Nach etwa 17 Stunden Spielzeit (natürlich nicht am Stück) und einem anstrengendem Bosskampf sehe ich die letzte Filmsequenz von Bioshock. Genau in diesem Moment klingelt es an der Tür. Meine Nachbarin möchte ein Paket abholen, das ich für sie entgegengenommen habe.
Als ich zum Rechner zurückkomme, ist der Film vorbei. Ich überlege, den PC aus dem Fenster zu werfen – zu teuer - der Nachbarin nachzulaufen und ihr Paket aus dem Fenster zu werfen – gerecht, aber nicht schadensersetzend – und entscheide mich schließlich den letzten Spielstand zu laden und den Schlussfight zu wiederholen. Diesmal geht es natürlich etwas schneller – I’m the man! Doch die Spielszene, die ich bekomme ist kurz und enttäuschend, denn ich beende das Spiel als Schurke. Wie ich bei Wikipedia nachlese, gibt es alternative Schlusssequencen und ich hab das “Bad Boy”-Ende bekommen. Jeder tut, was er kann.
Bioshock ist ein Meisterwerk. Nur der Schwierigkeitsgrad etwas unausgelichen. Zu Beginn ist es zu schwer und später aufgrund des immer mächtiger werdenden Waffenarsenals (u.a. Lenkraketenwerfer, Napalmwumme, diverse Extrafähigkeiten durch Genmodifikationen) zu leicht.
Ich habe Bioshock schließlich im leichten Schwierigkeitsgrad durchgespielt, weil ich keine Lust auf Trial and Error hatte und mich mehr an der Atmosphäre und der Story statt an der Wiederholung von Kämpfen erfreuen wollte. Das Design, die Musik und die Geschichte schaffen eine sehr dichte, einnehmende Atmo. Seit Half-Life 1 und 2 ist Bioshock das beste Actionspiel und ähnlich stimmig, packend und gruselig. Der ultimative Review zum Spiel steht im Agitpopblog.