Jan
05
2012
-

Jahresabschluss 2011

2011 war ein gutes Jahr. Ich erinnere mich an

Und dann war’n da noch:

Meine meistgehörten Alben 2011:

  • Justice: Audio, Video, Disco
  • Digitalism: I Love You, Dude
  • Bag Raiders: Bag Raiders
  • Digitalism: Idealism (immer noch)

Serien, die ich 2011 komplett sah:

  • Mad Men
  • The Sopranos (zum dritten Mal)
  • Der “Master of the Universe”-Remix The Skeletor Show auf Youtube – jetzt neu als SkeletAr Show: Episode 0, 1 und 2

2011 habe ich leider für meine Verhältnisse sehr wenige Bücher gelesen. Darunter:

  • Wolf Haas: Der Brenner und der liebe Gott – nicht der beste Brenner-Roman, aber trotzdem groß
  • Chuck Palahniuk: Flug 2039 – Fight Club und vor allem Choke haben mir besser gefallen, trotzdem ein guter Roman
  • Michel Houellebecq: Karte und Gebiet – Houllebecq weiß,”wie” man erzählt, aber sein “warum”, seine ganze misanthropische, pessimistische Weltsicht nervt
  • Christian Stöcker: Nerd Attack – das beste Sachbuch, welches ich 2011 las
  • Matthias Sachau: Kaltduscher – sympathischer Unterhaltungsroman von einem sympathischen Autor
  • Tommy Jaud: Vollidiot – pointierter Klamauk, der mir stellenweise zu blöd war
  • diverse Kästner-Bücher nochmals gelesen: Das fliegende Klassenzimmer, Das doppelte Lottchen, Pünktchen und Anton, Emil und die drei Zwillinge – so stark Das fliegende Klassenzimmer ist, so misslungen wirkt aus heutiger Sicht Das doppelte Lottchen. Es scheint, Kästner hatte ein Problem mit Frauen und Frauenrollen und sah als “Erlösung” für arme Scheidungskinder nur eine neue Ehe der Eltern vor.
  • Adriano: “Kick Verlangen Leidenschaft” – mein schlechtestes Buch des Jahres. Warum steht da.

Mein Lieblingszeug bei Twitter steht hier.

Das war 2011. Mund abputzen, weiter geht’s. Das neue Jahr fängt damit an, dass ich in einer Liste “junger” und “interessanter” Münchner genannt werde. Schreie: “Verleumdung!” und erwäge Umzug nach Hamburg. Dann sehe ich, dass auf der Liste auch der 64jährigen Christian Ude steht…

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Nov
27
2011
-

Halt auf freier Strecke

Der Regisseur Andreas Dresen ist der Meister der Trostlosigkeit. In “Halbe Treppe” zieht er zwei befreundeten Pärchen durch einen gemeinsamen Seitensprung den Boden unter den Füßen weg. Im Dokumentarfilm “Herr Wichmann von der CDU“, zeigt er den erfolglosen Wahlkampf eines motivierten, aber unbeholfenen Bundestagskandidaten in der Uckermark. In “Willenbrock” gerät das Leben eines untreuen Gebrauchwagenhändlers nach einem häuslichen Einbruch völlig aus den Fugen. In “Wolke 9” gönnt er einer fast 70jährigen einen Seitensprung und Glücksgefühle, zerstört sie aber kurz darauf, denn ihr betrogener Ehemann nimmt sich das Leben.

Seit einer Woche ist Dresens neuster Film im Kino: “Halt auf freier Strecke” (offizielle Seite, Wikipedia). Die menschlichen Katastrophen, die Dresen bisher seinen Protagonisten zumutete, waren vor allem selbst verschuldet. Diesmal lässt er die Tragödie aus dem Nichts zuschlagen, was dem Film auf der nach oben offenen “Runterzieh”-Skala einen Wert nahe unendlich verleiht. (Achtung Spoiler im folgenden Text). weiterlesen »

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Feb
10
2011
7

Tron: Legacy

Wie kam es dazu, dass “Tron: Legacy” so wurde, wie er ist? Fangen wir ganz vorne an, als sich Regisseur, Drehbuchautor und Produzent zum ersten Mal trafen:

“Wir machen daraus einen dreckigen Retro-Film, der durch wenig Grafikmätzchen und bewussten Minimalismus die totale Innovation darstellt.” weiterlesen »

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Dez
31
2009
9

Lieblingszeug 2009

Lieblingszeug 2009  - Foto von Deef

Hier sind 35 extrem rockende Spiele, Songs, Alben, Bücher, Filme, Serien und Animationsserien, die ich dieses Jahr genossen habe. weiterlesen »

Jun
14
2008
-

Kinski Jesus Christus Erlöser

Das hat man schon mal gesehen: Ein Mann mit kantigen Gesichtszügen und langen Haaren steht im Scheinwerferlicht und beschimpft das Publikum. Er scheucht einen Protestierer von der Bühne, nennt ihn “dumme Sau”, befiehlt ihm “die Schnauze zu halten”. Es ist Klaus Kinski, wie man ihn kennt: exzentrisch, aggressiv, irre. So ist der Eindruck, der durch Ausschnitte entsteht. Sieht man den ganzen Auftritt vom 20. November 1971, der im neuen Film “Jesus Christus Erlöser” unkommentiert gezeigt wird, so ergibt sich ein komplexeres Bild. weiterlesen »

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Jun
13
2008
5

Kinski Paganini

Nach meinem Umzug ins Glockenbachviertel erforsche ich meinen neuen Kiez. Um die Ecke, in der Fraunhoferstraße befindet sich das Werkstattkino. Ein Hinterhofkeller mit schwarz getünchten Ziegelwänden, wo man Pogorausch trinken und alte Filme sehen kann. Diese Woche: “Kinski Paganini“.

