
In der “Killerspiel”-Debatte kommen die Fans von Videospielen kaum zu Wort. Um das zu ändern, schlage ich einen offenen Brief an Medien, Politik und Eltern vor. Ich lade jeden Videospielfan ein, den Text zu nehmen, wie gewünscht anzupassen und mit seinem Namen weiterzuverbreiten.
Vorschlag für einen offenen Brief von Videospielfans an Medien, Politik und Eltern zur “Killerspiel”-Debatte
Den Fans von Videospielen geht es wie vielen anderen, die die Debatte, die in der Folge des Massenmords von Winnenden losgetreten wurde, verfolgen: sie sind fassungslos und verärgert. Fassungslos hinsichtlich des Leids, welches ein scheinbar ganz normaler Jugendlicher mit der Pistole seines Vaters angerichtet hat. Verärgert darüber, wie nun versucht wird, diese Wahnsinnstat unter anderem damit zu erklären, dass Videospiele Jugendliche zu Killern machten.
Neue Medien gelten als suspekt. Das ist nicht nur bei Videospielen oder dem Internet so, sondern galt früher auch fürs Fernsehen, Film, Micky-Maus-Hefte (die als Schmutz- und Schund verunglimpft wurden) und Büchern. Angeblich hat schon Goethes “Die Leiden des jungen Werther” reihenweise junge Männer in den Selbstmord getrieben.
Sind Menschen Pawlowsche Hunde?
Die Diskussion läuft dabei immer nach dem gleichen Muster ab: einem neuen Medium, das viele nur vom Hörensagen kennen, wird vorgeworfen, junge Menschen zu verblöden. Das Reiz-Reaktions-Muster welches dieser Argumentation zugrunde liegt, ist das von Pawlow. Sind Menschen wie Hunde, die auf ein Signal hin zu sabbern anfangen? Nein. Die psychologische Forschung hat die Annahme, menschliches Verhalten könne sich über plumpe Reiz-Reaktions-Schemata erklären lassen, schon vor Jahrzehnten widerlegt.
Wir Videospiel-Fans appellieren an Journalisten, sich mit Spielen und der Gesetzeslage, über die sie berichten, professionell auseinanderzusetzen. Kennen Sie den Unterschied zwischen ab 18 Jahren freigegebenen und indizierten Spielen? Wissen Sie ob World of Warcraft ein Egoshooter oder ein Online-Rollenspiel ist und ob Counterstrike nur Gewalt enthält oder Gewalt verherrlicht? In der Vergangenheit haben wir oft erlebt, dass Journalisten all das nicht wussten und mittels ausgesuchter Experteninterviews ihre eigenen Vorurteile gegenüber Videospielen bestätigten.
Journalistische Sorgfaltspflicht
Bei genauem Hinsehen werden Sie, verehrte Journalisten, feststellen, dass es eine breite Palette an Psychologen, Medienpädagogen und Erziehungswissenschaftlern gibt, die nicht durch die Talkshows tingelt, keine lauten Verbotsschreie von sich gibt, sondern zur Differenzierung auffordert. Die journalistische Sorgfaltspflicht gebietet Ihnen ihre Recherche vorurteilsfrei und ergebnisoffen zu gestalten und in Konflikten beide Seiten darzustellen. Berichten Sie über die Erkenntnisse der Medienforschung, statt pauschal vorzuverurteilen. Warum erwähnen Sie überhaupt , dass der Massenmörder von Winnenden auch Computerspiele auf seinem Rechner hatte, wenn nicht bewiesen wurde, dass ein direkter Zusammenhang zwischen Medieninhalten und Gewalttaten besteht?
Möglicherweise haben Sie das Gefühl, die negative Wirkung von Videospielen liege auf der Hand, weil viele jugendliche Attentäter gewalthaltige Games besaßen. Wenn sie annehmen, hier bestünde ein einwandfreier Kausalzusammenhang, dann ignorieren Sie, dass Millionen Menschen sich mit derartigen Medien beschäftigen und ein friedliches Leben führen. Die Schlussfolgerung, die Sie mit einem Satz wie “alle Attentäter beschäftigten sich mit Gewaltspielen” ihren Lesern/Hörern/Zuschauern aufnötigen, folgt der gleichen Pseudo-Kausalität, wie die Aussage “Alle Attentäter sahen gerne fern” oder “Alle Attentäter aßen gerne Kartoffeln”. Macht das Sinn, verehrte Journalisten?
