Das bedingungslose Grundeinkommen ist eine schöne Utopie. Jeder bekommt lebenslang und ohne Gegenleistung eine Geldsumme vom Staat, die ihm das Überleben sichert. So kann er frei von Hunger und Existenzangst frei entscheiden, was er aus seinem Leben machen möchte, frei entscheiden ob und was er arbeiten möchte. Im obigen Video seht Ihr ein Interview mit Götz Werner, dem Gründer der Drogerie-Kette DM, der ein flammender Fürsprecher des Grundeinkommens ist und in dieser Funktion auf der Re-Publica 2010 sprach.
Wäre das nicht wunderbar, wenn die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens wahr würde und uns alle angstfrei und glücklich machte? Natürlich. Was steht dem Glück im Wege? Wohl die Menschen selbst, wie der Sozialpsychologe Erich Fromm bereits 1966 schrieb:
Der heutige Mensch hat einen grenzenlosen Hunger nach immer mehr Konsum. Das hat folgende Konsequenzen: Da die Gier nach Konsum keine Grenzen mehr kennt, und da in absehbarer Zukunft keine Wirtschaft genug produzieren kann, um einem jeden einen unbegrenzten Konsum zu ermöglichen, kann es (psychologisch gesehen) niemals einen echten Überfluß geben, solange die Charakterstruktur des homo consumens vorherrschend ist.
Der Gierige wird immer Mangel leiden, da er nie genug bekommt, ganz gleich, wieviel er hat. Außerdem möchte er alles, was die andern haben, auch besitzen und sieht in ihnen seine Konkurrenten. Daher ist er im Grunde isoliert und voller Angst. Er kann Kunst und andere kulturelle Anregungen nie wirklich genießen, weil er immer mehr haben möchte. Das bedeutet aber, daß die, welche auf dem Niveau des garantierten Einkommens leben würden, sich frustriert und minderwertig fühlten und daß die, welche mehr verdienen, Gefangene der Umstände bleiben würden, weil sie Angst hätten, die Möglichkeit zu einem maximalen Konsum einzubüßen.
Aus diesen Gründen glaube ich, daß das garantierte Einkommen nur gewisse (wirtschaftliche und soziale) Probleme lösen würde, daß es aber nicht die erwünschte radikale Wirkung hätte, wenn wir nicht gleichzeitig das Prinzip des maximalen Konsums aufgeben. (via)
Das bedingungslose Grundeinkommen ist eine schöne Utopie. Und obwohl es eine Utopie ist, setzen sich viele Aktivisten, Blogger, Twitterer usw. ein für diese Idee, deren Umsetzung in naher Zukunft sehr unwahrscheinlich und deren Erfolg fraglich ist. Viel weniger Aufmerksamkeit widmen sie einem anderen Konzept, welches sinnvoll (zehn gute Gründe dafür hier) und machbar ist, dem gesetzlichen Mindestlohn. 20 von 27 EU-Ländern haben Mindestlöhne, Deutschland nicht. Wo ist die fürsprechende Netzelite? Warum trommelt sie nicht für die SPD, Grüne und die Gewerkschaften? Vielleicht ist der Mindestlohn einfach zu unprätentiös und nicht “mutig” genug. Vielleicht träumt man lieber vom Paradies statt pragmatisch zu sein. So wie Fabian, der Moralist von Erich Kästner, den der Autor 1931 im Dialog mit Freund Labude sagen ließ:
“Ich möchte helfen die Menschen anständig und vernünftig zu machen. Vorläufig bin ich damit beschäftigt, sie auf ihre diesbezügliche Eignung hin anzuschauen.”
Labude hob sein Glas und rief “Viel Vergnügen!” Er trank, setzte ab und sagte: “Erst muß man das System vernünftig gestalten, dann werden sich die Menschen anpassen.” Fabian trank und schwieg.
