Ich hab mir viel Zeit gelassen, um in die düstere Zukunft von Half-Life 2 zurückzukehren. Die Fortsetzungen Episode 1 und 2 lagerten schon fast ein Jahr ungespielt auf meiner Festplatte. Erst vor ein paar Tagen wurde ich wieder zum stummen Helden Gordon Freeman und spielte beiden Teile fast am Stück durch. Ich werde im Folgenden nicht groß spoilern, aber wer überhaupt nichts vom Verlauf wissen möchte, sollte hier aufhören zu lesen.
Episode 1 ist recht kurz und beinhaltet lediglich die Flucht von Gordon und Alyx aus der Combine-Zitadelle, die man am Ende von Half-Life 2 zerstört hat. Episode 2 geht nahtlos weiter und führt Gordon an völlig neue Schauplätze, große malerische Außen- und dreckig-schöne Innenareale, wo bekannte und neue Gegner warten. Die schmucke Weggefährtin Alyx bekommt noch mehr menschliche Tiefe und man fragt sich fast, ob zwischen ihr und Gordon was läuft. Der G-Man im Anzug taucht wieder auf, rätselhafter denn je. Das gute alte Half-Life-Spielgefühl, die typische Mischung aus schneller Egoshooter-Action, ruhigeren “Wo geht’s hier raus”-Passagen mit Kriech- und Jump’n'Run-Elementen sowie kleinen Rätseln, begeistert mich aufs neue. Auch ein Fahrzeug stellt Episode 2 zur Verfügung, welches Gordon verwendet, um mit Alyx von A nach B zu kommen, mit dem er aber auch angreifende Gegner kurzerhand überfahren kann.
Episode 2 endet hollywoodesk, mit einem schrecklichen Cliffhanger und lässt den Spieler beglückt (IRRE! IRRE! IRRRRREEEE!) und verunsichert (WIE GEHT DIE SCHEISSE WEITER?!) zurück. Bis Episode 3 erscheint wird vermutlich noch ein halbes bis ein ganzes Jahr vergehen. Einen offiziellen Releasetermin gibt es bei diesem “Ready, when it’s done”-Projekt nicht.Wer ihn noch nicht kennt, dem empfehle ich den Trailer zu Episode 2 hier.