Politikverdrossenheit durch Ignoranz und Populismus
Wir Videospiel-Fans appellieren an Politiker, reflexhafte Verbotsschreie nach Attentaten einzustellen. In Bierzelten mag das Applaus bringen, aber Sie machen sich bei den Millionen von wahlberechtigten Menschen, die sich besser mit Spielen auskennen als Sie, lächerlich. Ihre Erklärungsversuche und Schuldzuweisungen strotzen vor Ignoranz und Populismus. Sie schüren so – gerade bei jungen Leuten – die Politikverdrossenheit und Sie treiben Menschen, die noch wählen gehen, zu anderen Parteien.
Aus unserem Leben sind Medien nicht mehr wegzudenken. Warum haben wir immer noch keine regelmäßige Medienerziehung in den Schulen? Warum wird so wenig für die Aufklärung von Eltern bezüglich Medienwirkungsweisen und Medieninhalten getan? Warum wird zugelassen, dass unser Schulsystem aussortiert und frustriert und so eine hohe Zahl von Schulversagern produziert? Wie kann es sein, dass die einzige Anerkennung, die einzigen Erfolgserlebnisse, die manche Jungs erfahren aus Videospielen kommt? Wir brauchen eine Kultur des Hinsehens und der Anerkennung in den Schulen und wir müssen uns bewusst werden, welche Verantwortung Eltern hinsichtlich des Medienkonsums ihrer Kinder haben. Hier sind Sie gefragt, verehrte Politiker.
Nachhaltige Politik nimmt die Eltern in die Pflicht
Wir haben eines der restriktivsten Jugendschutzgesetze der Welt in Deutschland und das ist auch gut so. Wenn dennoch Spiele, die nicht für Kinder bestimmt sind, von Kindern gespielt werden, woran liegt das dann? Eltern sind verantwortlich dafür, dass ihre Kinder gut ernährt, gekleidet, erzogen werden. Wenn sie ihre Kinder verwahrlosen lassen, ist das ein Fall fürs Jugendamt. Wenn aber Kinder stundenlang vorm Fernseher oder dem Computer sich mit Inhalten beschäftigen, die nicht für sie gemacht sind, wenn diese Kinder also medial verwahrlosen, wieso ignoriert man dann die Verantwortung der Eltern und ruft nach Verboten für Videospielen? Nachhaltige Politik, die nicht nur auf schnelle Aufmerksamkeit abzielt, schaut auf die Ursachen, nicht auf die Symptome und nimmt die Eltern in die Pflicht.
Wir Videospiel-Fans appellieren an Eltern sich mit ihren Kindern und den Medien, die sie begeistern, auseinander zusetzen. Wenn Sie ihren Kindern schon Fernseher, Spielkonsolen oder Computer ins Zimmer stellen, sollten sie auch wissen, was damit gemacht wird. Sie werden feststellen, dass viele Spiele wunderbare Geschichten erzählen, die begeistern und berühren. Sie werden feststellen, dass viele Spiele völlig friedlich sind. Sie werden feststellen, dass Spiele, in denen Gewalt vorkommt, Brutalität nicht um der Gewalt willen einsetzen, sondern als Handlungsaspekt einer Geschichte oder im Rahmen eines sportlichen Wettkampfs mit Teamcharakter.
Wenn ihr Kind aber auch Spiele besitzt, die erst ab 18 freigegeben oder gar indiziert wurden, so passiert das maßgeblich deshalb, weil Sie als Vater oder Mutter keinen oder zu wenig Überblick haben, was Ihr Kind eigentlich macht. Schauen Sie hin, haben sie Interesse und haben Sie den Mut Ihren Kindern Spiele, die nicht für Kinder gemacht wurden, wegzunehmen und zu verbieten. Die Verantwortung für ihre Kinder kann ihnen niemand abnehmen, nicht der Gesetzgeber und kein Zensor.
Gewaltverherrlichende Spiele sind bereits verboten in Deutschland
Es gibt in Deutschland komplexe, mehrstufige Restriktionen für Gewaltinhalte. Komplett verboten ist schon lange die Verherrlichung oder Verharmlosung von Gewalt (§ 131 StGb). Spiele oder andere Medien, auf die das nicht zutrifft, die aber dennoch geeignet sind, Kinder- oder Jugendliche in ihrer Entwicklung zu gefährden, werden von der Bundesprüfstelle für Jugendgefährdende Medien indiziert (§ 18 JuSchG) und dürfen nicht beworben oder offen verkauft werden. Spielezeitschriften dürfen nicht mal Rezensionen mit den Namen von indizierten Spielen drucken. Zu kaufen sind sie nur für Erwachsene, die im Laden gezielt danach fragen, weil indizierte Spiele nicht offen in Geschäften ausliegen dürfen.
