Bergpanorama hinter dem Flughafen von Ljubljana, Slowenien. Zum Vergrößern Klicken.

Foto (cc) Audreyjm529
Der See ist schwarz wie Tusche und in ihm spiegelt sich der bewaldete Hügel dahinter. Mein Blick gleitet von der Wasserfläche auf das gegenüberliegende Ufer, den Wald und in den Nachmittagshimmel. Ein kleines Flugzeug nähert sich. Es fliegt S-Kurven auf seltsam unbeholfene, fast schon gefährlich anmutende Weise. Dann schwebt es dicht an den See heran und – ich muss zweimal hinsehen – wassert. Es sah zuvor gar nicht wie ein Wasserflugzeug aus, sondern wie eine lächerliche Miniaturversion einer Concorde. Eine Luke öffnet sich und aus dem Inneren winkt mein Cousin Phil.
Das Universum ist kompliziert und da gibt es Dinge, die man nicht für möglich hält. Sie passieren einfach und man freut sich, sofern man sie nicht durch zuviel Nachdenken ruiniert. Ich denke nicht nach und springe ins schwarze, bodenlose Wasser. Schnell bin ich rübergeschwommen, hab mich auf einen Landeschwimmer der Machine gezogen und nehme im Cockpit Platz. Phil und ich umarmen uns. “Absolut schräge Steuerung”, meint er und überläßt mir den Start. weiterlesen »
Weil Rimowa-Koffer in Business-Fliegern so häufig zu finden sind, wie kleine, gelbe Bälle auf einem Tennisplatz, habe ich mit diesem Aufkleber meinen Rimowa unverwechselbar gemacht:

Noch während ich im Flugzeug sitze, wird mir klar, was für eine Scheiß-Idee das war. Totenkopf und Ballermänner auf einem Koffer im Fluggepäck! Hallo?! Gleich nach der Ankunft runtergerissen.

Hier sehen wir den Abendessen-Bausatz von Adria Airways, Sloweniens schnuckeliger Fluglinie. Nach einer Rationalisierungsmaßnahme ist mittlerweile auch das Getränk (Leitungswasser im Joghurtbecher) mit im In-Flight-Meal-Package, was den Getränkewagen spart.
Jedesmal wenn ich das (zumindest teilweise) esse, vesuche ich mich mit dem Spruch aus der Schachtel in Stimmung zu bringen: “A Zen snack above the clouds. My journey is my window on the world. My desire is my attitude towards the world. My passion is not of this world. My yearning is the whole world. I wish myself a bon appétit!”
Bei Spiegel Wissen erfahre ich, dass japanische Samurai “mit Zen lernten, nicht mehr am Leben zu hängen und dem Tod furchtlos zu begegnen”. Funktioniert bei mir irgendwie nicht.
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