Apr
28
2011
0

Zur Vorbereitung auf das Royal Wedding

Morgen werden Prince William und Catherine Middleton heiraten. Nicht, dass es mich thematisch interessiert, aber mediale Großereignisse mit hoher Sehbeteiligung generieren Gesprächswert und ich mag Medieninhalte, über die man lästern sich unterhalten kann.

Als Kind sah ich zufälligerweise (es kam ja nüscht anderes) die Hochzeit von Charles und Diana. Der Trashfaktor war grotesk hoch, sprich wunderbar und man darf hoffen, dass es diesmal ähnlich oder noch intensiver wird. Als Vorbereitung empfehle ich diesen kleinen Ausschnitt der BBC-Serie Little Britain mit einer eventuell marginal übertriebenen Darstellung eines Royal Reporters.

Jun
28
2005
5

“Mutter, ich möchte Hülsenfrüchte”

Full English Breakfast. Foto von Deef

Heute esse ich es mal abends: Herrliches Full English Breakfast. Während ich vollmundig genieße, fällt mir eine Szene ein, die ich in einem Hotel beobachtetet hatte. Ein liebenswerter Brite von etwa fünf Jahren stand vorm opulenten Frühstücksbuffet und antwortete auf die Frage seiner Mutter, was er noch zu essen gedenke, gut hörbar für alle Anwesenden: “I WANT BEANS!” Recht hatte er. Breakfast mit Bohnen und mehr rult. Wenn ich nur wüsste, wo ich in Deutschland die kleinen Würstchen dafür herbekomme.

Geschrieben von Deef in: Akte Deef | Tags: , , |
Apr
28
2005
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Lieber Frankie

Zieh Dir die Handlung rein:
- 9-jähriger Sohn hat Vater noch nie gesehen
- Mutter erfindet Geschichte, dass Vater nicht weg ist, sondern auf Schiff arbeitet
- Sohn schickt Vater Briefe
- Antworten schreibt heimlich die Mutter
- Eines Tages kommt Schiff mit dem von Mutter erfundenen Namen an.
- Sohn will Vater zum ersten Mal sehen
- Mutter beauftragt Fremden, Vater zu spielen, um Illusion aufrecht zu erhalten.
- Fremder versteht sich blendend mit Sohn und verliebt sich in Mutter

Kitschroman? Nein, feiner Film.

Er versetzt Dich ins herbstliche Glasgow. Laubbraun, Rostrot, Staubgrau und das schmutzige Weiß auf den Wellen am schottischen Strand sind die beherrschenden Farben. „Lieber Frankie“ kommt mit wenigen Worten aus und verzichtet auf billige Klischees. Frankie ist taub, aber diese Behinderung wird nicht benutzt, um auf die Trändrüse zu drücken, sondern ist ein zu anfangs beiläufiges Detail, für das erst gegen Ende die Begründung geliefert wird. Ich habe selten einen Film gesehen, der einen so gefühlsduseligen Plot stimmungsvoll und angenehm (!) traurig erzählt. Guter Stoff für ein verregnetes Frühlingswochenende.

„Lieber Frankie“ läuft zur Zeit u.a. in Berlin, Hamburg, München, Augsburg, Stuttgart und Mannheim. In einigen Kinos wird er als Originalversion („Dear Frankie“) angeboten. Vorsicht! Das Schottisch ist harter Tobak. Ich habe die OmU-Version gesehen und war dankbar für die Untertitel.

Geschrieben von Deef in: Filme und Serien | Tags: , , , |

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