Spiele oder andere Medien, die nicht kinder- oder jugendgefährdend aber dennoch geeignet sind, Kinder- oder Jugendliche in ihrer Entwicklung zu beeinträchtigen, dürfen nicht für ihre Altersstufe freigegeben werden (§ 14 JuSchG). Sie werden je nach Inhalt von der USK, der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle, freigegeben ab 6, 12, 16 Jahren oder erhalten gar keine Jugendfreigabe (= Verkauf ab 18). Diese Spiele enthalten eine Kennzeichnung und dürfen normal beworben und in Geschäften präsentiert werden. Politiker, Journalisten oder andere, die fordern, gewaltverherrlichende Spiele müssten endlich verboten werden, verkennen, dass das schon der Fall ist (siehe oben).
Wir sind keine potentiellen Gewaltverbrecher oder Psychopathen
Bei einem Thema wie Jugendschutz und der Verhinderung von Gewalttaten ist es nicht nur wichtig, sondern absolut unerlässlich zu wissen, wovon man spricht. Da gibt es Leute, für die alleine schon der Verdacht, Videospiele könnten negative Einflüsse haben, genügt, um Verbote auszusprechen. Ob denen bewusst ist, dass sie damit die im Grundgesetz garantierte Meinungs- und Medienfreiheit mit Füßen treten, darf bezweifelt werden. Nur, was bringt es Spiele zu zensieren und zu verbieten, wenn der Nutzen dieser Restriktionen nicht erwiesen ist, sogar von den meisten Experten in Zweifel gezogen wird?
Wir Fans von Videospielen haben im Hinblick auf Games die Medienkompetenz, die vielen Journalisten, Politikern und leider auch Eltern abgeht. Viele von uns haben selbst Kinder, einige bloggen oder nutzen andere Web2.0-Techniken und nehmen so an der Debatte teil. Wir sind ganz normale Leute und wir sind viele. Wir wollen nicht mehr belogen und in die Nähe von Gewaltverbrechern und Psychopathen gerückt werden. Wir wünschen uns eine offene, auf Fakten basierende Diskussion. Hören Sie auf unsere Stimmen.
Anmerkung: In einer früheren Fassung des Textes war der Abschnitt über das Gewaltverherrlichungsverbot und die Indizierung von Spielen kürzer und nicht ganz korrekt. Danke für die Hinweise in den Kommentaren.
Nachtrag 1: “Derzeit ist es opportun, Computerspiele zu bashen” – jetzt.de hat mich interviewt. (23.03.09)
Nachtrag 2: “Offener Brief – Wir haben es satt” – Interview bei Südwild vom Bayerischen Fernsehen (24.03.09)
Nachtrag 3: Hinweis auf den offenen Brief und aktueller Stand der Debatte bei Bartl spielt, dem Game-Blog von kress.de. (19.04.09)

[...] Pirmasens hat auf seiner Seite einen interessanten offenen Brief (Betreff siehe oben) veröffentlicht und das sowohl schriftlich wie auch hörbar. Da man sich [...]
[...] Pirmasens hat auf seiner Seite einen interessanten offenen Brief (Betreff siehe oben) veröffentlicht und das sowohl schriftlich wie auch hörbar. Da man sich [...]
[...] Offener Brief an Medien, Politik und Eltern zur Killerspieldebatte Tags: Amok, Killergames, Media [...]
Danke für das hier. Ich werde das mal auf eine CD packen und meine Eltern damit bedenken. Die werden sich wieder freuen wenn ihr Computerspiele spielendes Kind mit pro Computerspiele Material ankommt :)
“appellieren” ;)
@ ElClowno: Du bist doch mit deinen bald 30 Jahren kein Kind mehr. Jedenfalls so rein alterstechnisch.
