Die dem Datenschutz hohnsprechende Personensuchmachine Spock newsletterte mir soeben, man könnte jetzt “funseaches” machen. Z.B. Personen finden, die betrunken Auto gefahren sind (bzw. zumindest internetöffentlich dessen beschuldigt wurden).
Ohne Zusammenhang habe ich nach Vergewaltigern, Farbenblinden, Diabetikern und “Beschnittenen” gesucht. Spock hat für jeden dieser Punkte eine Liste von Namen parat. Diese Details über Personen entspringen aber nicht nur Interneteinträgen, die Spock zusammenerntet.
Noch viel schlimmer: jeder kann über jeden Informationen eintragen. Das ging auch schon bei Wikipedia, aber hier ist es noch einfacher. Ich habe bei Karl Marx den Tag “full beard” hinzugefügt. Ich hätte aber auch einen unliebsamen Nachbarn, Kollegen, Nebenbuhler oder irgend einen anderen Unschuldigen als aidskranken und zu Gewaltausbrüchen neigenden Päderasten outen können. Natürlich mache ich das nicht. Aber es gibt die Möglichkeit und einige werden soetwas tun.
Mir wird schlecht.
Oh Gott, ich habe mich selbst auch bei Spock gefunden. Und wie mir scheint, stammen die Tags dazu allesamt aus meinem MySpace Profil. So langsam werde ich wohl darüber nachdenken müssen, WIE präsent ich im Netz tatsächlich sein will.
Warte bis Spock Dein Blog durchgecrawlt hat…