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Apr
03
2009

re:publica’09: Kurzes Fazit

Mittagessen bei der re:publica'09

Danke an die Veranstalter, denn die re:publica’09 hat Spaß gemacht. Ich werde wohl auch nächstes Jahr wieder hinfahren. Ein paar Dinge dürfen aber 2010 gerne besser sein. Das WLAN war ausfallgeplagt und eher Ausnahme als Regel. Zu viele Veranstaltungen legten Wert darauf, Neulinge in Themen einzuführen, statt Tiefe für Fortgeschrittene zu bieten. Insgesamt  habe ich zu oft die üblichen Verdächtigen gesehen und zu wenig Kontroverse erlebt. Wie Tessa hier schreibt, wünsche auch ich mir mehr junge Wilde, mehr freche Frauen und mehr Skeptiker. Und zwar sowohl auf den Bühnen als auch im Publikum.

Apropos freche Frauen. Da gab es erfreulicher Weise schon einige. In den Veranstaltungen “Feministische Netzkultur” und “Wenn Frauen bloggen” haben mich aber die länglichen Besprechungen der Frage “wie geht Ihr in Eurem Mädchenblog eigentlich mit negativen Kommentaren von Männern um” verwundert. Böse Kommentare gibt es in fast jedem Blog. Einfache Regel: Entweder man kann sie ab und lässt sie stehen oder man löscht selbstbewusst. Nur öffentlich Jammern sollte man nicht, denn dann haben die Trolle gewonnen.

PS: Die Twitterlesung war zum Schreien komisch.

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Geschrieben von Deef in: Der ganze Rest | Tags: , , |
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6 Kommentare

  • best things happend:

    1. Leute treffen(, die man noch nicht im realen leben gesehen hat :-))

    2. 4chan
    3. @plomlompom

  • Die öde Debatte über den Umgang mit Kommentaren in der Babykotze-Veranstaltung fand ich unnötig. Lag aber eher an der Moderation, die hätte das ja nicht fragen müssen.

  • tessa sagt:

    guter punkt: bisweilen wirkten die veranstaltungen, sie seien aufklärungsvorträge für leute, die erst seit gestern im netz sind. das war ein wenig schade.

    bei sowohl feministischer netzkultur als auch den bloggenden frauen hätten wir uns eigentlich sehen müssen.
    die moderation bei der zuletzt genannten war furchtbar, und das ganze so wenig ergiebig. sobald solche veranstaltungen zu groß werden, hat man zudem wieder die debatte mit einem massenpublikum, die den aktuellen stand der diskussion nicht kennen und lähmen. dann gibt es auch wieder frauen die so einfältige dinge sagen wie: ich bin eine starke frau, ich muss mich nicht mit frauen vernetzen.

    zu der “wenn frauen bloggen” veranstaltung gibt es übrigens eine tolle anekdote, die zum nachdenken über die intention dieser veranstaltung anregen sollte. nachdem einige frauen abgesprungen waren, hat julia knolle, die modebloggerin, mich für das podium vorgeschlagen. dies wurde abgelehnt mit dem satz “nee, die tessa ist nicht klischee genug.”

    noch fragen?

  • Deef sagt:

    @Julia: stimmt.

    @Tessa: Ich saß rechts bzw. stand links von dir. Die Anekdote gibt zu denken.

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