@ 42: Korrigiert .-)
Nicht Spiele töten Menschen – Menschen töten Menschen. Leicht abgewandelt, dennoch stimmt es. Ich finde es ungerecht das erwachsene Menschen für die Dummheiten anderer bestraft werden sollen. Meiner Meinung nach wird durch ein Verbot solcher Spiele nichts besser, da verbotene Früchte erst recht gekostet werden. Anstelle die Ursachen solcher Ereignisse stets bei den neuen Medien zu suchen (so neu sind sie ja auch nicht), sollte man den eigentlichen Grund dafür finden und anprangern. Der letzte Amokläufer war sicherlich nicht in Behandlung, weil er als unauffälliger Teen Videospiele zockt.
[...] Link zum vollständigen Artikel (via) [...]
[...] “Offener Brief an Medien, Politik und Eltern zur Killerspieldebatte“ [...]
Das kann ich unterschreiben.
Offener Brief an Medien, Politik und Eltern zur Killerspieldebatte…
[...] Deef Pirmasens hat einen ausführlichen, aufklärenden offenen Brief an Journalisten, Politiker und Eltern zum Thema »Killerspiele« verfasst. Da ich diesen Brief zu einhundert Prozent so unterschreiben kann, möchte ich mich an seiner Verbreitung beteiligen. Den Fans von Videospielen geht es wie vielen anderen, die die Debatte, die in der Folge des Massenmords von Winnenden losgetreten wurde, verfolgen: sie sind fassungslos und verärgert. Fassungslos hinsichtlich dem Leid, welches ein scheinbar ganz normaler Jugendlicher mit der Pistole seines Vaters angerichtet hat. Verärgert darüber, wie nun versucht wird, diese Wahnsinnstat unter anderem damit zu erklären, dass Videospiele Jugendliche zu Killern machten. [...]
Ich kann nur VOLL UND GANZ ZUSTIMMEN. Und ja: ich bin Elternteil, ja: ich bin Pädagoge, und ja: ich spiele seit 23 Jahren Shooter. Nein: Ich bin nicht vorbestraft. :)
Ein ehrlicher und sehr tiefgründiger Brief, der – ohne an einer Stelle polemisch oder ebenso vorurteilsbehaftet zu sein – in der aktuellen Debatte um »Killerspiele« falsche Ansätze klar benennt und sich dabei kritisch mit dem Thema Medienkompetenz beschäftigt. Danke für diesen Brief.
Hey, ich finde du hast einen schönen Text verfasst, nur glaube ich leider das dieser im Mainstream niemanden interessieren wird… Killerspiele sind eine günstige Lösung. Mehr Geld für Schulen kostet Geld, mehr Zeit für die Eltern mit ihren Kindern kostet nur Geld… es hat schon seine Grüne warum diese Dinge in Debatten nicht auftauchen… obwohl gerade im aktuellem Fall jemand in seine Schule zurückgekehrt ist… Mit Killerspielen als Grundlage für eine Tat müsste die Wahl des Ortes für einen Amoklauf ja vollkommen willkürlich sein. Da hätte er auch seine neue Berufsschule, ein Einkaufszentrum oder jeder andere mit Menschen bevölkerte Ort herhalten können.
[...] … Sehr gute Zusammenfassung und Empfehlung an die Presse zum Thema Killerspiele: [...] Neue Medien gelten als suspekt. Das ist nicht nur bei Videospielen [...]
Ich bin so gar kein Computerspieler, wüsste nicht, woher ich neben meinem Job und meinen zwei Jungs noch die Zeit für so etwas nehmen sollte. Egal. Was durch dieses Land für eine Welle geht, macht mich unendlich wütend. Es kann doch nicht sein, dass nun schon wieder die Computerspieler als potentielle Amokläufer hingestellt werden. Ich finde, dass dieser Brief, den Deef verfasst hat, längst fällig war. Es wird genau das Richtige gesagt und das im richtigen Ton. Wenn irgendwo noch Platz ist, packe ich gern meine Unterschrift mit drauf. Ich drücke die Daumen, das dieser Brief den Lärm der Populisten übertönt.
Killerpiele!!!! Ich finde jeder sollte eins haben????
Ich finde den Brief wirklich gut. Aber was kann man machen wenn unser Bundespräsident schon von dagegen ist und von “medialen Scheinwelten” spricht.
Ich hoffe aber auf mehr Sachlichkeit.
[...] Killerspieldebatte verfasst, den ich so zu 100% unterschreiben kann. Den vollständigen Brief bitte hier nachlesen. Den Fans von Videospielen geht es wie vielen anderen, die die Debatte, die in der Folge des [...]
