Ich habe “Verliebt in Berlin” nie gesehen. Aber als ich in Keinohrhasen saß, dachte ich, genau so privatfernseh-aschenputtelig muss die SAT 1-Serie gewesen sein. Ob’s daran liegt, dass der Sender mit dem Ball den Til Schweiger-Film koproduziert hat?
Trotzdem hat Keinohrhasen drei Stärken: Nora Tschirners Augen, Nora Tschirners Knutschmund und Nora Tschirners patentiert doofen Blick. Macht alles zusammen leider nicht ganz wett, dass Hauptdarsteller plus Regisseur plus Drehbuchautor Schweiger Fan des Kniffs ist, lahme Szenen und Dialoge mit altklugen Sätzen aus den Mündern von Kindergartenkindern zu retten.
Wenn die soooo süßen Schnuckis gerade nicht zu sehen sind, wirkt Keinohrhasen wie eine auf Spielfilmlänge gebrachte Episode der Bully-Parade, denn dort hat Schweiger Rick Kavanian, Christian Tramitz und das Niveau ausgeliehen. Good News, für alle denen’s gefällt: 2009 kommt Keinohrhasen 2.