300 ist kein Müll, aber weit von der Phantastigkeit (so und nicht anders) eines “Sin City” entfernt. Trotzdem (oder gerade deshalb) polarisiert der Film. Einigen zufriedenen Meinungen steht z.B. der Abscheubericht von Ix gegenüber, den ich nicht so recht nachvollziehen kann. 300 ist kein Riefenstahl’scher “Triumph des Willens” und nicht Veit Harlans “Kolberg“. Er kommt nicht mal in deren Nähe.
Aber eine Warnung an die Fankurve von Troja, “Königkreich der Himmel”, Gladiator und “Herr der Ringe”. Vorsicht meine lieben Droogs, 300 ist kein klassischer Muskel- und Sandalen-Schinken. Es ist ein blutspritzender Martial-Arts-Film, der von Fernost nach Griechenland verlegt wurde. Inklusive nerviger Zeitlupensequenzen in denen anatomisch genau Köpfe von Rümpfen abgeschlagen und (inklusive der Schnittfläche mit Halsfleisch, Wirbelsäule usw.) vorgezeigt werden. Die dem Film vorgeworfene Ästhetisierung der Gewalt kann ich in solchen Ekelszenen nicht erkennen.
Fazit: Kann man sich anschauen, es gibt aber keinen guten Grund dafür.