Apr
23
2012
-

Lesung: Zeig mir dein Fußballwissen, Sportsfreund!

Cover Eckball - Foto © Goldmann Verlag

Stefan Donaubauer hat ein bemerkenswertes Fußball-Foto-Rätsel-Buch geschrieben: “Eckball”, das dieser Tage für 10 Euro in den Handel kommt. Darin kann man sich wunderbar schräge Bilder anschauen und direkt (oder um die Ecke gedacht) drauf kommen, was für ein Begriff zum Beispiel hier dargestellt wird:

Was wird hier dargestellt? Foto © Goldmann Verlag, Christian Seizew

Und auf der nächsten Seite die Auflösung inklusive der Erläuterung, was man beim Fußball unter einem “Wadenbeißer” versteht. 50 solche Rätsel und Erklärartikel enthält “Eckball”. Ideale Fan-Vorbereitung auf die Euro 2012.

Am Freitag, dem 27. April lese ich mit Stefan Donaubauer aus seinem Buch. Das ganze präsentiert als knackiges Bilder-Quiz. Vorbeikommen, richtig antworten, Buch gewinnen. Eintritt ist frei und nach der Lesung gibt’s wahrscheinlich noch derbe Musik und Tanz.

Quiz-Lesung und Buchpräsentation:
Eckball – Das Fußball-Foto-Rätsel-Buch von Stefan Donaubauer
Freitag, 27. April 2012, 20 Uhr in der Fußballkneipe
Stadion an der Schleißheimerstraße
Eintritt frei

Wie das Buch entstand:

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Feb
21
2009
-

Fußball oder Fasching?

Es ist nicht einfach, sich dem Anlaß entsprechend zu kleiden, wenn zwei gleichzeitige Ereignisse passendes Outfit erfordern. Geht aber:

Fussballvampire - Foto von DeefFussballvampire - Foto von Deef

Die fanstastischen Fussballvampire. Größer nach dem Klick. 

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Mrz
04
2008
3

Kinder beim Einlauf

Kurz bevor die WM-Euphorie Deutschland überkam, bevor Straßen zu Fanmeilen mutierten und bevor auch Menschen mit Verstand Deutschlandflaggen hissten, saß ich im Frühling 2006 in der Redaktion eines Radioprogramms und dachte darüber nach, wie ich Plätze für sogenannte Players Escorts verlosen soll. Vor allem, wie ich den Preis benenne. Ich war kurz zuvor bereits beim Übersetzen von “Public Viewing” gescheitert und wollte diesmal unbedingt einen deutschen Begriff.

Players Escorts sind Kinder, die z.B. Fußballspieler an der Hand aufs Feld führen. In den Sinn kamen mir “Eskorten-Kinder” (verwandt mit Retortenkindern?), “Auflauf-Kids” (zartes Fleisch im Kartoffelschlafrock?) und “Einlauf-Kinder” (Kochwäsche oder Klistier?). Natürlich verwarf ich all das.

Nichtsdestotrotz gibt es Leute, die anders assoziieren als ich oder einfach schmerzfrei sind. Ein Handballverein sucht Auflaufkinder, ein Privatradio “Einlaufkids” und Youtube und Google fördern ein breites Spektrum von glücklichen Kindern beim sportlichen Einlauf zutage.

Ich entschied ich mich damals für “Spieler Eskorte”. Das war nicht besonders kreativ, aber weit entfernt vom Bild, was sonst entstanden wäre: “Das wird ein unvergesslicher Moment für Ihren Sohn oder Ihre Tochter, der gemeinsame Einlauf, Hand in Hand mit den Fußballstars, während zehntausende Fans im Stadion und Millionen Fernsehzuschauer zusehen.”

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Jul
09
2006
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Von der Nationalfarbenallergie geheilt

WM-Übertragung im Olympiastadion München - Foto von Deef

Als ich Zivi war, bin ich in Sanitäteruniform zur Bundeswehrvereidigung einiger Schulfreunde gegangen. Als die örtliche Haute-Volée bei der Nationalhymne aufsprang und mitsang, blieb ich gemeinsam mit anderen Langhaarigen demonstrativ sitzen. Und ich fühlte mich gut dabei.

Das ist zwölf Jahre her. Seitdem traf ich dänische Rucksacktouristen in Schottland, die ihre Landesflagge auf ihre Backpacks genäht hatten. In Leipzig lernte ich einen französischen Austauschstudenten kennen, der mir und allen Deutschen ein gestörtes Verhältnis zur eigenen Nation vorwarf. Ich besuchte ein Baseballspiel in Cincinnati, vor dessen Beginn die anwesenden US-Bürger ganz selbstverständlich aufstanden, sich mit der Rechten ans Herz fassten und der Nationalhymne lauschten, die eine Sopranistin live schmetterte, während auf der Videoleinwand das Sternenbanner im Wind wehte.

Und trotzdem: Vor dem Hintergrund von verordnetem Patriotismus a la “Du bist Deutschland” oder dem Selbstbewußtseinssurrogat für Debile “Stolz ein Deutscher zu sein” konnte ich mir nicht vorstellen die Fahne zu schwenken oder “DEUTSCHLAND” zu brüllen. Im Verlaufe der WM-Spiele unserer Elf zerbröselte die spontane kollektive Begeisterung meinen Widerwillen. Bei der Übertragung des Spiels um Platz drei im Münchner Olympiastadion war ich soweit. Der schwarz-rot-goldene Enthusiasmus hat mich weichgekocht. Mit dem Herz in der Hand und der Leidenschaft im Bein erreichen Flagge und Hymne in meinem Bewußtsein eine bisher unbekannte Normalität. Es war nicht geplant, aber es tut gut und wird die Fußball-WM 2006 unvergeßlich machen.

Geschrieben von Deef in: Akte Deef | Tags: , , , , |

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