Da geht einer los, um Menschen, die Ordnungswidrigkeiten und Straftaten begehen, im Brustton der Überzeugung zu stellen, zu filmen, zu demütigen und zu bekehren. Ein Mann namens Mux. Der selbsternannte Gesellschaftsverbesserer überführt Raser, Beckenpinkler, Schwarzfahrer, Ladendiebe, Sprayer, Exibitionisten, Vergewaltiger, Hehler, Spanner, Klassenclowns und Mörder. Muxmäuschenstill – ein Film über einen Irren, der die Irrenden vorführt, gedreht in erschütternd authentischen Pseudo-Doku-Szenen.
Der Hauptdarsteller Jan Hendrik Stahlberg, der auch das Drehbuch schrieb, ist entweder ein Ausnahmeschauspieltalent oder wie der Charakter, den er mimt, meschugge. Er erinnert mich an einen Bekannten, der weder ein guter Schauspieler, noch (so hoffe ich) wahnsinnig ist, den ich aber nicht ganz einordnen kann. Mux kommt seinem Endziel nicht so nah wie Tyler Durden, ist nicht so realsatirisch wie der Bernd von der Capitol, aber so authentisch gespielt wie die Rollen in Halbe Treppe. Schauen und schocken lassen, liebe Droogs.

Großer Film. Tut zwar in manchen Szenen beinah körperlich weh weiter hinzuschauen, aber da muss man durch.
Wenn Du auf “beinah körperlich weh” stehst, dann schau Dir “Funny Games” an. Der hat mir solche Pein bereitet, dass ich ihn bislang nicht zuende sehen konnte.
Es ist wirklich interessant, wenn der Zuschauer hinterher reflektiert, wie mit ihm umgegangen wurde, aber so schlimm ist der Film doch auch nicht.
Funny Games? Hölle!
Unionista hat ihn mir mal empfohlen. Wo steigst du denn bevorzugt aus dem Film aus?
Ich bekomme schon im ersten Drittel des Films Krämpfe.
Ja, dieser miese Frank Giering, dieser gemeine Arsch…
Habe gestern auf deine Empfehlung hin Muxmäuschenstill gesehen und teile deine Einschätzung.
Es lebe die Selbstjustiz!
Es lebe die Selbstjustiz? Naja…