusätzlich ab und ist seither auf den Kreis der Jasager angewiesen. Da ist keine Selbstkritik zu erwarten.
Es wäre auch zuviel verlangt, wenn sie angesichts der üppigen Belohnungen (Honorare, Preisnominierung, Zuwendung von “wichtigen” Leuten) selbskritisch würde. Wieviel Stehvermögen kann eine gerade mal Achtzehnjährige haben? Bei allem Zorn über die Dreistigkeit des Verlages und der Literatur-Großkritik, die das plumpe Plagiat noch pseudowissenschaftlich als Intertextualität adeln wollen, sollten wir die Proportionen nicht aus den Augen verlieren und Helene Hegemann als die Schwächere eher in Schutz nehmen als preisgeben.
@Donatello: Interessant, wie man seinen offenen Hass auf Helene Hegemann derart emotional auf mich projizieren kann.
Meine Position bzw. was ich zu sagen habe, hast du in deiner schablonenhaften Schwarz-Weiß-Sicht nicht verstanden. Ich habe von Anfang an zwischen Helene Hegemanns Person, ihrem Buch und ihrem Vergehen, dem laxen Quellenumgang, differenziert. Denn Denkkategorien a la Darth Vader/Luke Skywalker und die sich daraus ergebenden Pauschalverurteilungen führen nicht zu einer sachlichen Auseinandersetzung, wie dein von Unterstellungen strotzender Kommentar eindrucksvoll belegt.
@Deef
Die Person Hegemann hat sich durch ihre Abschreiberei disqualifiziert. Wo ist die literarische Leistung? Die gibt es dann nicht. Schreibe und Sujet stammen nicht von ihr, sondern von verschiedenen anderen AutorInnen (waren es nicht 6 Seiten Quellennachweis). Es ist ist, nach allem was bisher diskutiert wurde, ein Aufguss. Insofern hat Donatello recht.
Helene Hegemann will nicht mehr Schriftstellerin sein, sondern Recht studieren, sagt sie:
http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/buecher/Enfant-fatale/story/30000361
hmm… ja, es muss wirklich hart sein mit ansehen zu müssen wie ein 17-jähriges Mädchen die Literaturszene “rockt” (auf jeden Fall ist sie in aller Munde), wenn man selbst mit seinen 30 Jahren so RICHTIG noch nie was hingekriegt hat. Ich wüsste auch nichts anderes als sie auf ihr Aussehen zu reduzieren.
@Unionista: Ja sie hat Quellen unterschlagen, viel fremdes reingeschludert. Aber es geht in Axolotl Roadkill um mehr als um Techno und Drogen. Vielleicht liest du das Buch erst mal, bevor du urteilst.
@Jacke: Du sprichst in Rätseln.
@deef:
dann gib mal her.
@jacke: wer ist dreißig und hat nichts zustandegebracht?
1. Zu dem sie “rockt die Literaturszene” :
Sie ist lediglich ein WerbeaufstelldingsdawasdadraußenvorDönerbudenimmerrumlungert des Verlags und weiß wahrscheinlich schon gar nicht mehr wo oben und unten ist. Ihre Interviews und Aussagen klingen jedenfalls sehr hohl, aufgesetzt und schreien nach “waaah wo bin ich.” Selbst mir tut sie schon langsam Leid. Alleine das “Jura” studieren … vorhin diesen Ausschnitt aus einem Interview im Verblödungskasten gesehen … wie unlustig und wie affektiert das Publikum lacht. Arm.
2. Das entschuldigt sie nicht von ihren begangenen faux pas des Quellen unterschlagens, aber grundsätzlich sind der Verlag, die Lektoren und die ganze Pseudo-Literarische-Hype-Maschinerie das Übel… das Mädchen kennt die “wahre Welt” doch noch gar nicht. Bis auf das Ihre Mutter verstorben ist, scheint ihr ja noch nichts allzu “reales” passiert zu sein. Papi ist ganz toll und bekannt und sowieso standen ihr die Türen ja schon von vornherein offen. Das was sie beklagt, dass es nichts mehr gebe, wofür es sich zu rebellieren lohne… Wahrscheinlich musste sie noch nicht um 5 Uhr morgens in irgendeinem Sch…önen Supermarkt die Regale einräumen oder sich bei einer Zeitarbeitsfirma verkaufen damit ihre Familie über die Runden kommt. Stattdessen durfte sie ihren Neigungen nachgehen… u.a. von Dingen zu sprechen, von denen sie keinen blassen Schimmer hat.
3. Über ihr Aussehen abzulästern ist ja wohl mal unterste Schublade… Ich sag nur scheiß voreingenommene und oberflächliche Gesellschaft. Oder wie die Minderbemittelten sprich Mehrheit der Personen in unserer Gesellschaft es ausdrücken “Eh, guck disch doch ma an!”
4. Zu dem “Hätte es diesen Plagiatsvorfall nicht gegeben, wäre der Autor wahrscheinlich abgegangen, wie toll das ist, und symptomatisch für den Literaturbetrieb, dass erst ein kleines Mädchen kommen muss um diesen aufzumischen..” von Philipp Nicht das “kleine Mädchen” ist gekommen, sondern die Hirnlosen kommerzgeilen “Talentsucher” sind in einen riiiiesigen Haufen Sch… getreten, den sie selbt dort platziert haben. Reiner Zufall, dass dieser “Vorfall” bzw. die Diskussion aufgebrochen ist.
5. Langsam nervt es echt irgendwie…
Ich bin ganz froh, daß der ganze fiese Streßmüll aus dem Buch sich NICHT aus dem Erfahrungsschatz einer jetzt 18-Jährigen speist :-)