Apr
20
2010
15

Echte Männer?

Echte Männer

sind rau
sind hart
sind aktiv
sind stark
sind mutig
weinen nicht
wollen Macht
schießen Tore
können immer
setzen sich durch
geben den Ton an
haben keine Angst
wollen Helden sein
denken immer an Sex
geben keine Fehler zu
kämpfen bis zum Sieg
verschaffen sich Raum
haben einen großen Penis
haben keine Depressionen
nehmen sich, was sie wollen
sprechen nicht über Gefühle
wollen nicht Händchenhalten
haben keinen Liebeskummer
müssen Feminismus abwehren
lassen sich von Frauen nichts sagen
berühren ihren Anus nur mit Klopapier
liegen nicht mit anderen Männern im Bett
demonstrieren anderen ihre Überlegenheit
gehen arbeiten, statt die Kinder zu erziehen
wollen nicht in den Arm genommen werden
müssen alles Feminine und Schwule bekämpfen

Ich bin ein echter Mann und mich nerven die Eigenschaften, die diese Gesellschaft für mein Geschlecht vorsieht. Ich will kein Macho sein. Ich will nicht hören, ich sei ein Weichei, wenn ich mich dafür entscheide mit den Kindern (die ich noch nicht habe) zuhause zu bleiben. Nie wieder will ich die Märchen hören von Jägern und Sammlern, von Frauen die schlecht einparken und Männern die nicht zuhören können. Nie wieder will ich den Bullshit lesen, dass Feministinnen Männern etwas wegnehmen und Gendermainstreaming schuld ist am Schulversagen von Jungs. weiterlesen »

Geschrieben von Deef in: Der ganze Rest | Tags: , , |
Apr
07
2010
5

Was Sie schon immer über Queerness wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten

Wieviel nichtheterosexuelle Menschen kennt Ihr persönlich und was wisst Ihr von deren Leben, Lieben und möglicherweise Leiden? Vielleicht kennt Ihr gar keine oder wollt sie nicht mit persönlichen Fragen belästigen. Beides wäre schade. Lantzschi und ich möchten Abhilfe bieten und beantworten unverkrampft Eure Fragen zum Thema Schwul-, Bi- und Lesbischsein. Das Ergebnis werden wir als Audioaufzeichnung im Gefühlskonserve-Podcast und dort bereitstellen. weiterlesen »

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Feb
20
2010
28

Jeder sollte diese Petition unterschreiben

50.000 Unterschriften zusammenzubekommen sollte nicht so schwer sein. Wenn 5 Prozent (realistischer sind wohl eher 10) der Bevölkerung nicht heterosexuell sind, wären das schon mal 4 Millionen Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle usw. Außerdem sollte es doch mindestens 5 Prozent Heterosexuelle in diesem Land geben, die so aufgeklärt sind, zu wissen, dass Vielfalt und Unterschiedlichkeit (=Diversity) die Gesellschaft besser machen und Diskriminierung ihr schadet.

Macht 8 Millionen potentielle Mitzeichner dieser Online-Petition, deren Ziel es ist, die sexuelle Identität in den Gleichbehandlungsparagrafen des Grundgesetzes aufzunehmen. Der lautet bislang: weiterlesen »

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Dez
22
2009
7

Für 145 Euro gibt’s die Frau dazu

Für 145 Euro gibt es die Frau dazu - Foto (cc) Deef

Solche Männlein/Weiblein-Symbole kennen wir von Toilettentüren. Im Gegensatz zu Schriftsprache sind sie länderübergreifend verständlich. Vorausgesetzt, die Symbolik stimmt. Wollen wir mal sehen, was uns ein Münchner Hotel mit diesen Zeichen sagen möchte. Ich lese hier, Einzelzimmer gibt es hier zum Preis von 125 €, aber sie werden ausschließlich an Männer vermietet. Legt der Herr 145 € an, gibt’s Damenbesuch aufs Zimmer. Hotel Patriarch wäre ein guter Name für das Haus, aber es heißt anders.

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Feb
14
2009
9

What It feels Like For A Girl

[via Johanna sez]

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Okt
10
2008
1

“Und das ist nicht gut so”

Wenn man sagt, “ein Kind braucht Mutter und Vater, um gesund aufzuwachsen”, so erntet man breite Zustimmung. Wenn man dagegen äußert, “ich sehe für die Entwicklung von Kindern keine Nachteile, wenn sie in schwulen oder lesbischen Partnerschaften aufwachsen”, sieht es anders aus.

Eine von Bundesjustizministerin Brigitte Zypries in Auftrag gegebene Studie (leider nicht direkt verlinkbar. Zum Finden hier klicken und nach “Regenbogenfamilien” suchen) vom Institut für Frühpädagogik könnte mit diesen Vorurteilen aufräumen. Sie attestiert der Entwicklung von Kinder in sogenannten Regenbogenfamilien sogar Vorteile, denn homosexuelle Eltern setzten sich bewusster mit ihrer Rolle und ihren Kindern auseinander. In Bälde wird Zypries über ein allgemeines Adoptionsrecht für homosexuelle Paare entscheiden. Aufgrund der wissenschaftlichen Erkenntnisse ist es nicht haltbar, schwulen und lesbischen Lebensgemeinschaften weiterhin zu verbieten, Kinder fremder Eltern zu adoptieren.

