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Feb
23
2007

Rocky und die blutigen Diamanten

Vor zwei Wochen habe ich mir “Blood Diamond” mit Leonardo DiCaprio angesehen, vor ein paar Tagen “Rocky Balboa“. Einer der beiden Filme ist sehr empfehlenswert.

Im Diamantenfilm gibt es gute Schauspieler, aber Unklarheit, ob das ein Politthriller oder ein unterhaltender Actionfilm sein will. Leo ist cool, aber macht eine unglaubwürdige Wandlung vom Saulus zum Paulus durch, um am Ende für die gute Sache zu sterben. Wie immer.  Wie fast immer.

Ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich zum letzten Mal einen Film im Kino gesehen habe, bei dem das Publikum am Ende geklatscht hat. Bei “Rocky Balboa” war es tatsächlich so. Der Film ist keine Kunst und nicht besonders überraschend. Stallone schließt endgültig mit seinem Boxer ab und tut um sehr liebenswerte Weise. Wie üblich gibt es im dritten Drittel des Films eine Sequenz, in der the Italian Stallion zu bekannter Fanfarenmucke Gewichte stemmt, Rinderhälften schlägt und die Stufen zum Philadelphia Museum of Art hochspurtet. Wem das schon immer besonders gefallen hat, sollte nicht den Abspann verpassen. Dort wartet es eine selbstironische Überraschung.

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Geschrieben von Deef in: Filme und Serien | Tags: , , |
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2 Kommentare

  • Steffen sagt:

    Hi Deef,

    du hattest ja in der früheren Konserve schon das “Leben der Anderen” arg – und gut – kritisiert, jetzt setzt der frühere DDR-Bürgerrechtler Werner Schulz einen drauf: “‘Das Leben der Anderen’ hat keinen Oscar verdient. Streng genommen auch keinen deutschen und europäischen Filmpreis”, kritisierte Schulz auf “Welt Online”. “Der gravierendste Fehler des Films besteht darin, dass es einen solchen Stasi-Offizier, der unter Lebensgefahr einen Dissidenten rettet, nicht gab und im System begründet liegt, warum es ihn nie geben konnte. Steven Spielberg wäre weltweit zerpflückt worden, hätte er sich Oskar Schindler und dessen Liste ausgedacht. Roman Polanski wäre es mit dem “Pianisten” ähnlich ergangen. Mit der DDR-Geschichte kann man offenbar losgelöst von historischer Authentizität frei und phantasievoll umgehen. Vermutlich ist dem Erfinder die kreative Verharmlosung gar nicht bewusst.”
    Zitiert nach SpOn.

  • Deef sagt:

    Recht so. Scheiße, auch wenn sie in Goldpapier gewickelt ist, bleibt Scheiße. “Das Leben der Anderen” ist ein handwerklich gut gemachter, toll gespielter Film, der die Wirklichkeit so verdreht, dass es schmerzt. Fazit: Müll!

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