Feb
05
2009

Social-Media-Whores und Sado-Maso-Experten

Knoten - Foto (cc) Sparr0 Foto (cc) Sparr0

Die Abkürzung SM wird im deutschen Sprachraum gemeinhin für sadomasochistische Sexualpraktiken verwendet. Im Englischen benutzt man eher die Kurzformen “S/M”, “S & M” oder die Kombination BDSM. Vielleicht ist das der Grund, warum aus dem englischen Sprachraum eine andere Bedeutung des Kürzels SM herüberschwappt.

Wenn sich Ihnen auf einer Party jemand als “SM-Experte” oder gar “Evangelist of SM” vorstellt, dann brauchen Sie keinen Schreck zu bekommen bzw. sollten sich nicht zu früh freuen (je nach Veranlagung). Vor Ihnen steht einer dieser Web2.0-Typen, in deren Xing-Profil Consultant oder Entrepreneur und auf jeden Fall “Social Media” steht. Keine Sorge, völlig harmlos, er will Ihnen nur sein Buch über die neuste Internetapplikation verkaufen oder Geld dafür haben, dass er Ihnen eine bunte Powerpointpräsentation vorführen darf.

Darin wird Ihnen der Social-Media-Experte erklären, was man zum Beispiel mit Twitter alles machen kann: Kommunizieren, Interagieren und sogar Neukunden akquirieren. Das überzeugt mitunter sogar die, die noch die ursprüngliche Bedeutung von SM kennen. Und so bekommt nach dem Kürzel SM auch der Begriff Social Media Whore eine völlig neue Bedeutung. Wenn nämlich z.B.  Lissy für ihr Blog und ihre Dienste wirbt. Sie twittert hier und preist sich selbst an als “verspieltes, experimentierfreudiges Callgirl mit einem Sklaven zum Freund”.

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Geschrieben von Deef in: Der ganze Rest | Tags: , , , |
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