Jul
07
2012
6

Radiodiskussion: Warum werden Videogames nicht als Kulturgüter gesehen?

Symbolbild: Street Art in Berlin - Foto von Deef
Street Art in Berlin – Symbolfoto von Deef

Warum gilt Spielen als minderwertig im Vergleich zu Bücherlesen und Theater- oder Kinobesuch? Warum finden Videogames kaum im Feuilleton statt? Was gibt es zum Thema Klischees, Rollen und Gewalt zu sagen? Den Fragen will DRadio Wissen heute ab 11 Uhr in einer Talksendung nachgehen. Zu hören im Digitalradio DAB und hier. Mit Moderatorin Vera Linß diskutieren Christian Schiffer, Gunnar Lott und ich. Update: Die Sendung kann man hier nachhören.

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Dez
01
2010
-

Meine kleine Playlist auf QUU.FM

Heute abend um 21 Uhr spielt der “Social Web Sender” QUU.FM eine Playlist von und ein Interview mit mir. Ausgewählt habe ich diese wilde Mischung:

Royksopp – The Girl and the Robot
Kele – Tenderoni
Simian Mobile Disco – Audacity of Huge
Ryan Paris – Dolce Vita (Original)
Madonna – Material Girl
Wir sind helden – Die Konkurrenz
Christian Bruhn – Feinde greifen an
(Interview mit dem Komponisten hier)
Digitalism – Zdarlight
Justice – DVNO
Deichkind – Remmidemmi (Yippie Yippie Yeah)
Megadeth – Addicted to Chaos
The Beatles – Norwegian Wood

Mehr da.

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Mrz
12
2008
4

Ein Mann aus der Vergangenheit

“Alter, ist es schon soweit?” fragte er müde am anderen Ende der Leitung. Ich schrie:
“In 19 Minuten sind wir on air. BEEIL DICH DU PENNER!”

Vor fast zehn Jahren begannen meine Samstage in der Pfalz immer gleich. Ich stand um 7 Uhr auf, lief 300 Meter die Straße runter zum Radiosender, befüllte die Kaffeemaschine, fuhr die Redaktions-Rechner hoch und weckte telefonisch meinen Co-Moderator. Der erschien nur wenige Minuten vor der Sendung mit BILD-Zeitung, Croissants und Orangensaft. Wir frühstückten – das hieß fünf Minuten Kaffeetrinken und Rauchen, Croissants anbeißen und wegen Verkaterung und Zigarettenübelkeit halbgegessen wegwerfen. weiterlesen »

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Mrz
04
2008
3

Kinder beim Einlauf

Kurz bevor die WM-Euphorie Deutschland überkam, bevor Straßen zu Fanmeilen mutierten und bevor auch Menschen mit Verstand Deutschlandflaggen hissten, saß ich im Frühling 2006 in der Redaktion eines Radioprogramms und dachte darüber nach, wie ich Plätze für sogenannte Players Escorts verlosen soll. Vor allem, wie ich den Preis benenne. Ich war kurz zuvor bereits beim Übersetzen von “Public Viewing” gescheitert und wollte diesmal unbedingt einen deutschen Begriff.

Players Escorts sind Kinder, die z.B. Fußballspieler an der Hand aufs Feld führen. In den Sinn kamen mir “Eskorten-Kinder” (verwandt mit Retortenkindern?), “Auflauf-Kids” (zartes Fleisch im Kartoffelschlafrock?) und “Einlauf-Kinder” (Kochwäsche oder Klistier?). Natürlich verwarf ich all das.

Nichtsdestotrotz gibt es Leute, die anders assoziieren als ich oder einfach schmerzfrei sind. Ein Handballverein sucht Auflaufkinder, ein Privatradio “Einlaufkids” und Youtube und Google fördern ein breites Spektrum von glücklichen Kindern beim sportlichen Einlauf zutage.

Ich entschied ich mich damals für “Spieler Eskorte”. Das war nicht besonders kreativ, aber weit entfernt vom Bild, was sonst entstanden wäre: “Das wird ein unvergesslicher Moment für Ihren Sohn oder Ihre Tochter, der gemeinsame Einlauf, Hand in Hand mit den Fußballstars, während zehntausende Fans im Stadion und Millionen Fernsehzuschauer zusehen.”

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