Okt
10
2008
1

“Und das ist nicht gut so”

Wenn man sagt, “ein Kind braucht Mutter und Vater, um gesund aufzuwachsen”, so erntet man breite Zustimmung. Wenn man dagegen äußert, “ich sehe für die Entwicklung von Kindern keine Nachteile, wenn sie in schwulen oder lesbischen Partnerschaften aufwachsen”, sieht es anders aus.

Eine von Bundesjustizministerin Brigitte Zypries in Auftrag gegebene Studie (leider nicht direkt verlinkbar. Zum Finden hier klicken und nach “Regenbogenfamilien” suchen) vom Institut für Frühpädagogik könnte mit diesen Vorurteilen aufräumen. Sie attestiert der Entwicklung von Kinder in sogenannten Regenbogenfamilien sogar Vorteile, denn homosexuelle Eltern setzten sich bewusster mit ihrer Rolle und ihren Kindern auseinander. In Bälde wird Zypries über ein allgemeines Adoptionsrecht für homosexuelle Paare entscheiden. Aufgrund der wissenschaftlichen Erkenntnisse ist es nicht haltbar, schwulen und lesbischen Lebensgemeinschaften weiterhin zu verbieten, Kinder fremder Eltern zu adoptieren.

Das sieht die katholische Tagespost anders und veröffentlicht einen Artikel (Update 30.11.2008: der Artikel ist dort verschwunden, aber bei einem protestantischen Verein hier online zu finden) von Christl R. Vonholt, die für die Aufrechterhaltung von Schwulen- und Lesbendiskriminierung plädiert und folgende Stichworte benutzt: sexueller Missbrauch von Kindern, Häufung psychischer Erkrankungen bei Homosexuellen, sadomasochistische Handlungen, von Kindern entdeckte Dildos homosexueller Eltern, Verwirrung durch gemeinsames Duschen mit homosexuellen Vätern, Homosexualität als Folge von Missbrauch in der Kindheit.

Schön, wenn sich Homophobiker selbst der Lächerlichkeit preisgeben.  Weitere details gefällig? Der Gay Dissenter hat sich die Mühe gemacht, Frau Vonholts “Argumente” der Reihe nach abzuklopfen. Lesenswert.

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Sep
25
2008
0

Mediale Frauenfeindlichkeit im Jahre 2008

“Es ist das erste Handy, mit dem von Google initiierten Betriebssystem Android, und darum lauschen nun alle gespannt, was die Gastgeber zu erzählen haben; na ja, fast alle: Für Frauen, die zuviel Technik, zu viel Gedöns auf einem Telefon eher verwirrend finden, weil sie mit einem Telefon am liebsten einfach telefonieren, ist das Ganze etwas ermüdend. Jedenfalls, bis es zum Thema “ShopSavvy” kommt, dem super innovativen Shopping-Assistenten, den das “G1″ zu bieten hat: Da werden die Frauen im Saal plötzlich ziemlich hellhörig.” Quelle: Stern

Den Artikel hat eine Frau geschrieben. Macht’s aber nicht weniger bescheuert.

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Jun
24
2008
4

Was vom Mann noch übrig ist

Der Spiegel widmet dem deutschen Mann ein Titelthema. So scheint es, dabei geht es eigentlich um die weibliche Emanzipation. Zehn Autoren beschreiben auf elf Seiten den aktuellen Stand der Gleichberechtung und dem Weg dorthin in den letzten Jahrzehnten. Das ist eine nette, streckenweise sogar interessante Fleißarbeit, aber kein knalliges Heft-Verkäufer-Thema.

Deshalb versieht der Spiegel das Thema “50 Jahre Emanzipation” leider mit dem dick gedruckten Untertitel “Was vom Manne noch übrig ist”. Genauso irreführend wie blöde, denn Männer haben, wie der Artikel auch sagt, durch die Emanzipation viel gewonnen. Sie sind akzeptiert, wenn sie Kinder erziehen, Gefühle zeigen, private Beziehungen pflegen und sich von der patriarchaischen Rolle als Familienernährer und -bestimmer distanzieren.

Aber nicht nur der Titel ist schlecht gewählt. Der Artikel erzählt viel über Gesetze, Frauengruppen, Alice Schwarzer usw. vernachlässigt aber einiges der aktuellen gesellschaftlichen Realität. Zum Beispiel, weiterlesen »

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Mai
07
2008
6

Frauen dürfen Autofahren

Wo ist die Frauenbewegung hin? Die Süddeutsche berichtet von Menschen und Mäusen.

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