Labude fuhr erregt fort: “Das siehst du ein, nicht wahr? Natürlich siehst du das ein. Aber du phantasierst lieber von einem unerreichbaren vollkommenen Ziel, anstatt einem unvollkommenen zuzustreben, das sich verwirklichen läßt. Es ist dir bequemer so. (via– Amazon Partnerlink)
Man könnte die Überschrift des Artikels falsch verstehen und vermuten, ich sei ein Feind des Grundeinkommens. Das stimmt natürlich nicht, denn ich finde es sehr reizvoll. Allerdings glaube ich, wir sollten zwischen Utopien und realistischen gesellschaftlichen Verbesserungen unterscheiden. First things first. Erst der Mindestlohn und dann sehen wir weiter.

Wenn Fromm sagt:
“Aus diesen Gründen glaube ich, daß das garantierte Einkommen nur gewisse (wirtschaftliche und soziale) Probleme lösen würde, daß es aber nicht die erwünschte radikale Wirkung hätte, wenn wir nicht gleichzeitig das Prinzip des maximalen Konsums aufgeben.”
scheint mir das zumindest nicht als feuriges Plädoyer gegen ein BGE. Und wenn Du statt Einkommen das Wort Mindestlohn einsetzt, würde das Statement immer noch so funktionieren. Ich finde Deine Argumenatation nicht besonders stringent, keiner behauptet, dass ein BGE alle Probleme löst. Es gewährt (ich glaube Dahrendorf hatte das mal so gesagt) der Gesellschaft einen gemeinsamen Fussboden, den wir durch Hartz4 im Grunde auch schon haben nur ohne den Arbeitszwang.
Das Kästner-Zitat ist toll, trifft sicher auf viele Idealisten zu, aber wird m.E. dieser Sache nicht gerecht. Die BGE-Befürworter reiten sicher kein hohes Ross (und viele von ihnen fordern den Mindestlohn zusätzlich zum BGE), sondern halten die Entkopplung von Arbeit und Einkommen für dringlicher und halten es eben nicht für eine Utopie. Warum ist das für Dich eine Utopie?
Weil es nicht finanzirbar wäre, oder weil man keine Mehrheit für diese Idee begeistern könnte?
Kurz offtopic:
Ich bin vor 1-2 Jahren auf Deinen Podcast gestossen und habe Deine Hörbücher sehr genossen. Nachdem ich etwas auf Deiner Seite gestöbert und die Geschichten durchgehört hatte, habe ich mich mit gefühlskonserve.de nicht weiter beschäftigt, wobei mir Dein Name aufgrund seiner Eingängigkeit haften blieb.
Vor einigen Monaten kam natürlich Dein Name wieder wegen dieser Plagiatsgeschichte auf meinen Schirm, und ich dachte “cool, der Mann mit der schönen Erzählstimme”. Der liest nicht nur Weihnachtsgeschichten vor, sondern überführt jetzt auch den Bestseller-Autoren des Plagiats. Aber das auch so unaufgeregt und weitaus entspannter, als diejenigen, die das dann aufgegriffen haben.
Dann lass ich sporadisch auf medienelite.de und sah, dass Du dort regelmäßig kommentierst und nun auch noch den inhaltlich sehr gelungenen Podcast mit Nadine aufgenommen hast.
Mir ist das vorher nicht passiert, auf eine Person aufmerksam geowrden zu sein, in so unterschiedlichen Kontexten. Schon verrückt. Mich würde nun nichts mehr verblüffen. Wenn ich das nächste Mal in mein notebook-forum unterwegs bin, weil mein acer aspire wieder mal nicht geht, dann treffe ich da gaz sicher: Deef Pirmasens.
> First things first. Erst der Mindestlohn und
> dann sehen wir weiter.
Umgekehrt wird aber auch ein Schuh draus: Wenn es ein bedingungsloses Grundeinkommen gibt, ist niemand mehr in so großer materieller Not, dass er / sie für 3,50 die Stunde Briefe austragen muss. Unsere Gesellschaft könnte sich das locker leisten (das hat mir bisher zumindest jeder VWLer bestätigt, den ich gefragt habe). Dass die Sache vorerst vermutlich Utopie bleibt, hat nicht nur soziologische / psychologische, sondern in erster Linie politische Gründe. Ich sehe da vor allem drei:
1) Die Arbeitsmarktpolitik verfolgt seit einigen Jahren einen klaren Kurs: Abbau von Festanstellungen, Tariflohn und Vollzeit, stattdessen massiver Transfer der Arbeitskräfte in Zeitarbeit, Minimallohn, Teilzeit. Profiteur dieser Entwicklung ist “die Wirtschaft” (Industrie, Dienstleister, Handel), die bekanntermaßen eine starke Lobby hat. Durch die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens würde von vielen Menschen der Druck genommen, für einen Hungerlohn arbeiten zu müssen – der Wirtschaft gingen billige Arbeitskräfte verloren. Das lassen die Lobbyisten niemals zu.