Ein Wort noch zur angesprochenen Politikverdrossenheit:
Ich glaube, dass die bekannten, reflexartigen Reaktionen der Politiker eher zu einer Politiker- und Parteiverdrossenheit führen, da die jungen Menschen die dort fehlende Medienkompetenz erkennen. Die Äußerungen über Sachverhalte, die Politiker aus gefühlt dritter Hand haben, werden von ihnen müde belächelt und als Anhaltspunkt für die Bewertung anderer Aussagen herangezogen.
So nach dem Motto: Wenn Politiker XY nicht in der Lage ist sich ein differenziertes Bild über Computerspiele zu bilden, wie kann dieser dann auf einem anderen Gebiet eine kompetente Meinung haben.
@ Frank P. Schulte: Du spielst seit 23 Jahren Shooter? Der Neugier halber, welche Spiele waren das denn back in 1986? C64?
@ Kay: Danke für den Support. Natürlich sind auch alle Nicht-Videospieler angesprochen, die eine sachliche Debatte wünschen.
@ Daniel Schultz: Ja, es wäre wünschenswert wenn ignorante Politiker die Quittung am Wahltag bekämen. Allerdings setzt das voraus, dass es wählbare Alternativen gibt. Welche Politiker verteidigen denn ganz explizit die Videospielkultur in der aktuellen Debatte? Mir fällt niemand ein.
Kann jemand bitte diesen Offenen Brief vor allem an alle CDU/CSU-Parteibüros plakatieren, damit diese unsinnige, von gnadelos zur Schau gestellten Inkompetenz geprägten Hexenjagd auf Computerspieler endlich mal aufhört?
Die Frage ist: Welche Partei soll man im Superwahljahr 2009 denn überhaupt wählen, wenn sich die meisten Politiker mit ihrer “Kompetenz” im Bereich Medien, Technologie und Bildung bevorzugt selbst in den Fuß schießen?! Wem soll man die Zukunft dieses Landes anvertrauen, wenn die politische “Führungsriege” im Bund und in den Ländern so konsequent nach hinten schaut?
[...] der Internetseite gefuehlskonserve.de wurde nun ein “Offenen Brief von Videospielfans an Medien, Politik und Eltern zur [...]
Chapeau! Differenziert und treffend ausgedrückt.
Differenzierung ist hier auch nicht ganz klar.
Gewaltverherrlichende Spiele sind nach § 131 StGB verboten, das hat nichts mit dem Jugendschutz zu tun.
Gewaltbeherrschte Spiele, die die Entwicklung eines Jugendlichen gefährden, werden indiziert.
Gewalthaltige Spiele, die die Entwicklung eines Jugendlichen beeinträchtigen können sind “ab 18″ (keine Jugendfreigabe).
Sehr gut.
Unterschreibe ich.
(…) über den Blog und den Podcast von Deef Pirmasens ein Offener Brief an Medien, Politik und Eltern zur “Killerspiel-Debatte” veröffentlicht (…)
[...] ganz davon abgesehen – unzählige Leute spielen diese Spiele, ohne Amok zu laufen. Dazu gibt es hier einen netten Beitrag, ebenfalls einen offenen Brief, und zwar von Videospielfans an Medien, Politik [...]
schade nur, dass dieser brief nicht ankommen wird. es übersteigt den horizont des gemeinen blöd-lesers und ist somit uninteressant. kein redakteur wird da seinen segen geben. man wird höchstens diese pfeife pfeiffer zu wort bitten, der wird diesem brief dann den stellenwert einer überzogenen reflexhandlung zuordnen. aber es ist schon irgendwie belustigend, wie die herrschende kaste versucht die neuen medien zu beschneiden, es gleicht einer hexenjagd. dies zeugt von totaler unkenntnis. denn was kümmert es eine eiche, wenn sich ein schwein an ihr schubbert?
spiele LASSEN sich nicht verbieten, doch darum geht es auch gar nicht. es geht nur darum, eine hexe zu finden, die man öffentlich verbrennen kann.
man braucht einen teufel, einen schuldigen, etwas fassbares, worauf man mit dem finger zeigen und sagen kann: “DA! das ist der böse, der ist schuld!”
nicht anders als die kinder, in herr der fliegen.
[...] Des gesamten Brief findet ihr hier. [...]
[...] genau hier kommt der angesprochene Brief ins Spiel, welcher von Deef auf gefuehlskonserve.de veröffentlicht wurde. Dieser Brief [...]
[...] Fassungslos hinsichtlich dem Leid, welches ein scheinbar ganz normaler Jugendlicher mit der Pistole seines Vaters angerichtet hat. [...]