Das sieht die katholische Tagespost anders und veröffentlicht einen Artikel (Update 30.11.2008: der Artikel ist dort verschwunden, aber bei einem protestantischen Verein hier online zu finden) von Christl R. Vonholt, die für die Aufrechterhaltung von Schwulen- und Lesbendiskriminierung plädiert und folgende Stichworte benutzt: sexueller Missbrauch von Kindern, Häufung psychischer Erkrankungen bei Homosexuellen, sadomasochistische Handlungen, von Kindern entdeckte Dildos homosexueller Eltern, Verwirrung durch gemeinsames Duschen mit homosexuellen Vätern, Homosexualität als Folge von Missbrauch in der Kindheit.

Schön, wenn sich Homophobiker selbst der Lächerlichkeit preisgeben.  Weitere details gefällig? Der Gay Dissenter hat sich die Mühe gemacht, Frau Vonholts “Argumente” der Reihe nach abzuklopfen. Lesenswert.

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Sep
25
2008
0

Mediale Frauenfeindlichkeit im Jahre 2008

“Es ist das erste Handy, mit dem von Google initiierten Betriebssystem Android, und darum lauschen nun alle gespannt, was die Gastgeber zu erzählen haben; na ja, fast alle: Für Frauen, die zuviel Technik, zu viel Gedöns auf einem Telefon eher verwirrend finden, weil sie mit einem Telefon am liebsten einfach telefonieren, ist das Ganze etwas ermüdend. Jedenfalls, bis es zum Thema “ShopSavvy” kommt, dem super innovativen Shopping-Assistenten, den das “G1″ zu bieten hat: Da werden die Frauen im Saal plötzlich ziemlich hellhörig.” Quelle: Stern

Den Artikel hat eine Frau geschrieben. Macht’s aber nicht weniger bescheuert.

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Jun
24
2008
4

Was vom Mann noch übrig ist

Der Spiegel widmet dem deutschen Mann ein Titelthema. So scheint es, dabei geht es eigentlich um die weibliche Emanzipation. Zehn Autoren beschreiben auf elf Seiten den aktuellen Stand der Gleichberechtung und dem Weg dorthin in den letzten Jahrzehnten. Das ist eine nette, streckenweise sogar interessante Fleißarbeit, aber kein knalliges Heft-Verkäufer-Thema.

Deshalb versieht der Spiegel das Thema “50 Jahre Emanzipation” leider mit dem dick gedruckten Untertitel “Was vom Manne noch übrig ist”. Genauso irreführend wie blöde, denn Männer haben, wie der Artikel auch sagt, durch die Emanzipation viel gewonnen. Sie sind akzeptiert, wenn sie Kinder erziehen, Gefühle zeigen, private Beziehungen pflegen und sich von der patriarchaischen Rolle als Familienernährer und -bestimmer distanzieren.

Aber nicht nur der Titel ist schlecht gewählt. Der Artikel erzählt viel über Gesetze, Frauengruppen, Alice Schwarzer usw. vernachlässigt aber einiges der aktuellen gesellschaftlichen Realität. Zum Beispiel, weiterlesen »

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Mai
07
2008
6

Frauen dürfen Autofahren

Wo ist die Frauenbewegung hin? Die Süddeutsche berichtet von Menschen und Mäusen.

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Jan
22
2008
17

“Blogs sind hochgradig gegendert”

Interessante Studie [via] über geschlechtsspezifische Unterschiede in der Deutschen Blogosphäre. So habe ich die Ergebnisse verstanden:

  • Die meisten Weblogs werden von Frauen geschrieben. Bei den 13-17-jährigen sind sogar mehr als 80 Prozent der Blogs in Mädchenhand.
  • Die 100 am häufigsten verlinkten Blogs, die sogenannten A-Blogs, werden mit überwiegender Mehrheit von Männern geschrieben.
  • Mögliche Erklärung für diesen Unterschied ist der Inhalt, der in den A-Blogs viel mehr politisch und weniger privatpersönlich ist. These: mehr politische Diskussion statt Tagebuch = für mehr Leute interessant = mehr Links = mehr Erfolg.

Erinnert an den Straßenverkehr: Frauen fahren hinsichtlich StVO-Befolgung und Unfallstatistik besser Auto, Männer gewinnen die Formel 1.

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Mai
06
2007
2

Liebe Mädchen kommen…

Aus Emmas empfehlenswerten Tipps für junge Frauen:

“Liebe Mädchen kommen nicht in den Vorstand. Liebe Mädchen bleiben Praktikantinnen.”

[via]

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