2) Weil es bedingungslos ist, würde das Grundeinkommen kaum Bürokratie verursachen. Wohin dann aber mit all den nicht mehr benötigten Bürokraten? An dieser Denkblockade scheitert die Zustimmung der meisten Politiker. Beamte sind nämlich nicht nur das Hätschelkind des Staates, sondern auch treue Wähler.
3) Ein zentrales Element der materiellen Ungerechtigkeit unserer Gesellschaft ist die Behauptung, die Armen seien für ihre Armut selbst verantwortlich. Das funktioniert super, um Missgunst in der Bevölkerung zu schüren. Solange der gemeine BILD-Leser den Hartz-IV-Empfänger in der Nachbarwohnung hasst (weil er ihn für einen Sozialschmarotzer hält), denkt er nicht über das Jahresgehalt von Josef Ackermann nach. Es mag zwar wie eine Verschwörungstheorie klingen, aber die Missgunst gegenüber den Ärmsten ist für den Machterhalt bestimmter Leute von elementarer Bedeutung (andernfalls würde sie nicht andauernd von Leuten wie Sarrazin und Westerwelle geschürt werden). Mit einem bedingungslosen Grundeinkommen würde dieser Missgunst die Basis genommen – und wer weiß, auf wen sich der Zorn der Benachteiligten dann richten würde … Dieses Risiko geht kein Politiker ein.
Eigentlich schade …
@Martin: Es gibt ja Berechnungsmodelle nach denen das BGE finanzierbar wäre. Ich halte es dennoch für utopisch, weil es derzeit und in den nächsten Jahren politisch nicht durchsetzbar ist. Und ich halte es für fraglich, ob – wenn es umgesetzt werden könnte – die Mehrheit der Menschen glücklicher machen würde. Die Entkopplung von Arbeit und Einkommen hat der Sozialismus auch versucht. Würde das BGE besser funktionieren als er?
(Und übrigens danke für das offtopic, freut mich, dass du hier mitliest)
@Glamorama: Du schreibst “Wenn es ein bedingungsloses Grundeinkommen gibt, ist niemand mehr in so großer materieller Not, dass er / sie für 3,50 die Stunde Briefe austragen muss.”
Stimmt. Nur wenn es das BGE nicht gibt und das wird es, wie du selbst sagst aus politischen Gründen demnächst nicht geben, dann kümmern wir uns doch besser um die Möglichkeiten, die machbar sind, statt in Idealen zu schwelgen oder?
Deine drei Punkte sind alle richtig. Allerdings glaube ich, dass sich Missgunst auch in einer Gesellschaft mit BGE schüren lässt. Siehe Erich Fromm oben im Artikel.
Natürlich hast Du Recht – ich träum’ halt gerne mal ;)
Der Pragmatiker in mir stellt sich jedoch auch die Frage, ob ein flächendeckender gesetzlicher Mindestlohn in politischer Hinsicht tatsächlich weniger utopisch ist als das BGE. Nehmen wir mal die Parteien, welche i.d.R. eine Chance haben, über die Fünf-Prozent-Hürde zu kommen:
CDU: strikt gegen Mindestlöhne
FDP: strikt gegen Mindestlöhne
SPD: für Mindestlohn, jedoch nur in bestimmten Branchen, der zudem an bestimmte Voraussetzungen geknüpft ist und gerade einmal unter Vollbeschäftigung das Existenzminimum sichert (der Wirtschaftsflügel der SPD lässt grüßen)
B90/Grüne: Mindestlohn nur unter bestimmten Voraussetzungen (die praktisch utopisch sind, z.B. “keine Gefährdung bestehender Jobs”)
Linke: für einen flächendeckenden, branchenübergreifenden gesetzlichen Mindestlohn, der deutlich unter dem Gehalt einer studentischen Hilfskraft oder eines ungelernten Fließbandarbeiters liegt, aber immerhin mit den Lebenshaltungskosten steigt
Wie schwierig es ist, Mindestlöhne durchzusetzen, zeigt sich z.B. auch an dem jahrelangen Kampf der Briefzusteller, der in einem Mindestlohn endete, welcher aber kurz darauf vom Bundesverwaltungsgericht für rechtswidrig erklärt wurde und deshalb wieder abgeschafft ist.