Für den Satz oben schlage ich den Genitiv vor.
Mir gefällt dieser offene Brief und die Intention dahinter. In nahezu allen Bereichen wird die angesprochene journalistische Sorgfalt eingehalten, oder zumindest überprüft.
Das scheint bei Video- und Computerspielen kaum der Fall zu sein, weshalb ich ebenfalls Handlungsbedarf sehe.
Ich werde auf meinem Blog zu diesem Artikel verlinken
[...] ist ein Beitrag von Deef Pirmasens und erschien ursprünglich in dessen Blog Gefühlskonserve.de. Er fasst augezeichnet zusammen, was in der aktuellen Debatte nach dem Amoklauf von Winnenden alles [...]
[...] (Quelle: http://www.Gefuehlskonserve.de) [...]
[...] ist ein Beitrag von Deef Pirmasens und erschien ursprünglich in dessen Blog Gefühlskonserve.de. Er fasst augezeichnet zusammen, was in der aktuellen Debatte nach dem Amoklauf von Winnenden [...]
@ Freggle: Gute Frage.
@ Rey: danke für die sehr guten Hinweise. Ich habe das korrigiert. Schau mal drüber, bitte.
@ Blog2pussy: stimmt. Hier ist der Genitiv mal dem Dativ sein Tod.
Killerspieler sind Verbrecher! Oder doch nicht?…
Ich bin gerade über Geeklike auf einen interessanten Artikel aufmerksam geworden. Es geht dabei um die Killerspiel Debatte, die durch den Amoklauf vor wenigen Tagen wieder so präsent wie nie ist.
In dem Artikel wird auf den offenen Brief auf gefuehls…
[...] und einfach in deinen Feedreader geliefert zu bekommen !!Bin bei Otti über einen Trackback zu Gefuehlskonserve gestolpert. Der Betreiber “Deef” schreibt dort geradewegs mir aus der Seele –> in sein [...]
Mir aus der Seele in dein Blog. Brav getrackback’ed. Danke dafür!
[...] Gut, in dem Audio geht es nicht um Waffenkontrolle — aber es sollte. Gefühlskonserve-Podcast via gefühlskonserveÜbersetze nach en fr Geschrieben von Oliver Gassner um 17:48 Kommentare (0) | Trackbacks (0) Tags [...]
[...] Ich habe diesen Text bei endoflevelboss gefunden. Ursprünglich stammt er von Die Gefühlskonserve. Da ich ja nun auch schon meinen Beitrag zum Thema hatte und mich die aktuelle Mediensituation [...]
[...] … der komplette Brief mit podcast zum hören auf gefuehlskonserve.de via nerdcore [...]
Danke für den Brief, spricht mir aus der Seele.
[...] Gefühlskonserve.de gibt es einen offenen Brief zu lesen, der mir schon ziemlich aus dem Herzen spricht. Thema ist die [...]
[...] Ein offener Brief an Medien, Politik und Eltern. Zur “Killerspiel”-Debatte. [...]
[...] Gefühlskonserve Thomas Gigold Tags: killerspiele, winnenden 23.03.2009, 09:44 Uhr [...]
Endlich mal ne Initiative die mir gefällt sehr gut
Wo kann ich unterschreiben?
Sehr schön geschrieben. Der Brief spiegelt im Grossen und Ganzen meine Meinung wieder. Auffällig ist in der Tat das Pauschalisierung in den Medien ganz gross in Mode ist. Guter Journalismus ist anscheinend noch schwerer zu finden als das sprichwörtliche gute Personal. Ich erinnere da nur an solche extreme Ausreisser wie die Bild und unser werter Herr Wirtschaftsminister. Da weiss man echt nicht mehr ob man lachen oder weinen soll.
Mein Highlight zum Thema Winnenden ist folgende Schlagzeile aus dem ntv-Breaking-News-Ticker: “Trauer nach Amok noch stärker!”
Ich stimme in allen Punkten zu, bis auf den Punkt Politikverdrossenheit!
Natürlich ist es reiner Wahlkampf, der mit diesem Unsinn betrieben wird. Partei X macht z.B. Killerspiele dafür verantwortlich und verspricht, sich dafür einzusetzen, dass diese verboten werden, schon geben viele Eltern, die zu dumm sind, selbst nachzudenken, dieser Partei ihre Stimme.
Traurig aber wahr!