Jun
24
2005
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Mildes Antidepressivum

Ich liege in der Badewanne. Im Radio läuft “The living daylights” von A-HA, aus dem Bond-Film “Der Hauch des Todes”. Ich erinnere mich an früher, an traurige Tage meiner Pubertät. Wenn die Schule demotivierte, die Freunde keine Zeit hatten, die Mädchen auf andere standen und der Hautarzt nichts gegen meine Pickel auszurichten vermochte, dann war Winter im Herzen.

Als Balsam für meine spröde Seele wirkte Ian Flemings 007. Ich las die Bücher, sah die Filme, hörte die Soundtracks und – YES – ich war wieder da! James Bond hat meine miesen Launen, Traurigkeit und Selbstzweifel gekillt. Während ich mich abbrause, spreche ich ein thanx to Mister Fleming mit Worten von A-HA: I’ve been waiting long for one of us to say: Save the darkness, let it never fade away. In the living daylights…

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Jun
20
2005
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Der Abend vor dem längsten Tag

Morgen fängt der Sommer an. Die Sonne wird um 4 Uhr 43 aufgehen und um 21 Uhr 32 hinterm Horizont verschwinden. Dazwischen liegen fast 17 Stunden Tag. Ich höre “Sun always shines on TV”, trinke ein köstliches Helles und mache eine Liste von Dingen, die mich ankotzen. Ich brauche 20 Minuten, um fünf Punkte zusammenzubekommen. Keiner hat mit meiner Gesundheit, meinem Arbeitsplatz, meinem Wohnort oder Menschen zu tun, die ich liebe. Nichts von Belang also, trotz Grübeln. Ich schüttle den Kopf, denn ich frage mich, wie Holden Caulfield in mein Hirn kommen konnte. Dann zerreiße ich die Liste und hole mir noch ein Helles.

Geschrieben von Deef in: Akte Deef | Tags: , , |

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