Demgegenüber hätte der Kampf um ein bedingungsloses Grundeinkommen (zumindest, soweit ich das beurteilen kann) einen Riesenvorteil: Er umgeht den direkten Einfluss von Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften und müsste somit nicht für jede Branche einzeln, sondern “nur” einmal für alle durchgeboxt werden. Oje, jetzt träume ich schon wieder … :)
@Glamorama: Die SPD hatte in der großen Koalition die Salami-Taktik angewendet. Da der einheitliche Mindestlohn mit der CDU nicht zu machen war, wollte man in scheibchenweise für einzelne Branchen einführen. In einer Regierungskoalition mit Linke und Grüne wäre das anders. Die Linke würde den Mindestlohn wahrscheinlich sogar in den Koalitionsvertrag schreiben lassen. Der Mindestlohn wäre also so utopisch wie eine Regierungsmehrheit von SPD, Linke und Grünen und die ist zwar momentan nicht machbar, aber zukünftig durchaus vorstellbar.
> Der Mindestlohn wäre also so utopisch wie
> eine Regierungsmehrheit von SPD, Linke und
> Grünen
Bei dem Satz musste ich ein bisschen schmunzeln. Voll ins Schwarze getroffen! :D
Mindestlohn führt aber an der Problematik vorbei. Die Idee des grundeinkommens basiert ja nicht zuletzt auf der Annahme das durch die immer weiter gehende Technisierung und automatisierung die erwerbsarbeit zur neige geht.
Was nützt es also dem Arbeitslosen einen Mindestlohn wenn er keinen Arbeitsplatz findet für dene r den Mindestlohn kassieren könnte ?
Statt der üblichen repression und Überwachung von Arbeitslosen die zudem irsinige Bürokratiekosten verursacht und trotz allem drucks und zwanges keine neuen Arbeitsplätze schafft sollte man durchaus über eine Bedingungslosigkeit des Sozialsystems nachdenken.
@Piratenwähler: Der Arbeitslose bezieht ja jetzt schon Transfereinkommen, der braucht das bedingslose Grundeinkommen am allerwenigsten. Abgesehen davon hat niemand was von einem Grundeinkommen, wenn es nicht kommt, da es politisch nicht durchsetzbar ist. Also mal realistisch denken und den Leuten helfen, die hart Arbeiten und dennoch nicht genug zum Leben haben. Denen hilft der Mindestlohn ganz gewaltet. Und er ist machbar.
Über alles andere kann man gerne nachdenken. Solange man das in der nächsten Zeit Machbare – den Mindestlohn – nicht aus dem Blick verliert.
Eigentlich ist es ja nur logisch, dass eigentlich unser kapitalistisches, nur auf Gewinn ausgerichtetes System, in welchem wir gezwungen sind zu leben, erst mal die Mittel zur Verfügung stellen soll oder muss und dadurch eine zufriedene Gesellschaft auch freiwillig zu Leistung motiviert. Das Ganze ist aber, wie so viele andere utopische, aber teilweise sehr reizvolle Ideen leider nicht umsetzbar. Vielleicht sollte es eine Versuchsgesellschaft geben, bei denen wir solche Ideen testen. Ich würde mich glatt auch zur Verfügung stellen in so einer Gesellschaft zu leben.
@Thomas: An so eine Versuchsgesellschaft habe ich auch schon gedacht. Das wäre spannend.
Was heute eine Utopie ist, kann morgen schon Realität werden.
Erich Fromm war übrigens ein großer Verfechter eines Grundeinkommens. Man darf es halt nur nicht als das Allheilmittel unserer Gesellschaft sehen. Es wäre allerdings ein weiterer Schritt nach Vorne und so sah es Fromm auch.