Ende der 80er brannte Klaus Kinski darauf, einen Film über den Geigenvirtuosen Paganini zu drehen. Er schrieb selbst ein Drehbuch und suchte einen Regisseur. Werner Herzog, der fünf Filme mit (und später eine erstaunliche Dokumentation über) Kinski gedreht hatte, war nicht zur Mitarbeit zu bewegen. Herzog hielt das Skript laut Wikipedia für unverfilmbar. Kinski führte kurzerhand selbst Regie und besetzte auch noch seinen kleinen Sohn Nikolai als Achille Paganini.

Nikolai spielt überraschend gut, Klaus Kinski gewohnt irre. Ich frage mich, ob Kinski sich der Rolle anpasste oder ob er das aus Paganini machte, was er irgendwie immer verkörperte: einen Getriebenen – maßlos und wahnsinnig. Gewisse Übereinstimmungen scheint es zwischen Paganini und Kinski gegeben zu haben, zumindest waren beide jungen Frauen (bei Kinski immerhin volljährig) sehr zugetan. Das belastet auch “Kinski Paganini”, der unkritisch zeigt, wie der Geigenvirtuose junge Maiden im Dutzend defloriert.

Ein maßlos delierendes Porträt, sagt der Kinoflyer und meint damit wohl den hektischen Schnitt zwischen bunten Bildern, die fast die kompletten 80 Filmminuten lang mit anstrengendem Stakkatogefidel unterlegt sind. Ob das Kunst ist? Auf alle Fälle ist es 100 Prozent Kinski. Der Paganini-Film war sein einziger als Regisseur und sein letzter überhaupt.

Heute abend seh ich mir im Monopol-Kino an der Münchner Freiheit “Jesus Christus Erlöser” an. Update: Review hier.

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Feb
23
2007
2

Rocky und die blutigen Diamanten

Vor zwei Wochen habe ich mir “Blood Diamond” mit Leonardo DiCaprio angesehen, vor ein paar Tagen “Rocky Balboa“. Einer der beiden Filme ist sehr empfehlenswert. weiterlesen »

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Jun
23
2006
1

Well, well, Mister Wilder!

Billy Wilder wäre gestern 100 Jahre alt geworden. 3SAT zeigt deshalb einige seiner Filme. Eben zum Beispiel REPORTER DES SATANS mit Kirk Douglas.

Kennt Ihr die Folge der SIMPSONS in der der kleine Timmy o’Tool in den Brunnen gefallen ist? Dahinter steckt Bart, der sich mit Hilfe eines eines Funkgeräts als Junge im Brunnen ausgibt und einen riesigen Rettungs- und Medienhype auslöst. Bei Billy Wilder liegt wirklich ein Mann verschüttet in einer alten Höhle. Der von Kirk Douglas gespielte Reporter Charles Tatum sorgt dafür, dass die Rettung länger und länger dauert, damit er die Story besser ausschlachten kann. Wie CITIZEN KANE tritt er journalistische Tugenden mit Füßen. “Geschrieben wird, was sich am Besten liest”, verkündet Tatum und passt damit bestens in jede Boulevard-Redaktion. Eine sehenswerte Medienkritik.

Kleinigkeit am Rande: in einer Szene sagt ein Radioreporter “Ich hole Charles Tatum live ans Mikro”. Live? Und das in der deutschen Synchro von 1951? Wer hätte das gedacht…

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Mrz
12
2006
-

Per Anhalter durch die Galaxis

Bevor ich „Per Anhalter durch die Galaxis“ gesehen hatte, kündigte ich Nico von JACKPOT BABY! einen totalen Verriss an. „Und ich werde alle beschimpfen, die sich erst jetzt mit Douglas Adams auseinandersetzen, nun aber meinen, mitreden zu können,“ mailte ich ihm. Doch es sollte ganz anders kommen.
-> weiterlesen auf jackpotbaby.de

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Aug
20
2005
-

Kultfilme als Kurzfilme

Du willst Dir ein paar der größten Kracher Hollywoods ansehen, hast aber keine Zeit? Angryalien.com zeigt Dir ALIEN, DER EXORZIST, DER WEISSE HAI, PULP FICTION, ROCKY HORROR PICTURE SHOW, SHINING, TITANIC und mehr als 30-sekündiges Summary. Gespielt von Zeichentrickhasen. Irgendwo musste ja der Haken bei diesem Trash sein…

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Apr
01
2005
-

One Night in Paris

Telefonierte eben mit meinem Cousin P. Er ist bei “Time Splitters Future Perfect” schon ein Level weiter als ich.

Zum Thema: Viel wurde über das unzüchtige Filmchen mit Paris Hilton gesprochen. Doch was wird darin eigentlich gesprochen? Wird darin gesprochen? Es wird:

- Sie: Ich mach mich fertig (die Badezimmertür geht auf, sie steht drin vor dem Spiegel, er stellt sich mit der Kamera in den Türrahmen)
- Er: Hey wirklich? … Wow! … Was machst Du, Pari’? … Du schönes …(sie lächelt) schönes (ihr Lächeln wird breiter)…Biest. HAHAHAHAHA!
- Sie: Biest? (Schmolllippe vorschiebend)
- Er: HAHAHAHAHAHAHAH!
- Sie: Mädchen!
- Er: HAAHAAHAHAHAHA! Sorry.
- Sie: Du bist besessen von mir, immer filmst Du mich. Hihihi!
- Er: Yeah, Ich liebe es … Deine Pussy zu filmen.
- Sie: Hihihi. Mein Gesicht.
- Er: Wow. Hübsch!
- Sie: (Kleinmädchenstimme) Danke.

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