
Konrad Lischka (Wikipedia, Homepage, Twitter) von Spiegel Online hat sich vorgestern – in gewisser Weise zurecht – über Menschen aufgeregt, die sich ignorant zur die Katastrophe in Japan äußerten. Sein Artikel dazu hier.
Aus meiner Sicht schwingt in dem Text (vielleicht unbeabsichtigt?) eine internetkritische Haltung mit, die ich in ihrer Pauschalität für faktisch falsch halte und die man als wohlfeilen Kulturpessimismus verstehen kann. Denn: es gab schon immer ignorante Menschen, das Internet macht sie nur sichtbar.
Der Artikel stellt zwar die Ignoranten in den Mittelpunkt, geizt aber nicht mit Sätzen wie “Im Netz der Ignoranten”, “das Internet, ein globales Dorf” oder “Auffällig ist, wie viele Menschen im Netz diese Fehleinschätzung teilen”. Diese Stoßrichtung von Lischkas Text kritisierte ich in einer Twitternachricht, die sich für mich überraschend zu einer Diskussion mit Konrad Lischka entwickelte. Meine Überraschung war positiv in der Hinsicht, dass ich nicht damit gerechnet hatte, dass ein Spiegel-Online-Autor versucht, sich mir und der Twitter-Öffentlichkeit gegenüber zu erklären bzw. zu rechtfertigen.
Ob ihm das gelungen ist, lässt sich hier beurteilen: weiterlesen »

