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    Reklame: re-publica 2013
Nov
06
2008
15

Der Koffer

Nein. Fuck! Warum? NEIN! FUCK!!! WARUM?!!! Das Wochenende in Berlin war perfekt gewesen. Eine Unaufmerksamkeit auf der letzten Etappe der Heimreise, der Bahnfahrt von Regensburg nach München, hat alle guten Gefühle gelöscht. Ich stehe vor meiner Wohnungstür und atme mit offenen Mund. War ich völlig verpeilt, als ich aus dem Zug gestiegen bin? Entweder mit den Gedanken schon zuhause oder’n Berghain-Flashback. Wie sonst konnte es mir passieren, dass ich meinen Koffer in der Gepäckablage vergesse? Erst jetzt, vor der Wohnungstür hab ich’s bemerkt.

“Kontaktieren Sie die Schaffnerin des Zuges,” bitte ich dem Telefonisten der Bahnhotline.
“Geht nicht.”
“Aber es könnte sonst vielleicht Bombenalarm wegen herrenlosen Gepäck ausgelöst werden”, versuche ich die Vorteile aus Bahn-Sicht herauszukehren.
“Der Zug könnte ja auch entführt werden”, antwortet er ohne jede Gefühlsregung. Und keucht nach einer Pause ein heiseres Stromberg-Lachen. Ich lege auf und stell mir vor, wie ich seinen gesichtslosen, mit Headset versehenen Kopf in einen Bottich rauchende Schwefelsäure tauche. weiterlesen »

Geschrieben von Deef in: Akte Deef,Storys | Tags: , , |
Sep
09
2007
-

Genau hier hat mich die Tram überfahren

Foto (c) Deef

Leipzig an einem Samstag im Sommer 1997. Ich hatte verschlafen und raste mit schlechtem Gewissen auf dem Rad zur Arbeit. Als ich die Kreuzung am Augustusplatz überquerte, übersah ich die Straßenbahn, die klingelnd von rechts (im Bild links) angedonnert kam.

Ich: Vollbremsung.
Mein Vorderrad: kam auf den Schienen zu stehen.
Die Tram: rauschte durch.
Das Ergebnis: Ein Straßenbahnfahrer am Rande des Nervenzusammenbruchs, bleiche Trampassagiere, die vor Schreck die Hände vors Gesicht schlugen, ein verdrehtes Vorrad und ein unverletzter Deef, der sein Glück kaum fassen konnte. Zur Arbeit kam ich natürlich zu spät.

Nov
13
2005
4

Ein Junge, ein Stift und die Kunst

Signatur eines jungen Zeichners - klick drauf, um sein Werk zu sehen

Als ich sieben Jahre alt war, malte ich mit einem schwarzen Filzer ein Bild auf den gelben Streugutkasten unten an der Straße. Es war mit wenigen Strichen vollbracht und erzählte von Liebe, Begierde und Schmutz. Bescheiden verzichte ich auf eine Signatur. Fast 25 Jahre später sitze ich in einer Regionalbahn und betrachte ein ähnliches Werk des Zeichners Marc Christmann. Wie ich schuf er eine polarisierende Ode an die Körperlichkeit aus Sicht eines unschuldigen Jungen.

Geschrieben von Deef in: Fotos und Videos | Tags: , |

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