Für wen soll denn dieser Mindestlohn attraktiv sein?
Wenn doch alle die, welche diesen wünschen, selber mit guten Beispiel vorangingen und ihre Gehälter, Diäten und Tantiemen bis auf einen “Mindestlohn” kürzen, dann wärs ja was. Aber so? Eine sehr armselige und ach so “großzügige” Forderung diverser Gutverdiener, die es bleiben wollen.
Obendrein so unehrlich: Während sie lelbst in Staatskohle schwimmen (z.B. Diäten 7000 Euro), tun sie so, als sei es was ganz, ganz schlimmes, seinen Lohn beim Staat aufstocken zu lassen. Bei einem BGE ist JEDER Austocker und das ohne Bürokratie, Schikanen und Kontrollen.
@Ganggarth: Richtig, die CDU macht jetzt einen auf Mindestlohn in den Pflegeberufen, das war bis vor kurzem noch utopisch. Das Bedingungslose Grundeinkommen dagegen bleibt weiter utopisch. Aber der allgemeine Mindestlohn wird greifbarer.
@Internetspaziergänger: Der Mindestlohn ist für alle attraktiv, die trotz Vollzeitarbeit nicht genug zum Leben haben. Und das sind vielle. Das BGE ist eine schöne Idee aber eine Illusion. Armselig ist nicht die Forderung, sondern darauf rumzureiten und das gute Potential einer erreichbaren Verbesserung wie dem allgemeinen Mindestlohn zu verkennen.
@Deep: Der Mindestlohn ist für alle attraktiv, die trotz Vollzeitarbeit nicht genug zum Leben haben.
Ja und? Was ist mit denen, die schon im Fleischtopf schwimmen und für andere diesen genialen Mindestlohn fordern? Was ist mit den Menschen, die überhaupt keine Arbeit finden. Was ist mit Selbstständigen? Wir haben schon seit über 30 Jahren Massenarbeitslosigkeit.
Mir scheint, du schaffst Probleme, die sonst niemand hat. Ich kenne keinen Grundeinkommensbefürworter (von Straubhaar und anderen vielleicht mal abgesehen) der gegen “deinen” Mindestlohn ist. Alle sind dafür. Ja und? Soll jetzt z.B. die facebookseite zum “bedingungslosen Grundeinkommen” mit den 26.000 fans beseitigt und durch die armselige Parole “wir sind für Mindeslohn!” ersetzt werden?
Mindestlohn: Abhängig Beschäftigte, egal was die Doofen tun, hauptsache sie haben einen schlauen Chef, der sagt wo es langgeht und der zahlt einen “Mindestlohn”. Genial! Warum denn nicht gleich: “graue Socken für alle Bedürftigen!” Wer von sowas träumt, dem muß ja das ganze sonstige Leben notwendig “utopisch” vorkommen.
verwundert schmunzelnder Internetspaziergänger
@Internetspaziergänger: Wenn alle für den Mindestlohn sind, warum setzen sie sich nicht dafür ein, sondern träumen von Utopia? Macht gar keinen Sinn, gell?
Lieber Deef (nicht deep, sorry),
du kannst auch Beiträge verfassen mit Titeln wie:
Mindestlohn statt fair trade
Mindestlohn statt Studiengebühren
Mindestlohn statt flächendeckende Kitas
Mindestlohn statt Tobinsteuer
…usw, usf. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun!
Es geht dir gar nicht um den Mindestlohn. Für Mindestlohn kann man sich nämlich auch “einsetzen” (wie immer das dann konkret aussehen mag), ohne andere Bürger zu diskreditieren. Anscheinend wurmt dich aus unerfindlichen Gründen die wachsende bge-Bewegung. Und es ist dir ein Bedürfnis, diese als “Utopisten” zu brandmarken. Ein beneidenswertes Hobby!
…ein von Neid zerfressener Internetspaziergänger auf der Suche nach einem unutopischen Hobby…
@Internetspaziergänger: Diskreditieren? Allerhöchstens du dich. Noch sachliche Beiträge? Oder weiterhin nur Vorwürfe statt auf Artikel und Fragen einzugehen?