Auch ich habe Charlotte Roches “Feuchtgebiete” gelesen. Ich könnte viele Gründe anführen, warum es schlecht und nicht lesenswert ist. Allerdings befürchte ich, dass ich mit einem fundierten Verriß auch (oder gerade) für das Buch werben würde. Also mache ich es kurz: “Feuchtgebiete” ist quälend langweilig.
Wenn man sieht, wie Medien und Vorzeigeintellektuelle solch seichte Ware als “mutig” hochjubeln, kann man nur den Kopf schütteln. Roger Willemsen soll über “Feuchtgebiete” gesagt haben, “Ich erinnere mich nicht, ein Debüt-Manuskript in der Hand gehabt zu haben, so sicher, so mutig und so voller Gegenwart wie dieses”. Aufwachen, Roger!
Und zur Frage, ob Charlotte Roche mit ihrem Buch den deutschen Feminismus reanimiert, hat Juli Zeh bereits alles in der Süddeutschen gesagt.

Roger freut sich bestimmt, beatmen zu dürfen… Iiiiiiiiiiih
Roger Willemsens Hirn geht wohl auf Standby-Modus, wenn junge, irgendwie “freche” Frauen im Spiel sind, da kann Juli Zeh noch so kluge Sachen sagen.
Ich fand sie zusammen mit Christoph Maria Herbst hierbei trotzdem toll.
Wenn man ihre Stimme erträgt, sicher ein Erlebnis.