
Das Wochenblatt Freitag von Spiegel-Erbe Jakob Augstein ist heute in seiner relaunchten Version erstmals erschienen. Vormals mit dem Untertitel “Die Ost-West-Wochenzeitung” heißt es nun “Das Meinungsmedium”. Auch der Intenetauftritt ist neu und setzt stark auf Community und User-Content. Hier eine formale Kurzkritik der heutigen Printausgabe:
- das kleine, Rheinische Zeitungsformat ist angenehm handlich
- Titelseite ohne Werbung, insgesamt wenig Anzeigen im Blatt
- Titelseite überm Bruch mit seitenbreitem Foto und TAZartigem Titelfont
- Titelseite unterm Bruch schwarz-weiße Bleiwüste ohne Auflockerungen. Keine Bilder, keine Zwischenüberschriften.
- alle Seiten haben teuren Farbdruck, d.h. keine S/W-Fotos aus Kostengründen.
- drei Bücher: das erste ist der Haupteil, das zweite nennt sich “Kultur” und das dritte “Alltag”.
- “Alltag” ist ein seltsamer Titel für einen Zeitungsteil. Erstens aus meiner Sicht negativ besetzt, zweitens trifft er keine präzise Aussage über den erwartbaren Inhalt. Seltsam auch, dass sich unter “Alltag” auch ein Schauspielerportrait und eine Buchvorstellung finden, die man im Kultur-Teil erwartet hätte.
- Insgesamt lesefreundliche Fonts und angenehm aufgelockertes Layout mit großen Fotos.
- gesamter Umfang: nur 32 Seiten für 2,90 Euro
Fazit: Der Freitag wirkt auf den ersten Blick wie eine Wochenzeitung der TAZ. Für den Preis ist er zu dünn. Der erste Eindruck ist passabel, aber das kann noch besser werden. Wer drei Ausgaben kostenlos testen will, klickt hier.