Jul
07
2012

Radiodiskussion: Warum werden Videogames nicht als Kulturgüter gesehen?

Symbolbild: Street Art in Berlin - Foto von Deef
Street Art in Berlin – Symbolfoto von Deef

Warum gilt Spielen als minderwertig im Vergleich zu Bücherlesen und Theater- oder Kinobesuch? Warum finden Videogames kaum im Feuilleton statt? Was gibt es zum Thema Klischees, Rollen und Gewalt zu sagen? Den Fragen will DRadio Wissen heute ab 11 Uhr in einer Talksendung nachgehen. Zu hören im Digitalradio DAB und hier. Mit Moderatorin Vera Linß diskutieren Christian Schiffer, Gunnar Lott und ich. Update: Die Sendung kann man hier nachhören.

Christian Schiffer ist Herausgeber des neuen Spielemagazins WASD (für das ich einen Artikel über Civilization beisteuerte), arbeitet u.a. für den Zündfunk und sagt, Spiele werden nicht als Kulturgut gesehen, weil das Medium vergleichsweise jung ist, die Feuilletons ignorant und der deutsche Spielejournalismus zu technikfixiert. Seine Position hier.

Gunnar Lott (Homepage, Twitter) leitete GameStar und GamesPro, ist Pressesprecher von Flare Games und Autor des Buches Elterngeheimnisse: Tricks von Eltern für Eltern (Amazon-Partnerlink).

Und ich bin Blogger und Journalist, spiele seit über 30 Jahren (die besten Spiele meines Lebens), habe zur Debatte um sogenannte “Killerspiele” mal einen offenen Brief geschrieben und bin der Meinung, wir Spielenden sollten mehr und offener über Videospiele diskutieren, damit das Genre vielfältiger und ernster genommen wird. Siehe Beinahvergewaltigung in Tomb Raider: “Na und?” oder “geht’s noch?” und die Sexismusdebatte auf Polyneux.

Update 7.07.12: Die Sendung kann man hier nachhören. Leider fehlen in der Diskussion Frauen. Ich hätte mir Spielerinnen und/oder Expertinnen für Rollenklischees und Sexismus gewünscht, die mitdiskutieren und hatte der Redaktion auch welche vorgeschlagen. Leider klappte es laut DRadio nicht.

Update 17.07.12: Die taz zum Thema Sexismus in Videogames

Update 23.07.12: 1Live zum Thema Videogames, Frauenrollen und Anfeindungen gegen Spielerinnen

 

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Geschrieben von Deef in: Videogames | Tags: , , , , |

6 Kommentare

  • Konrad sagt:

    Diese Diskussion hat inzwischen Auswüchse angenommen die ich für dem Thema unangemessen groß erachte. Es geht hier schlicht und ergreifend und schlechtes Videospielmarketing, nicht mehr und nicht weniger.

  • Deef sagt:

    Auch. Und darum, dass es mehr gute Spiele geben könnte. Gerne auch besser vermarktet.

  • Konrad sagt:

    @Deef: Gute Spiele gibt es zur Genüge. Was du meinst ist wohl eher die Abkehr von Stereotypen, 0815-Handlungen und übertriebener Gewalt. Ich glaub ja, Spec-Ops geht die in die richtige Richtung, wobei das Spiel dahinter sehr konservativ ist.

  • Deef sagt:

    Dann definierst du gut anders als ich. ;-)

    Wie dem auch sei: es gibt Verbesserungspotential und dass ist für mich immer ein Diskussionsgrund. Wer zufrieden ist, braucht sich nicht zu beteiligen. Ihm oder ihr wird nichts weggenommen.

  • Anne sagt:

    Männer, die eine Diskussion über Sexismus für “unangemessen groß” erklären. Keine weiteren Fragen, euer Ehren.

  • Deef sagt:

    Ich finde, die Diskussion ist noch gar nicht groß genug.

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