Jun
13
2010
14

“Bitte keine idiotischen Schwachsinnsartikel mehr”

Kurz vor der Tür: Der Anfang der 45-Minuten-Schlange vorm Berghain - Foto von Deef
Kurz vor der Tür: Der Anfang der 45-Minuten-Schlange vorm Berghain

Man stelle sich vor, es gäbe Außerirdische. Die säßen zum Beispiel in Cooper’s Bar, hielten sich vom Barkeeper, der ständig “Alles eine Frage der Technik” vor sich hin derilierte, fern und wünschten sich an einen besseren Ort. weiterlesen »

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Sep
21
2009
2

Alles klar im Boulevard?!

tz: Die tz über den Wiesn-Start - Foto von Deef – Abendzeitung: Die Abendzeitung über den Wiesn-Start - Foto von Deef

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Sep
28
2008
4

München im September

Auf ihren taillierten T-Shirts prangt neonfarben “3 Tage wach”. Die Trägerinnen lächeln und zeigen mit den Fingern auf ihre Brüste. Die Pose halten sie solange, bis das Blitzen der Kamera in der Hand ihrer Freundin aufhört. Der Apparat verschwindet in einer Handtasche, die drei schlanken Körper in der tanzenden Menge. Harter House, maximaler Bass, verspielte Visuals an den Wänden. This club is a place to be.

Das steht auch in den Reiseführern, die die jungen Oktoberfestbesucher lesen. Sie brauchen auf der Tanzfläche doppelt soviel Platz, sie schreien doppelt so laut, wenn der Beat stärker wird. Zwei oder mehr Liter Wiesnbier wirken und machen vergessen, dass man in Lederhosen oder Dirndl in einem Elektroclub auffällt wie eine Nonne in einem Striplokal.

Um drei liegen Lederhosen und Dirndl müde auf den Sofas oder übergeben sich auf den Klos. Einige versuchen vor dem Club vergeblich ein Taxi zu bekommen. Die Fahrer schauen auf die Kleidung, sehen die ferngesteuerten Bewegungen und schütteln den Kopf. Schnell winken sie einen nüchtern wirkenden Fahrgast in Club-Outfit heran und brausen davon.

Die Mädchen mit den bedruckten Shirts wischen Haare aus verschwitzten Gesichtern, nippen an Wodka-Bulls und knipsen sich dabei. Sie kichern nicht über die verbliebenen Trachtträger, die am Rand der Tanzfläche eingeschlafen sind. Passt schon, das ist München im September und vielleicht gehen sie morgen Nachmittag in kurzem Dirndl selbst aufs Oktoberfest.

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Okt
09
2007
13

Last Wiesn Absturz

Alles fing ganz harmlos und kontrolliert an. Nur das Nötigste mitgenommen: Geld, Digicam, Handy, Schlüssel. Kreditkarten und Tasche bleiben zuhause.

Im Freisitz vorm Schottenhamel bekommen wir Plätze. Der Kellner gibt sich sein Trinkgeld selbst. Egal. Das Bier läuft, die Friseur sitzt. Schnell drückt die Blase. Eigentlich bin ich kein Kabinenpinkler und habe keine Probleme es in öffentlichen Klos laufen zu lassen. Heute schon. Denn die Herrentoiletten vom Schottenhamel sind worst Nightmare: weiterlesen »

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Sep
23
2007
2

Der erste Wiesn-Abend 2007

Foto (c) Deef

Gestern um 12 Uhr war “Ozapft is” und eine Minute später waren alle Zelte voll. Das heißt, 100.000 Sitzplätze sind besetzt. Aber man muss nicht sitzen, um auf dem Oktoberfest Spaß zu haben. Alleine die Ankunft mit der U4 oder U5 an der Haltestelle Theresienwiese ist eine Freude. Mit anderem unverbrauchtem Volk fährt man die Rolltreppe hoch, während einem von oben derangierte bis komatöse Körper entgegen kommen. Druckbetankung mit Starkbier ist eben kein Kindergeburtstag.

Ohne Zeltsitzplatz kein Bier und deshalb frönte ich den anderen Wiesn-Freuden: gebrannten Mandeln, Schokoerdbeeren am Spieß und Achterbahnfahren. Tipp für Kenner: Die Wilde Maus ist harmlose Kinderkacke. Der Eurostar ist dagegen wieder sein Geld wert. Die Beine hängen frei, man stürzt aus 50 Metern Höhe in die Tiefe. Gegen das mulmige Gefühl im Magen hilft festhalten und schreien zwar nicht, aber es ist das einzige, was einem übrig bleibt. Nach der Fahrt wird man mit einem Endorphinrausch erster Güte belohnt.

Könnt Ihr weitere Attraktionen empfehlen? Hat z.B. jemand den Höllenblitz ausprobiert?

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Sep
22
2007
0

Einkauf am ersten Wiesentag

Meine greise Nachbarin schenkt mir selbstgepflückte Blümchen, die türkische Damen vom Getränkeshop zieht mir nichts ab, obwohl ich keinen ganzen Kasten zurückgebracht habe – Gott, oh Gott, heute ist die Welt wieder so nett zu mir und ich weiß kaum noch, wie ich meine schlechte Laune rechtfertigen soll. Wenn alles um einen rum so toll ist, bleibt nur intrinsische Schuldzuweisung. Ich fühl mich noch schlechter. Zu allem anderen hat mir das ganze Grillfleisch-und-Zwiebeln-Gefresse der letzten Tage auch noch heftige Blähungen beschert. weiterlesen »

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